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Aichach-Klingen

27.02.2019

Tragischer Unfall an Heiligabend: Das Gutachten ist da

Dieser Unfall an Heiligabend sorgte im Landkreis und weit darüber hinaus für Betroffenheit.
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Dieser Unfall an Heiligabend sorgte im Landkreis und weit darüber hinaus für Betroffenheit.
Bild: Erich Echter (Archiv)

Plus Bei dem Unfall an Heiligabend bei Klingen kam ein 68-jähriger Mann ums Leben, eine 18-jährige Frau und ihr einjähriger Neffe wurden lebensgefährlich verletzt.

Wie konnte der schlimme Verkehrsunfall an Heiligabend bei Klingen nur passieren? Diese Frage haben sich seither viele Menschen gestellt, die das tragische Ereignis bewegte. Wie berichtet, war damals ein 68-jähriger Mann ums Leben gekommen. Ein einjähriges Baby und seine 18-jährige Tante wurden lebensgefährlich verletzt. Die Aichacher Polizei ermittelt nun gegen die 18-Jährige wegen fahrlässiger Tötung.

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Das Gutachten zum tödlichen Unfall an Heiligabend ist eindeutig

Inzwischen liegt das Gutachten eines Sachverständigen zum Unfallhergang vor. Es bestätigt die bisherige Annahme der Aichacher Polizei, dass die 18-Jährige den Unfall verursacht hat.

Wie der Aichacher Polizeichef Erich Weberstetter auf Anfrage unserer Redaktion berichtete, steht dem Gutachten zufolge einwandfrei fest: Die 18-Jährige, die auf der Staatsstraße 2047 aus Richtung Wollomoos unterwegs war, kam gegen 13 Uhr mit ihrem Mini kurz vor dem Aichacher Stadtteil Klingen auf die Gegenfahrbahn. Ihr Wagen befand sich komplett auf der rechten Seite. Deshalb hatte der entgegenkommende 68-jährige Mann aus Großpösna in Sachsen keine Chance mehr. Laut Weberstetter versuchte er zwar noch, nach rechts auszuweichen. Doch er konnte den frontalen Zusammenstoß mit dem Mini nicht verhindern. Der 68-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

Tragischer Unfall an Heiligabend: Das Gutachten ist da

Die Verursacherin des Unfalls an Heiligabend steht für die Polizei fest

Wie die junge Frau, die ihren einjährigen Neffen im Auto hatte, so extrem auf die Gegenseite geraten konnte, kann allerdings auch das Gutachten nicht beantworten. Fest steht aber: Sie stand weder unter dem Einfluss von Alkohol noch von Drogen, betont Weberstetter. Spekuliert worden war bereits kurz nach dem Unfall, es könnte das Handy im Spiel gewesen sein. Das kann die Polizei weder bestätigen noch dementieren. Die Handyauswertung liege noch nicht vor, so Weberstetter. Der Polizeichef fasst das Gutachten so zusammen: „Im Grunde gibt es an der Verursacherin nichts zu deuten.“

Bei dem Unfall an Heiligabend wird ein Baby lebensgefährlich verletzt

Die junge Frau, die nach Angaben der Polizei mehrere Knochenbrüche erlitten hatte, konnte eine gute Woche nach dem Unfall das Krankenhaus verlassen. Zu diesem Zeitpunkt lag ihr einjähriger Neffe noch im künstlichen Koma. Was den aktuellen Gesundheitszustand des Babys anbelangt, hat Weberstetter „keine neuen Erkenntnisse“.

Ihre Ermittlungsergebnisse wird die Aichacher Polizei an die Staatsanwaltschaft Augsburg weiterleiten. Sie entscheidet darüber, ob Anklage gegen die 18-Jährige erhoben wird oder nicht.

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