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Kommunalwahl

07.01.2020

Pöttmeser CSU verliert einen Kandidaten

Bei der Nominierung von Mirko Ketz als Bürgermeisterkandidat der CSU-Ortsverbände Pöttmes und Echsheim: Mirko Ketz (Zweiter von links) und Daniel Andracsek (Vierter von links) mit (von links) Christian Vetter, Beisitzer im CSU-Ortsverband Pöttmes, Landrat Klaus Metzger, Vorsitzende Sissi Veit-Wiedemann, Kreisrätin Stephanie Kopold-Keis und Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko..
Bild: Nicole Simüller, Aichacher Nachrichten

Plus Daniel Andracsek tritt von seiner Kandidatur für den Pöttmeser Gemeinderat und als stellvertretender Ortsvorsitzender zurück. Als Grund nennt er Differenzen.  

Ende November 2018 hat die Pöttmeser CSU ihre Kandidaten für den Marktgemeinderat nominiert, nun hat sie einen von ihnen verloren. Daniel Andracsek teilte am Wochenende mit, dass er seine Kandidatur zurückgezogen hat und gleichzeitig sein Amt als stellvertretender Ortsvorsitzender der CSU Pöttmes niederlegt.

Der 43-jährige Grimolzhausener, der ab November 2016 zunächst Geschäftsführer des Pöttmeser CSU-Ortsverbands und seit Juni 2017 stellvertretender Vorsitzender war, war für Platz 3 der Liste nominiert.

Mit einem Beitrag im sozialen Netzwerk Facebook hat sich Andracsek am Samstag an Vorstand und Mitglieder der CSU sowie in einer E-Mail an die Presse gewandt. Darin heißt es, gemeinsam mit der Pöttmeser Ortsvorsitzenden Sissi Veit-Wiedemann und dem Bürgermeisterkandidaten Mirko Ketz, auch Ortsvorsitzender der CSU Echsheim, sei er „im gegenseitigen Einvernehmen“ übereingekommen, seine Kandidatur für den Marktgemeinderat Pöttmes zurückzuziehen.

Pöttmeser CSU verliert einen Kandidaten

Andracsek: Differenzen in der Kommunikation und Zusammenarbeit

Einige Tage zuvor habe er sich aus dem Wahlkampfteam um Mirko Ketz, Christian Vetter und Stefan Mayer, die auf Platz 1, 2 und 4 der CSU-Liste kandidieren, zurückgezogen. „Hintergrund sind Differenzen in der Kommunikation und der Zusammenarbeit, die ich persönlich sehe“, schreibt Andracsek.

Mit seinem Rückzug als Kandidat für den Marktgemeinderat trete er in logischer Konsequenz auch als stellvertretender Ortsvorsitzender der CSU Pöttmes zurück, so Andracsek.

Gegenüber unserer Zeitung sagt Andracsek, in dem vierköpfigen Wahlkampfteam hätte er sich mehr Einbindung und Abstimmung untereinander gewünscht. Andracsek, der in der Personalleitung arbeitet, sagt, er habe seine Stärken in den Bereichen Organisation, Marketing und Gestaltung gerne eingebracht.

Verhältnis "nie ganz störungsfrei"

Ein Defizit bei seiner Kandidatur war, dass er mit seiner Frau erst 2009 nach Grimolzhausen zugezogen und nicht so bekannt sei. Er habe die Vorstellung gehabt, dass das Wahlkampfteam gemeinsam zu Veranstaltungen gehe, sich abstimme. „Das hat nicht geklappt“, sagt er.

Sein Verhältnis zu Ketz sei „nie ganz störungsfrei“ gewesen, sagt er. Sie seien des Öfteren unterschiedlicher Meinung gewesen. Kritisch habe er einen Vorfall gesehen: Ketz habe zwei Internetnutzer, die sich auf Facebook kritisch über ihn oder die CSU geäußert hätten, „polizeilich überprüft“, so Andracsek. „Ich hab das nicht in Ordnung gefunden.“

Mirko Ketz zeigt sich von den Aussagen überrascht

Mirko Ketz zeigt sich von Andracseks Aussagen überrascht. Dieser habe Ende Dezember seinen Rückzug aus dem Wahlkampfteam und als Kandidat per WhatsApp mitgeteilt. Weil er danach im Urlaub war, habe ein klärendes Gespräch mit ihm und Sissi Veit-Wiedemann erst am Samstag stattgefunden. „Wir haben uns da ausgesprochen“, sagt Ketz. Er hätte sich gefreut, wenn sich Andracsek mit seinem Wissen weiter eingebracht hätte, sagt Ketz. Der Rückzug sei dessen persönliche Entscheidung.

Dass es Differenzen gegeben hat, räumt er ein. Mit dem Fahrplan und der Strategie für den Wahlkampf, die mehrheitlich schon im Sommer festgelegt wurden, sei Andracsek nicht immer einverstanden gewesen.

Ketz: Niemanden in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt

Gegen den Vorwurf, er habe Internetnutzer „polizeilich überprüft“, verwahrt sich Ketz, der als Polizeibeamter arbeitet. Er habe lediglich in frei zugänglichen Quellen nach den Namen gesucht und festgestellt, dass es wohl falsche Profile seien. „Ich habe niemanden in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt“, betont er.

Sissi Veit-Wiedemann war am Feiertag Heilige Drei Könige nicht erreichbar.

Für Andracsek rückt Ersatzkandidatin Heidi Friedrich aus Pöttmes nach, wie Ketz bestätigt. Die 43-Jährige nimmt auf der Liste Andracseks Platz 3 ein.

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