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Dasing/Friedberg

11.10.2017

Wenn ein Stadel abbrennt: Großübung mehrerer Feuerwehren

Den Einsatz bei einem Stadelbrand übten mehrere Feuerwehren in Unterzell
Bild: Dominik Huber

Gemeinsame Großübung der Freiwilligen Feuerwehren in Unterzell

Was in wochenlanger Vorarbeit und Planung begann, endete für viele Feuerwehren mit einer groß angelegten Einsatzübung. Gegen 18.30 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Haberskirch, Stätzling, Wulfertshausen, Paar-Harthausen (alle Friedberg), Taiting-Bitzenhofen und Laimering (beide Dasing) über die Sirene alarmiert. Die Feuerwehren Friedberg und Dasing rückten ebenfalls zur Übung mit an.

Mit dem Einsatzstichwort „Brand 3, Brand einer Maschinenhalle eines landwirtschaftliches Anwesens in Unterzell“ ging es für alle Feuerwehren zu einem großen Stadel der Familie Grossmann, in dem neben landwirtschaftlichen Geräten und Fahrzeugen auch Heuballen gelagert werden. Die erstanrückende Feuerwehr Haberskirch begann mithilfe der nachrückenden Feuerwehren damit, Löschwasserleitungen von einem nahe gelegenen Weiher an das Brandobjekt zu legen. Die Einsatzleitung stellte bei ihrer Erkundung fest, dass drei Personen im Stadel vermisst wurden, weshalb sich sofort Atemschutzgeräteträger in das Objekt begaben, um mit der Suche zu beginnen.

Parallel zu den Maßnahmen konnte mit dem Löschangriff von außen begonnen werden, wobei auch die Drehleiter der Feuerwehr Friedberg zum Einsatz kam. Bei einem Ereignis dieser Größe wird die Einsatzleitung immer durch die ebenfalls alarmierte UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) unterstützt, die wichtige Informationen zusammenträgt, den Kontakt zur Leitstelle hält und die Dokumentation der Einsatzstelle übernimmt.

Auch das Bayerische Rote Kreuz war mit mehreren Fahrzeugen vertreten, um einerseits die Verletzten zu versorgen, aber auch für die eingesetzten Kräfte im medizinischen Falle helfen zu können. Nach und nach konnten die Atemschutztrupps die drei vermissten Personen finden und aus dem Gebäude retten. Um dabei eine realistische Wirkung zu erzielen, waren die geretteten Personen geschminkt und mit diversen „Verletzungen“ ausgestattet worden.

Noch während die Atemschutztrupps mit der Rettung beschäftigt waren, wurde von einem der Trupps ein Notruf abgegeben. Ein Feuermann unter Atemschutz brach bewusstlos zusammen und musste von den bereitstehenden Rettungstrupps gerettet werden. Dieses Szenario hatte sich Kreisbrandmeister Toni Steinhart als Überraschung einfallen lassen.

Nachdem dann alle Verletzten an den Rettungsdienst übergeben waren, wurde nach und nach der angenommene Brand gelöscht und nach etwa einer Stunde konnte an die Leitstelle „Brand gelöscht“ weitergegeben werden.

In einer Nachbesprechung mit allen eingesetzten Kräften dankte Kreisbrandmeister Toni Steinhart, der die Übung vorbereitet hatte, allen Feuerwehrleuten, dem BRK, aber auch den Verletztendarstellern für ihr Engagement. Ein besonderer Dank galt auch der Familie Grossmann, die ihren Stadel für diese Großübung zur Verfügung stellte, und danach alle Kräfte zu einer Brotzeit einlud.

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