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Gemeinderat I

06.06.2020

Pöttmes nimmt Straßenschäden in den Blick

J. Schmuttermeier

Der Marktentwicklungsausschuss soll die Prioritätenliste jetzt überarbeiten. Die Wegereferenten prüfen Handlungsbedarf bei asphaltierten Feldwegen. Auch Johann Schmuttermeier darf jetzt Ehrentitel Altbürgermeister tragen

Welche Straßen und asphaltierten Feldwege in der Marktgemeinde Pöttmes sind reparaturbedürftig? Welche Schäden müssen wie dringend repariert werden? Mit dieser Frage will sich der Marktgemeinderat in nächster Zeit genauer beschäftigen. Dazu soll auf Antrag der CSU-Fraktion die Prioritätenliste überarbeitet werden, die vor vielen Jahren erstellt wurde, aber mittlerweile nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist.

Bürgermeister Mirko Ketz (CSU) kündigte an, dass die Gemeinde ohnehin eine genaue Erhebung über ihre Straßen erstellen müssen wird, wie es beispielsweise bei Kanälen schon üblich ist. Ketz sprach von einer „Zukunftsaufgabe“, die die Gemeinde einiges kosten werde. Alleine in Baar koste eine solche Erhebung circa 25000 Euro. Das lasse ahnen, was auf die deutlich größere Flächengemeinde Pöttmes mit ihrem 120 Kilometer großen Straßennetz zukomme, so Ketz. Eine Kostenschätzung für ein solches digitales Straßenkataster soll nun eingeholt werden. Der Marktentwicklungsausschuss wird über das Gesamtkonzept für Straßenreparaturen beraten. Die Wegereferenten Claus Kopold (CSU) und Xaver Tyroller (CWG) sollen dem Wunsch des Gemeinderates entsprechend schauen, wo es bei asphaltierten Feldwegen Handlungsbedarf gibt und ob die Prioritätenliste hier noch aktuell ist. Der Marktgemeinderat beschloss außerdem, prüfen zu lassen, ob für die Mühlen- und Hauptstraße im Ortsteil Handzell ein Förderprogramm zur Dorferneuerung angezapft werden kann. Auf Anfrage von Bürgerblock-Fraktionssprecher Thomas Golling teilte Ketz mit, dass das Bauamt prüfe, ob Mittel aus der Städtebauförderung für die Sanierung der Schwedenstraße in Frage kommen. Golling sprach von einer „knackigen Straße“, deren Sanierung sicher in den Millionenbereich gehen werde.

Auf Antrag des Bürgerblocks wurde die Besetzung der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pöttmes geändert: Manfred Graser ist nun ordentliches Mitglied statt Vertreter, um als Zweiter Pöttmeser Bürgermeister auch als zweiter stellvertretender Vorsitzender der VG-Versammlung gewählt werden zu können. Vorsitzender der VG-Versammlung ist der Pöttmeser Bürgermeister Mirko Ketz, erster stellvertretender Vorsitzender ist Baars Bürgermeister, Roman Pekis. Die neuen Mitglieder des Bürgerblocks in der VG-Versammlung sind nun: Franz Schindele (Vertreter: Wolfgang Baierl), Matthias Bissinger (Anton Neukäufer) und Manfred Graser (Thomas Golling).

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Der Marktgemeinderat beschloss auf Anregung der Kita-Leiterinnen, eine Kita-Info-App einzuführen. Das Miniprogramm für digitale Endgeräte soll den Kitas Kopierarbeit ersparen und den Informationsaustausch mit den Eltern erleichtern: zum Beispiel zu Terminen, Ferien, Nachrichten oder Krankheitsfällen. Die App ist für Eltern kostenlos und funktioniert nach Angaben des Herstellers auch auf älteren Smartphones oder Tablets. Eltern ohne solche Geräte können von den Kitas in einem Schritt per Mail verständigt werden. Die App bietet zudem eine Rückmeldefunktion. Sie kostet die Gemeinde 2000 bis 3000 Euro. Bürgermeister Ketz zufolge hat die Pöttmeser Schule gute Erfahrungen mit einer ähnlichen App gemacht.

Einstimmig verlieh der Marktgemeinderat auf Antrag der CWG-Fraktion dem früheren Bürgermeister Johann Schmuttermeier (CWG) den Ehrentitel „Altbürgermeister“. 18 Jahre, von 1990 bis 2008, hatte Schmuttermeier die Geschicke der Gemeinde geführt. CWG-Fraktionssprecher Alwin Wagner hob exemplarisch für dessen Verdienste den Ausbau des Schimmelwiesbachs, die unter Schmuttermeier begonnene Sanierung des Pöttmeser Marktplatzes, den Umbau der früheren Schlossbrauerei zum neuen Rathaus sowie die Schaffung neuer Baugebiete, unter anderem am Unterfeld in Pöttmes, und des Gewerbegebiets an der Rudolf-Diesel-Straße hervor. Schmuttermeier habe „sehr viel für Pöttmes erreicht“. Bürgerblock und CSU unterstützten den CWG-Antrag. Wie berichtet, hatte der neue Gemeinderat im Mai Schmuttermeiers Nachfolger, Franz Schindele (Bürgerblock, 2008 bis 2020 im Amt), den Altbürgermeister-Titel verliehen. Die vier CWG-Räte stimmten dagegen. Fraktionssprecher Wagner begründete das damals auf Anfrage unserer Redaktion damit, dass Schmuttermeier noch nicht berücksichtigt worden sei. Schindele betonte in der Sitzung am Donnerstag, er habe während seiner Amtszeit bereits bei der CWG angeregt, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Der Markt Pöttmes bewirbt sich um die Teilnahme an einem Modellprojekt des Bayerischen Bau- und Verkehrsministeriums. Sieben Gemeinden erhalten finanzielle Unterstützung und Beratung, um ein Lastenrad-Mietsystem einzuführen. Es geht dabei sowohl um E-Lastenräder als auch welche, die mit Muskelkraft betrieben werden. (Archivfoto: J. Eibl)

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