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Banken

19.11.2017

Sparkassen aus Nachbarschaft bleiben auf Fusionskurs

Aus drei mach eins: Dieses Ziel verfolgen die Sparkassen Dachau (Bild), Fürstenfeldbruck, Landsberg.
Bild: Sparkasse Dachau

Gutachten empfiehlt Zusammenschluss von Dachau, Fürstenfeldbruck und Landsberg. Termin: Anfang 2019.

Die Fusion der Sparkassen in den Nachbarlandkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck und Landsberg soll weiter vorangetrieben werden. Einen „Arbeitstitel“ für die neue Bank gibt’s schon: Amper-Lech. Die Sparkassen beziehungsweise ihre Verwaltungsräte folgen damit einer Empfehlung aus einem Mehrwertgutachten. Hintergrund der Fusionsüberlegungen sind die erwarteten zurückgehenden Erträge aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen, der Digitalisierung des Bankwesens und der wachsenden staatlichen Auflagen. Dadurch schmelze der Zinsüberschuss und zugleich wüchsen die Kosten, so der Landsberger Vorstandsvorsitzende Thomas Krautwald. Laut einer Prognose würde zum Beispiel eine eigenständige Sparkasse Landsberg bis 2025 mit einem 52-prozentigen Gewinnrückgang rechnen müsste. Eine Fusionssparkasse würde den Rückgang dagegen auf elf Prozent begrenzen können. Mit höherer Wirtschaftlichkeit könne die regionale Nähe besser erhalten werden, zugleich könne konsequenter in digitale Angebote investiert werden, für Unternehmen wüchsen die Vergabespielräume für Kredite und der Einsatz von spezialisierten Mitarbeitern könne die Bedürfnisse auch kleiner Kundengruppen besser erfüllen. Wenngleich im Zuge einer Fusion Personal eingespart werden soll – die Fluktuation ermögliche gerade bei diesen drei Sparkassen besondere Spielräume. Eine fusionierte Bank biete für Mitarbeiter zudem bessere Karrierechancen und eine größere Arbeitsplatzsicherheit.

Vor einem Monat haben die Ergebnisse eines Gutachtens zur Sparkasse Aichach-Schrobenhausen (Fusion im Jahr 2013) für Verunsicherung bei den Mitarbeitern gesorgt. Wie berichtet, kommen die Berater zu dem Schluss, dass das Geldinstitut enormes Einsparpotenzial habe. Auf bis zu ein Viertel des Personals könne verzichtet werden. Das wären knapp 50 Vollzeitstellen und entspräche einer Einsparung von 1,5 Millionen Euro jährlich. Noch aber ist nicht über einen möglichen Personalabbau entschieden.

Berechnet ist inzwischen, in welchem Verhältnis die drei Sparkassen die neue Fusionssparkasse (Bilanzsumme: Über acht Milliarden Euro) bilden würden: Dachau (40,5 Prozent), Fürstenfeldbruck (37,5), Landsberg (22). Die aufnehmende Bank soll die Sparkasse Dachau werden. Sie hat den größten Immobilienbesitz und so lasse sich die Fusion „grunderwerbsteueroptimiert gestalten“, heißt es. (ger, cli)

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