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Sitzung II

01.12.2018

Umwelt- und Naturschutzreferat geht an die CSU

Erol Duman
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Erol Duman

Michaela Böck folgt auf Magdalena Federlin (Grüne). Fraktionsgemeinschaft scheitert mit Vorschlag

Schärfere Töne wurden im Stadtrat angeschlagen, als es um die Besetzung des Referats für Umwelt- und Naturschutz ging. Wie berichtet, hat Magdalena Federlin ( Bündnis 90/Die Grünen) das Amt im Juni niedergelegt.

Die CSU-Fraktion hat nun Michaela Böck für den Posten vorgeschlagen. In der Sitzung selbst schlug Erich Echter (CWG) seinen Fraktionskollegen Erol Duman (BZA) vor. Die SPD hatte keinen Vorschlag eingereicht. Auch die Freie Wählergemeinschaft (FWG) verzichtete, nachdem geklärt war, dass kein Ortssprecher das Amt übernehmen kann. Der Gallenbacher Ortssprecher Josef Neumaier war dafür im Gespräch gewesen. Abgestimmt wurde in alphabetischer Reihenfolge über die beiden Vorschläge, also zuerst über Michaela Böck. Mit 24:6 Stimmen wurde sie gewählt.

Erich Echter meldete sich im Anschluss zu Wort. In anderen Gemeinden würden die Referenten Auskunft über ihre Arbeit geben, in Aichach nicht. „Oder wissen die nix?“, fragte er provokant. Er schlug vor, dass die Referenten künftig berichten sollten. Michaela Böck wünschte er im neuen Amt alles Gute und regte gleich an, sie solle doch dafür sorgen, dass heuer wieder eine Flursäuberungsaktion stattfindet.

Echter hatte bereits im Juni nach dem Rückzug von Federlin die Vergabe der Referate nach der Kommunalwahl 2014 kritisiert. Er sah die CSU überrepräsentiert. Die Fraktionsgemeinschaft aus CWG, FDP und Bündnis Zukunft Aichach (BZA) ist die einzige Fraktion, die keinen Referenten stellt.

Echters Ansinnen stieß in CSU und SPD auf harschen Widerspruch. Helmut Beck (CSU) und Karl-Heinz Schindler (SPD) erklärten dazu, die Referenten berichteten sehr wohl über ihre Arbeit, aber anlassbezogen. Das werde man weiter so handhaben. Hermann Langer (CSU) bot an, er könne seine unentgeltlichen Fahrten als Referent für Freizeit und Erholung zu Spielplätzen gerne aufzulisten. „Man muss halt auch mal Niederlagen akzeptieren können“, sagte er an Echter gewandt. Es sei unangebracht, dieses Thema jetzt aufzugreifen. Georg Robert Jung (FWG) wollte die Schärfe aus dem Wortwechsel herausnehmen. Duman hätte das Amt sicher ebenso gut ausgefüllt wie Böck, war er überzeugt. Helmut Beck legte dagegen nochmals nach: Echters Kritik sei „absolut unangebracht“. Er sei der Meinung, dass eine Entschuldigung angebracht wäre. „Sicher nicht“, entgegnete Echter. Michaela Böck selbst erklärte, sie werde sich bemühen, das Amt ordentlich auszufüllen.

Unproblematisch war dagegen eine weitere Personalie: Patrick Kügle (FDP) ist nun als neues Mitglied in den Stadtrat aufgenommen worden. Wie berichtet hat Edith Lotter ihr Mandat niedergelegt, weil sie aus Aichach weggezogen ist. Die Listennachfolger Ludwig Rüdig und Axel Kern hatten beide abgesagt. Nachrücker Patrick Kügle wurde nun von Bürgermeister Klaus Habermann feierlich vereidigt. Der 40-Jährige betreibt eine PR-Agentur in Aichach und ist zweifacher Vater.

Die Fraktionsgemeinschaft mit der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG), Erich Echter, und Bündnis Zukunft Aichach (BZA), Erol Duman, setzt er fort. Für diese war Edith Lotter im Verwaltungs-, Finanz- und Werkausschuss sowie im Stiftungsausschuss Zweite Vertreterin, ebenso im Bau-, Verkehrs-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss. Beide Positionen übernimmt nun Patrick Kügle. Im Rechnungsprüfungsausschuss, in dem Edith Lotter als ordentliches Mitglied tätig war, übernimmt Erich Echter den Posten. Der Stadtrat stimmte dem unisono zu. (bac)

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