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Fußball-Bezirksliga

09.03.2019

Abwehrbollwerk Hollenbach vs. Torfabrik Ehekirchen

Rückkehrer Christoph Burkhard und der TSV Hollenbach empfangen am Sonntag Tabellenführer FC Ehekirchen.
Bild: Sebastian Richly

Der Tabellendritte aus Hollenbach erwartet Spitzenreiter Ehekirchen zum Topspiel.

Wenn der Tabellendritte TSV Hollenbach am Sonntag um 14:30 Uhr den Tabellenführer FC Ehekirchen zum Heimspiel empfängt, dann kommt man nicht umhin, von einem Spitzenspiel zu sprechen. Nimmt man die Bezirksligatabelle allerdings etwas genauer unter die Lupe, relativiert sich der Vergleich mit einem Gipfeltreffen dann doch etwas.

Punktemäßig nämlich liegt zwischen dem TSV (35 Zähler) und dem Top-Team aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (45) eine kleine Fußballwelt und auch die Ansprüche beider Clubs klaffen weit auseinander. Dennoch wollen sich die Gastgeber gegen den Aufstiegsaspiranten morgen besser verkaufen als beim Hinrunden-Auftakt in Ehekirchen, wo sie mit 0:4 sang- und klanglos untergingen. „Ihr seid Abstiegsanwärter Nummer eins“, gab ein Ehekirchener Zuschauer Hollenbachs Kapitän Angelo Jakob damals mit auf den Weg in die Kabine, erinnert sich Jakob noch mit einem Lachen. „Abwarten, es ist erst ein Match gespielt“, erwiderte Hollenbachs Mittelfeldmotor trotzig, ohne abzustreiten, dass er und sein Team damals viel zu ängstlich und harmlos agierten. Rund sieben Monate später und nach einer bärenstarken Herbstrunde könne man durchaus zuversichtlich, ohne Druck und frei von Abstiegsnöten dem besonderen Aufeinandertreffen entgegensehen: „Verstecken wollen wir uns nicht, wir werden selbstbewusst an die Sache herangehen und dann mal schauen, was möglich ist“, freut sich Angelo Jakob auf den Vergleich mit dem heißen Landesligaanwärter um Spielertrainer Michael Panknin, der früher für den FC Affing am Ball war.

Die Vorzeichen vor dem Topspiel

Panknin reist mit der treffsichersten Offensive der Liga an (60 Tore) - alleine der Pöttmeser Fabian Scharbatke traf schon 22 Mal ins Schwarze. Allerdings werden Scharbatke und Co. am Krebsbach wohl auf mehr Gegenwehr stoßen, als in den meisten Partien. Stellt der TSV Hollenbach um Abwehrchef Christian Adrianowytsch doch die beste Defensive der Liga. In 19 Partien kassierte man gerade einmal 17 Gegentore. Zwar erwies sich die Defensive des TSV-Teams in einigen Vorbereitungsspielen nicht so ganz sattelfest, doch das war in erster Linie einigen Experimenten im Spielsystem und damit einhergehenden Positionswechsel geschuldet. Außerdem gelang der Adrianowytsch-Elf zum Abschluss der Vorbereitung beim oberbayerischen Bezirksligisten FSV Pfaffenhofen ein achtbarer 2:0-Erfolg und damit eine ordentliche Generalprobe. „Die Vorbereitungsphase war gut, wir konnten wegen der guten Wetter- und Platzverhältnisse immer auf dem Trainingsgelände trainieren“, blickt Jakob zufrieden auf die letzten fünf Wochen zurück.

Kleinere Störfaktoren waren allenfalls leichte Blessuren, die den ein oder anderen Kicker etwas ausbremsten. Gegen Ehekirchen fehlen werden auf Hollenbacher Seite neben dem im Auslands-Praktikum befindlichen Samuel Fischer wohl die nach Verletzungen noch im Aufbau befindlichen Alexander Greifenegger und Dominik Stark. Auch Abwehrspieler Stefan Reggel konnte nach einer Nasenoperation nur leicht trainieren und wird den Hollenbachern im Spitzenspiel fehlen. Ansonsten aber kann Adrianowytsch, in der aktuellen Saison zu Hause noch unbesiegt, seine beste Elf auf den Rasen schicken um den Favoriten herauszufordern. Gespannt darf man am Krebsbach auf Rückkehrer Christoph Burkhard sein. Der Co-Trainer fühlt sich nach eigener Aussage pudelwohl bei seinem Heimatklub und freut sich auf das Derby. „Das wird ein echter Gradmesser für uns. Die Vorbereitung war in Ordnung, aber man weiß nie genau, wo man steht“, so der 34-jährige Ex-Profi. Spätestens am Sonntag weiß man am Krebsbach, wo man steht. (mika)

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