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Fußball-Landesliga

16.06.2017

In Aindling rollt der Ball schon wieder

Vor dreieinhalb Wochen endete die Saison, seit gestern rollt der Ball schon wieder beim Trainingsauftakt in Aindling.

Beim TSV Aindling ruhen zum Saisonauftakt die Hoffnungen für die neue Runde nicht zuletzt auf Stürmer-Zugang Simon Fischer. Warum hinter der sportlichen Zukunft von Alexander Lammer ein Fragezeichen steht

Es hat schon Tradition beim TSV Aindling, dass er nach dem Trainingsstart zu Beginn einer Saison die neue Mannschaft vorstellt. Das Gleiche gilt bei dieser Gelegenheit für die Aussagen der Verantwortlichen, wenn es darum geht, was von den Fußballern in der Landesliga Südwest zu erwarten ist. Präsident Ludwig Grammer wünschte sich ebenso wie Josef Kigle (Vorstand Spielbetrieb) attraktive und erfolgreiche Spiele, gerade auch zu Hause. Prognosen in Richtung Bayernliga bekamen die rund 50 Besucher gestern auf der Sonnenterrasse nicht zu hören.

Roland Bahl, 55, der bereits zum fünften Mal am Schüsselhauser Kreuz eine Mannschaft für die neue Runde vorstellt, will ein Stückchen höher hinaus. Die letzte Rückrunde bezeichnete der Trainer als enttäuschend: „Das darf uns nicht mehr passieren.“ Vielleicht sei man zu früh zufrieden gewesen mit dem Erreichten. Das soll sich nun ändern. Bahl: „Ich erwarte auf jeden Fall eine gewisse Weiterentwicklung. Vorne haben wir mehr Alternativen. Die Karten werden neu gemischt.“

Die personellen Veränderungen im Kader sind diesmal geringer als in den Vorjahren. Dass man sich von Simon Fischer, der bei seinem Heimatklub TSV Hollenbach für Furore sorgte, ehe er im Frühjahr in Pipinsried aufs Abstellgleis geriet, nun mehr Durchschlagskraft in der Offensive erwartet, das steht außer Frage. „Man kann einen Aufstieg nicht herbeireden“, weiß Roland Bahl, „aber das ganze Team muss versuchen, dass wir die neue Saison mit mehr Konstanz spielen.“ Über die gesamte Runde sei ein gutes Niveau gefordert. Und zu Fischer meinte er: „Ich glaube, dass Landesliga die richtige Liga für ihn ist mit dem Ziel, dass er für richtigen Wirbel sorgen kann.“ Die Wechselmodalitäten sind bei diesem Stürmer derzeit ebenso wenig geklärt wie bei Christian Wink, der aus Neusäß kommt. In beiden Fällen zeigt sich Kigle aber zuversichtlich.

Ein Fragezeichen steht noch hinter der sportlichen Zukunft von Alexander Lammer. Wird er weiter als Lehrer in Weiden tätig sein, kann er nach wie vor das Trikot des TSV Aindling tragen. Bei einer Versetzung aber an eine andere Schule würde er sich verabschieden. Einige Fußballer fehlten am Feiertag Fronleichnam noch beim Auftakt, etwa Michael Hildmann, Wolfgang Klar und Moritz Buchhart. Sven Wernberger war nur Zuschauer; ein Zustand, der in Kürze enden wird. Ab 28. Juni darf er aus ärztlicher Sicht wieder uneingeschränkt Sport treiben, nachdem ihm nach seiner schlimmen Verletzung in einem Testspiel ein Nagel aus der rechten Wade entfernt wurde. „Es läuft alles hervorragend“, stellte der Keeper sichtlich erfreut fest. Der Eingriff war unumgänglich, nachdem er selbst in jedem Training dieses Metallteil spürte. Bis Wernberger wieder voll eingreifen kann, trainiert Luca Berger, 18, aus dem eigenen Nachwuchs mit. „Ich wünsche dem Conny Höß alles Gute“, meinte Ludwig Grammer mit Blick auf den FC Pipinsried, der nun zwei Ligen höher agiert als der TSV Aindling. Finanzielle Kraftakte, so betonte der TSV-Chef, werde es unter seiner Ägide am Schüsselhauser Kreuz aber nicht geben. Und wie sieht er die Personalie Simon Fischer: „Ich hoffe, dass er einigermaßen das bringt, was wir erwarten.“ Der Spieler selbst wagte sich ein wenig weiter aus der Deckung: „Ziel? Am liebsten das Maximum.“

Auch das Team zwei, das erneut in der B-Klasse kicken wird und derzeit aus 25 Fußballern besteht, durfte sich vorstellen. Sascha Söllner, zuletzt drei Jahre beim TSV Pöttmes, wird Trainer Thomas Grammer unterstützen. Hier geht der Blick mehr oder weniger eindeutig in Richtung A-Klasse. Kigle freut die Entwicklung: „Es war wahrscheinlich unsere beste Aktion, dass wir die zweite Mannschaft ins Leben gerufen haben. Ein toller Haufen.“ Jetzt wird bereits von einem Team drei gesprochen – wie es vor einigen Jahren der Fall war.

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