Newsticker
RKI meldet 21.683 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 153
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Wie das Ecknachtal wieder naturnah werden soll: Das sind die neuen Projekte

Aichach-Friedberg

04.04.2021

Wie das Ecknachtal wieder naturnah werden soll: Das sind die neuen Projekte

Einer von vielen Gräben zwischen Tödtenried und Sielenbach, an dem sich langsam, aber sicher wieder Blumen und Insekten ansiedeln.
Foto: Alice Lauria (Archivbild)

Seit über einem Jahrzehnt wird daran gearbeitet, dass das Ecknachtal wieder naturnäher gestaltet wird. Ein neuer Sachstandsbericht zeigt die Fortschritte.

Auf den ersten Blick ist alles wie immer. Erst wenn man genauer hinsieht, fällt auf, dass sich das Tal verändert. Der Grund: Seit beinahe zehn Jahren wird es renaturiert. Das heißt, dass der gesamte Bereich des Ecknachtals wieder naturnaher gestaltet werden soll. Was sich bereits getan hat, zeigt ein neuer Sachstandsbericht von BayernNetz Natur - Projekt Ecknachtal.

Neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen im Ecknachtal

Ein wichtiger Schwerpunkt in diesem Jahr ist auch das Monitoring. Im Frühjahr soll erhoben werden, wie viele Tier- und Pflanzenarten sich in dem Gebiet des Ecknachtals neu angesiedelt oder vermehrt haben.

Vor allem den Kiebitzen geht es im Ecknachtal gut: Aus verschiedenen Quellen ist ersichtlich, dass es 2020 zwischen Tödtenried (Gemeinde Sielenbach) und Irschenhofen (Gemeinde Adelzhausen) mindestens vier Brutpaare gab. Auch auf die Pflanzenwelt hat die Renaturierung des Flusses positive Auswirkungen. Die Trollblumen- und Knabenkraut-Bestände blieben stabil. Regelrecht aufgeblüht ist der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Besonders zwischen Morabach (Gemeinde Sielenbach) und Heilbach (Gemeinde Adelzhausen) konnte diese Schmetterlingsart im vergangenen Jahr häufig beobachtet werden.

Flächen können nicht sich selbst überlassen werden

Renaturierung, das ist auch immer ein Balanceakt. Zum einen soll nicht mehr als nötig in die Natur eingegriffen werden. Andererseits können nur durch gezielte Maßnahmen heimische Tier- und Pflanzenarten wieder angesiedelt werden. So ist es zum Beispiel bei einer Fläche am Ufer der Ecknach bei Tödtenried. Dort müssen laut Bericht mehrere Gräben von Erlen und Weiden befreit werden. Nur so kann ein wichtiger Lebensraum für Libellen erhalten werden.

Mitte Januar dieses Jahres fand ein Ortstermin der Arbeitsgruppe Ecknachtal mit wenigen Besuchern in Sielenbach statt. Dort wurden verschiedene Hecken besichtigt und die erforderlichen Pflegemaßnahmen besprochen. Inzwischen wurden diese größtenteils ausgeführt.

In den entsprechenden Bereichen in Tödtenried wurden Gräben so weit wie nötig von Holz befreit. Der erste Ortstermin des Jahres fand in Sielenbach statt. Dort wurden verschiedene Hecken besichtigt. Immerhin muss sichergestellt werden, dass trotzdem noch genug Nistplätze für Insekten und Vögel vorhanden sind.

In diesem Jahr sollen außerdem noch verlandete Tümpel im Gemeindegebiet Sielenbach wieder freigeräumt werden. Ähnliches soll im Ortsteil Stunzberg passieren. Dort soll ein rechteckiger Weiher naturnah umgestaltet werden.

Die Renaturierung kommt auch den Menschen zugute

Aber auch die Menschen sollen nicht zu kurz kommen. Die Gemeinde Adelzhausen hat im vergangenen Jahr zwischen Hauptstraße und Frühlingstraße einen Fußweg entlang der Ecknach angelegt. Außerdem entstand an der Raiffeisenstraße ein kleiner Dorfplatz mit Bänken und Kneippbecken.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren