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Aichach
24.01.2023

Wie der Handwerker-Trick und andere Betrugsmaschen funktionieren

So gehen Betrüger vor: Während die Seniorin vom falschen Handwerker im Bad abgelenkt wird, schleicht sich über die nicht geschlossene Wohnungstüre der Dieb ein.
Foto: Manfred Zeiselmair

Das Präventionstheater "Lug und Betrug" der Kripo klärt Senioren in Aichach unterhaltsam über Enkeltrick & Co. auf. Viele haben schon dubiose Anrufe erlebt.

Ein vermeintlicher Handwerker klingelt an der Wohnungstüre: "Wasserrohrbruch beim Nachbarn? Oh Gott!" – "Kann ich mal bei Ihnen nachschauen?" – "Freilich, kommen S' nur rein." – Während die Seniorin vom "Handwerker" im Bad abgelenkt wird, schleicht sich über die nicht geschlossene Wohnungstüre der Dieb ein. Das ist nur eines von insgesamt sechs Fallbeispielen, die beim Präventionstheater "Lug und Betrug" in Aichach ebenso unterhaltsam wie aufklärend behandelt wurden.

Theatergruppe aus Graben stellt die "Zielgruppe" dar

Zu der Präventionsveranstaltung strömten rund 350 Seniorinnen und Senioren aus Stadt und Land ins Pfarrzentrum. Dort präsentierten Barbara Macheiner und Günter Müller von der Kriminalpolizei (Kripo) Augsburg mit Laiendarstellern ein polizeiliches Lehrstück der besonderen Art. Darin ging es um die vielfältigen Tricks von Betrügern, die es vornehmlich auf die ältere Generation abgesehen haben. Eingeladen hatten die Aichacher Ruheständler, die Stadt Aichach und das Polizeipräsidium Schwaben-Nord. 

Viel Lob ernteten die fünf Laiendarsteller aus Graben für ihr eindrucksvolles und lebensnahes Spiel (im Bild die 75-jährige Siggi Hiebl bei der Reaktion auf einen "Schock-Anruf").
Foto: Manfred Zeiselmair

Wie Hauptkommissar Müller auf Nachfrage erklärt, ist die Idee dazu Anfang 2021 entstanden. Zur Bühnenreife umgesetzt wurde das Stück schließlich mit der Theatergruppe des Musikvereins Graben (Landkreis Augsburg). Die Laiendarsteller mit ihrem Durchschnittsalter zwischen 60 und 75 Jahren wussten die "Zielgruppe" der Betrüger überzeugend darzustellen. Seit knapp zwei Jahren zieht diese "kuriose Mischung aus Schauspiel und Prävention", wie es Ruheständler und Organisator Helmut Beck bezeichnete, nunmehr durch Schwaben und Oberbayern. "Eine derartige Resonanz wie in Aichach haben wir noch nie erlebt", freute sich Müller. 

Wie Inspektionsleiter Michael Jakob berichtete, hat die Aichacher Polizei nahezu täglich mit Trickbetrügern zu tun, die sich vornehmlich ältere Menschen als Opfer aussuchen. Dass Kommentare wie "Das kann mir nicht passieren" oder "Wie kann man nur so dumm sein" dabei völlig unangebracht sind, bewiesen die realitätsnahen Rollenspiele eindrucksvoll. In sechs Einaktern ging es um gewissenlose, meist gewerbsmäßige Betrüger, die mit raffinierten Tricks täuschen, Angst erzeugen und die Gutgläubigkeit der Seniorinnen und Senioren ausnutzen. Mal sind es falsche Handwerker nach einem frei erfundenen Wasserrohrbruch, mal Unbekannte, die "nur kurz eine Nachricht für den Nachbarn schreiben" wollen (Zettel-Trick) oder sich durch Vortäuschen von Unwohlsein (Glas-Wasser-Trick) Zutritt in die Wohnung verschaffen, um daraus Wertsachen zu entwenden.

Bei einem sogenannten Schock-Anruf benötigte eine vermeintlich in Not geratene Enkelin dringend Geld (Enkel-Trick). Und ein Senior, der niemals an einem Gewinnspiel teilgenommen hatte, freute sich zu früh über die Mitteilung "Sie haben 39.000 Euro gewonnen!". Vor der Gewinnauszahlung seien laut Anrufer lediglich 900 Euro an Auszahlungsgebühren fällig. 

Kripo gibt in Aichach nützliche Tipps

Nach jeder gespielten Sequenz klärten die Kripobeamten in lockerer Art über das richtige Verhalten auf und gaben nützliche Tipps dazu. Viel Lob und immer wieder spontanen Zwischenapplaus ernteten die Laiendarsteller. Sie zeigten dabei nicht nur, was die Opfer falsch gemacht hatten, sondern im Anschluss auch, wie man sich in solchen Situationen besser verhält – und dass man selbst Betrüger hereinlegen kann. 

Viel Lob und Applaus gab es für: (von links) Organisator Helmut Beck, Günter Müller und Barbara Macheiner vom Kripo-Präventionsteam, die Darsteller der Theatergruppe Graben Volkmar Angerer, Ulrich Gerum, Siggi Hiebl, Karin Gerum und Edith Wittstock, 3. Bürgermeisterin Brigitte Neumaier und Aichachs Polizeichef Michael Jakob.
Foto: Manfred Zeiselmair

In der Pause war der Infostand der Kripo regelrecht umlagert. Viele tauschten dabei Selbsterlebtes aus. "Sehr überzeugend" fand die Aichacherin Christine Niklasch die gezeigten Beispiele. Sie selbst sei schon einmal durch einen Schockanruf "sehr verunsichert" worden. Die 75-jährige Resi Hager-Wirkner berichtete gleich von mehreren Versuchen unbekannter Anrufer, die sich zum einen als Enkel in Notsituationen ausgegeben, ein anderes Mal über einen angeblichen Geldgewinn berichtet hatten. Glücklicherweise haben die Betroffenen in allen geschilderten Fällen das Spiel der Betrüger durchschaut. 

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