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Bauausschuss

02.08.2019

Mittagsbetreuung: Arbeiten kosten mehr als eine Million Euro

Affinger Gremium vergibt in der Sitzung in kurzer Zeit 21 Aufträge für den Neubau an der Grundschule. Warum es in einem Gewerk eine Gegenstimme gibt und zwei Mal nur Empfehlungen ausgesprochen werden können

Der Neubau der Mittagsbetreuung an der Grundschule in Affing war das dominierende Thema in der Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch. Bürgermeister Markus Winklhofer erklärte, die Gemeinde würde viel Geld ausgeben: „Wir bewegen uns absolut im Rahmen beziehungsweise unterhalb der Kalkulation.“ In einer knappen halben Stunde waren nicht weniger als 21 Beschlüsse für dieses Projekt gefasst. Dieser zeitliche Ablauf war nur möglich, weil zuvor wochenlange Vorarbeiten absolviert worden waren. Der Gesamtbetrag für die Arbeiten liegt deutlich über einer Million Euro.

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Bis auf eine Ausnahme war sich das Gremium stets einig. Joseph Engelschalk wollte nicht akzeptieren, dass die Firma Mayr aus Langenmosen ein Nachtragsangebot über 13077 Euro vorgelegt hatte. Am 3. Juli wurden Druckplattenversuche auf dem Baufeld durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass im Nordosten des Baufeldes nicht die geforderten Bodendruckfestigkeiten erreicht wurden. Engelschalk vertrat die Auffassung, das hätte man schon früher feststellen müssen. Der Affinger Bauamtsleiter Ralf Scherbauer, der erstmals in dieser Runde zu sehen war, verteidigte den Antrag mit dem Hinweis darauf, dass im Nordosten keine Bohrung durchgeführt worden war.

Die Estricharbeiten gingen an die Firma Hubert Pupeter in Aichach (37200 Euro). Die Metallarbeiten werden wohl von der Firma RGM Metallbau aus Illertissen-Jedesheim ausgeführt werden. Weil die Auftragssumme von 189300 Euro jenseits der vom Bauausschuss zu entscheidenden Grenze lag, wird hier der Gemeinderat das letzte Wort haben. Es wurde daher ein Empfehlungsbeschluss gefasst. Die Firma Reich in Aindling-Gaulzhofen erhielt den Auftrag für die Holzfassade (86100 Euro).

Mittagsbetreuung: Arbeiten kosten mehr als eine Million Euro

Den Trockenbau übernimmt die Firma Wasem in Seiboldsdorf (62100 Euro), die Innentüren die Firma Ott in Oettingen (26500 Euro), die WC-Trennwände die Firma Kemmlit-Bauelemente in Dusslingen bei Tübingen (4400 Euro), die Tischlerverkleidungen die Firma Langenmair in Stadtbergen (3400 Euro), die Bodenbeläge die Firma Pufalt in Dachau (8600 Euro), die Parkettarbeiten das gleiche Unternehmen (16400 Euro), die Fliesenarbeiten die Firma Röhlich in Wendelstein (76400 Euro) und die Dacharbeiten die Firma Fischer in Weißenberg (107700 Euro). Weil die Postleitzahl dieses Ortes mit einer 0 beginnt, meldete sich Georg Brandmeier zu Wort: „Ich finde es nicht ganz richtig, dass wir den nehmen müssen.“ Ihn störte die große Entfernung dieses Unternehmens, das in Sachsen angesiedelt ist. Da es sich aber um eine deutschlandweite Ausschreibung handelte, konnte der Beschluss nicht anders ausfallen.

Die Firma Schlosser in Augsburg erhielt den Zuschlag für die Stahlbauarbeiten (16600 Euro), die Firma Obermeier in Ingolstadt für die Gerüstarbeiten (12400 Euro), die Firma Blitz-Blank in Augsburg für die abschließende Baureinigung (7000 Euro), die Firma HTM in Augsburg für die Sanitärinstallation (66600 Euro), die Firma Matzka in Affing für die Heizungsinstallation (126000 Euro), die Firma Kienzle in Krumbach für die Blitzschutzarbeiten (4200 Euro), die Firma Siller + Laar in Augsburg für die Kücheneinrichtung (118000 Euro) sowie für die Wartungsarbeiten im Zeitraum von vier Jahren (5700 Euro). Auf dem Dach des Gebäudes soll eine Fotovoltaikanlage entstehen, für den Elektroanschluss muss ein zweiter Schwanenhals errichtet werden. Dazu sind weitere 1000 Euro notwendig. Die raumlufttechnische Anlage wird die Firma Scheel in Friedberg liefern und einbauen. Weil die Auftragssumme bei 165900 Euro liegt, gab es auch hier nur einen Empfehlungsbeschluss.

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