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Gemeinderat

20.05.2015

Wasserwerke am Lechrain sollen zusammenarbeiten

Petersdorf setzt sich für gemeinsamen Betriebszweckverband ein

Bei den kommunalen Wasserversorgern wird es wohl zu einer engeren Zusammenarbeit kommen. An diesem Meinungsprozess sind die drei Gemeinden beteiligt, die zur Verwaltungsgemeinschaft Aindling gehören, also neben Aindling auch Todtenweis und Petersdorf. Außerdem ist die Hardhofgruppe Rehling mit im Boot. Angestrebt wird ein Betriebszweckverband; die gemeindlichen Wasserwerke sollen weiter bestehen. Im Petersdorfer Gemeinderat wurde darüber schon wiederholt nichtöffentlich gesprochen. Am Montag kam im öffentlichen Teil eindeutig zum Ausdruck, dass ein Zweckverband Betriebsführung Lechrain-Gruppe gebildet werden soll.

Das Bayerische Innenministerium plädiert dafür, dass die kleinen Wasserversorger in Betrieb bleiben. Das sei ein „unschätzbarer Vorteil für eine sichere, qualitativ hochwertige und nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser“. Als Argument für eine Zusammenarbeit wurde die Rufbereitschaft angeführt. Sie schlage bei einem Ein-Mann-Betrieb monatlich mit 1600 Euro zu Buche, die vom Arbeitgeber zu tragen sind. Bei drei Partnern ergebe sich eine Einsparung jährlich von 38400 Euro, bei vier Partnern von 57600 Euro. Die Aufwendungen sollen umgelegt werden. Dabei könnten die Fördermenge, Netzlänge, die Anzahl der Wasserversorger und der versorgten Einwohner wichtige Kriterien bilden.

Georg Jakob plädierte dafür: „Es gibt keine andere Möglichkeit. Wir haben gar nicht das Personal dazu.“ Auch Andreas Lamminger argumentierte in diesem Sinne. Man sollte von Anfang an dabei sein: „Dann können wir an der Satzung mitarbeiten.“ Die komplette Runde stimmte zu. Auch im Aindlinger Marktgemeinderat war kürzlich ein einstimmiger Absichtsbeschluss gefallen (wir berichteten).

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Die Gemeinde Petersdorf nimmt nicht an der Bündelausschreibung teil, mit der die kommunale Stromversorgung für 2017 bis 2019 geregelt werden soll. Stattdessen ist bis zum Ende 2015 vorgesehen, dass man auf eigene Faust eine Ausschreibung vornimmt. Bürgermeister Richard Brandner hat da bereits Erfahrungen gesammelt: „Ich habe das vor zweieinhalb Jahren europaweit für die Stadt Aichach gemacht, das ist kein Hexenwerk.“ Auf Antrag Lammingers wurde der Lieferzeitraum noch nicht festgelegt.

Mit dem „Qualitätsbonus plus“ sollen Kindertageseinrichtungen einen zusätzlichen Anschub erhalten. Die Gemeinde muss sich mit dem gleichen Betrag daran beteiligen wie der Freistaat Bayern. Markus Ehm rechnete vor, auf diese Weise könnten „ein paar Tausend Euro“ ins Kinderhaus fließen. Der Gemeinderat stimmte zu; er kann davon ausgehen, dass bei einer der nächsten Sitzungen die Leitung des Kindergartens aktuelle Informationen liefern wird.

Gibt es Zuschüsse, wenn eine Gemeinde Wirtschaftswege ausbaut? Petersdorf kann sich durchaus Hoffnungen in dieser Richtung machen. Wie Richard Brandner betonte, darf es sich dabei um keine Sanierung oder eine Maßnahme zum Unterhalt handeln, sondern um einen Aus- oder einen Neubau. Die Kommune muss nun ein Gesamtkonzept für das Wegenetz mit einer Prioritätenliste für die nächsten zehn bis 15 Jahre vorlegen. Dann steht eine Förderung von bis zu 65 Prozent zur Debatte.

Die drei Feuerwehren im Gemeindegebiet sollen künftig beim Kauf von Ausrüstung ein gemeinsames Angebot einholen. „Wir wollen die Wehren nicht zentralisieren“, erklärte Richard Brandner. Man sei aber bestrebt, die Ausrüstung auf eine einheitliche Norm zu bringen: „Der Schulterschluss zwischen Alsmoos und Petersdorf soll enger werden.“

Für die nächsten Jahre ist eine Budgetierung angedacht. Das bedeutet: Die Wehren würden einen Etat bekommen, über den sie eigenverantwortlich entscheiden können. Der Bürgermeister lobte ebenso wie sein Vertreter Georg Jakob das Engagement der Feuerwehrleute beim jüngsten Tornado: „Seit letztem Donnerstag wissen wir, wie wichtig es ist, dass wir die Wehren richtig ausstatten.“

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