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Handball-Bezirksoberliga

19.11.2017

Aichach stoppt Kissing

Schwerstarbeit mussten die Aichacher Handballer (links Konstantin Schön und rechts Oliver Huber gegen Tim Antonitsch) im Derby beim Kissinger SC verrichten. Vor allem in der langen Unterzahlphase zeigten die Aichacher ihr Können und verdienten sich so den Erfolg beim Landkreisnachbarn.
Bild: Christian Kolbert

Beim 26:22-Sieg in Kissing müssen die TSV-Männer im zweiten Abschnitt mit einer schwierigen Situation fertig werden. Ein Time-out bringt die Wende.

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“ Wenn sich ein Trainer so über seine Leute äußert, dann müssen die Großes vollbracht haben. Die TSV-Schützlinge von Manfred Szierbeck setzten sich am Samstag beim Kissinger SC mit 26:22 Toren durch. Damit ist die Handballmannschaft des TSV Aichach gerüstet für das Gipfeltreffen am kommenden Samstag gegen den TSV Göggingen.

Szierbeck war auch am Tag danach noch richtig aufgewühlt von diesem Landkreisderby in der Bezirksoberliga. Vor allem die zweite Halbzeit hatte nicht nur ihn einige Nerven gekostet. Innerhalb kurzer Zeit wurden gleich zwei Gästespieler mit der Roten Karte ausgeschlossen. Erst erwischte es Philipp Dachser und dann auch noch Oliver Huber. Das führte dazu, dass der TSV beinahe fünf Minuten lang in doppelter Unterzahl auskommen musste. Szierbeck schilderte die Situation so: „Da waren die Jungs ein bisschen undiszipliniert.“ Er spielte auf Szenen an, die sich zuvor abspielten und die ohne Strafen für die Kissinger blieben. Auf der anderen Seite aber zeigten sich die Schiris streng, was die Aichacher zu Protesten animierte. Die Folge waren nicht nur die üblichen Zwei-Minuten-Strafen, sondern gleich doppelt so lange. Und weil es sich damit um den dritten Ausschluss in dieser Begegnung handelte, folgte auch noch die Rote Karte, die aber mit der Schlusssirene abgegolten war.

Aichach mit Sieg der Moral

So ärgerlich die Geschichte für Aichach auch war: Im Nachhinein kann man wohl behaupten, dass sie zum Auslöser für diesen Sieg wurde. „Das hat uns Moral gegeben“, betonte Szierbeck, denn dieser eminent schwierige Abschnitt ging lediglich 2:1 für die Gastgeber aus, die bis auf 18:19 anschlossen. Nach einer Auszeit (Szierbeck: „Das war das Entscheidende“) zog Aichach auf zwei Tore weg und nun musste Kissing mit einem Mann weniger auskommen. Das Duell hätte durchaus noch kippen können, doch in den letzten Minuten stellte der Gästetrainer erfreut fest, wie die anderen Spieler für die ausgeschlossenen Leistungsträger in die Bresche sprangen.

Die Kissinger wirkten hoch motiviert. Schwierigkeiten bereitete ihnen die Umstellung in der TSV-Abwehr, die kurz vor der Pause von einem 6:0- auf ein 5:1-Schema wechselte. Michael Kügle übernahm den vorgezogenen Part. Szierbeck: „Der hat 60 Minuten durchgespielt, er hat alles gegeben.“ Dadurch mussten die SC-Werfer von der zentralen Position auf halbrechts und halblinks wechseln, was ihre Aufgabe erschwerte. Bevor man in Aichach nun ernsthaft an Göggingen denkt, sollen erst die angeschlagenen Handballer ihre Blessuren ausheilen: Oliver Huber, Felix Schilberth und Konstantin Schön.

Kissinger SC Leuprecht, Tolks, Bergner, Ußling, Barth (7/2), Antonitsch (2/1), Simon Schneider (1), Heger (1), Zechmann, Lohse (4), Bieringer, Buschendorf (5), Zaja (2), Torsten Schneider.

TSV Aichach Walther, Czok, Leopold, Kügle (3), Dachser (6), Haas, Braun (1), Bauer (4/2), Oliver Huber (2), Schön (1), Euba (2), Geißreither (1), Schilberth (4), Christoph Huber (2).

Siebenmeter 3:2 Zeitstrafen 5:8 Rote Karten Dachser (42:33) und Oliver Huber (41:30/beide Aichach/jeweils dritte Zeitstrafe)

Frauen Die Aichacher Handballerinnen traten ebenfalls in Kissing an und verloren dort mit 21:32 Toren. Positiv war dabei die Rückkehr von zwei Stützen ins Team. "Bericht folgt

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