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Aindling: Aindling sucht geeignete Standorte für Windräder

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Aindling sucht geeignete Standorte für Windräder

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    Im Gebiet rund um den Schönbacher Fernsehturm (Gemeinde Hollenbach) liegt auch der Aindlinger Weiler Neßlach. Ob in dessen Umfeld ein Windrad entstehen könnte, soll ein Fachbüro prüfen.
    Im Gebiet rund um den Schönbacher Fernsehturm (Gemeinde Hollenbach) liegt auch der Aindlinger Weiler Neßlach. Ob in dessen Umfeld ein Windrad entstehen könnte, soll ein Fachbüro prüfen. Foto: Martin Golling (Archivbild)

    Um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, baut die Bundesregierung in den kommenden Jahren die Hürden ab, Windräder zu errichten. So werden auch die Sicherheitsabstände verkleinert. Das führt dazu, dass auch viele Gemeinden im Wittelsbacher Land künftig mit Anträgen für Windkraftanlagen rechnen müssen. Um eine gewisse Steuerungsmöglichkeit zu haben, will die Marktgemeinde Aindling Konzentrationsflächen für die Windkraft ausweisen. Der Marktgemeinderat stimmte jetzt geschlossen dafür, ein Fachbüro zu suchen, das geeignete Standorte ermittelt. 

    Die Gremiumsmitglieder waren sich einig: Sie wollen selbst bestimmen, in welchen Gebieten künftig einmal Windräder entstehen könnten. Bürgermeisterin Gertrud Hitzler sagte: "Das Schlechteste wäre, einfach nur abzuwarten und nichts zu tun." Dritter Bürgermeister Josef Gamperl begrüßte es, dass "endlich" bessere Voraussetzungen für erneuerbare Energien geschaffen werden. Jede Kommune könne jetzt die Flächen bestimmen, die geeignet seien. Das eröffne den Investoren eine gewisse Auswahl. 

    Aindling will Empfehlungen abgeben

    Mit der bisher geltenden 10H-Regel in Bayern, bei der ein Windrad einen Mindestabstand vom zehnfachen seiner Höhe zu Wohngebäuden einhalten muss, waren Windräder im Markt Aindling kaum umsetzbar. Zumal auch noch weitere Ausschlusskriterien wie Abstandsflächen zu Straßen, Sicherheitsabstände zu Freileitungen oder Naturschutzgründe dazukamen. Generell soll künftig ein Mindestabstand von 1000 Metern zu Wohngebäuden erhalten bleiben. Es gibt aber diverse Ausnahmen. In Bayern arbeiten die Regionalen Planungsverbände die Kriterien für geeignete Flächen aus und wenden diese auf alle Gemeinden an. Der Markt Aindling will die Ergebnisse des Fachbüros an den Planungsverband weiterleiten, um so eine Empfehlung für das eigene Gemeindegebiet abzugeben. 

    Die Gemeinderäte Josef Settele und Isidor Held wollten von Hitzler wissen, ob die Gemeinde die sogenannte Potenzialanalyse nicht selbst erstellen könnte, auch um sich die geschätzten 10.000 bis 15.000 Euro für das Fachbüro zu sparen? Die Bürgermeisterin verneinte. "Wir haben beispielsweise keine Daten zu Flugverbotszonen", betonte sie. Es gebe zwar bereits eine Vielzahl von Daten und Karten, etwa beim Energie-Atlas Bayern, aber ein Fachbüro habe spezielle Programme, um diese Informationen auszuwerten. Schließlich brauche die Gemeinde fundierte Argumente, um gewisse Gebiete herauszuarbeiten. 

    Zwei mögliche Standorte für Windräder in Aindling

    In einigen Vorbesprechungen war bereits über konkrete, mögliche Standorte diskutiert worden. Settele nannte in der Ratssitzung das Gebiet um Neßlach Richtung Hollenbach, wo sich auch der Fernsehturm befindet. Eine weitere denkbare Möglichkeit wäre laut Hitzler der Staatsforst nördlich von Pichl Richtung Hölzlarn (Markt Thierhaupten). Aber all das seien nur erste Überlegungen. Bei beiden Gebieten müsste mit Nachbargemeinden zusammengearbeitet werden. 

    Doch zunächst müssten die Empfehlungen des Büros abgewartet werden. Diese Ergebnisse sollen dann auch Grundlage dafür sein, den Flächennutzungsplan hinsichtlich Konzentrationsflächen für Windkraft zu ändern. Diese müssen laut Gesetzgeber bis Februar 2024 festgelegt sein. Der Änderung des Flächennutzungsplans stimmten alle anwesenden Gemeinderäte zu. 

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