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Motorsport

10.02.2018

Markus Schormair greift wieder an

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Rennfahrer Markus Schormair bereitet sich auf seine zweite Saison beim ADAC-Juniorcup vor. Für seinen großen Traum legt sich der 19-Jährige mächtig ins Zeug, sowie hier beim Training auf der Rennstrecke in Oschersleben im vergangenen Spätsommer. In dieser Saison will der Aichacher noch besser werden.
Bild: racepixx

Der Motorradfahrer aus Aichach will in seiner zweiten Saison in die Top-Ten. Wie sich der 19-jährige Aichacher auf die Rennen vorbereitet und was er jetzt anders macht

Wenn Markus Schormair sein Visier nach unten klappt und die Ampel aus geht, ist der Aichacher in seinem Element. Dann gibt der Motorradrennfahrer Vollgas und kämpft in der Nachwuchsrennserie ADAC Junior Cup um wichtige Punkte. Wichtig auch deshalb, weil jeder Zähler mit 100 Euro honoriert wird. 28 holte der 19-Jährige in seiner Debütsaison und landete am Ende in der Gesamtwertung auf Rang 16 – dafür gab es nochmals 1300 Euro obendrauf.

Die Saison hat Schormair insgesamt 15 000 Euro gekostet. Die Hälfte übernahmen seine Sponsoren, für den Werkzeugmechaniker im zweiten Lehrjahr und seine Familie also dennoch ein teures Vergnügen. Für die anstehende Saison, die mit dem Trainingsauftakt Ende März in Italien beginnt, ist Schormair noch auf Sponsorensuche. Der 19-Jährige bereitet sich vor. Alle zwei Wochen fährt er nach Reutlingen, um dort auf einem Minibike Runden zu drehen. „Es hilft, um nach der Pause wieder reinzukommen“, erklärt der 19-Jährige. Nebenbei geht der Aichacher Laufen und bis zu sechs Mal pro Woche ins Fitnessstudio: „Zwei Kilo müssen noch runter“, so Schormair, der bei 1,74 Metern derzeit 64 Kilo auf die Waage bringt. „Die Maschinen sind nahezu identisch. Die Voraussetzungen sind für alle gleich. Nur das Gewicht macht einen Unterschied und da zählt jedes Kilo.“ Und außerdem gilt: „Je fitter man ist, desto fitter ist man im Kopf.“

Und den braucht der Nachwuchsfahrer in seiner zweiten Saison. „Ich weiß jetzt, dass ich mehr mit Köpfchen fahren muss. Von außen sieht man das nicht, aber es geht auch viel um Timing.“ 2017 war für den 19-Jähriger vieles Neuland. „Ich habe auch Lehrgeld bezahlt“, erinnert sich Schormair. Bei dem ein oder anderen Sturz sei er nicht ganz unschuldig gewesen. Trotz einiger Rückschläge ist er aber mit seinem Debütjahr zufrieden. „Ich habe mich von Rennen zu Rennen gesteigert und bin immer besser zurechtgekommen.“

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Auf dieses Strecke freut sich Markus Schormair am meisten

Jetzt will er aber noch weiter nach vorne fahren. Regelmäßig in die Top Ten zu kommen ist sein Ziel: „Vielleicht kann ich auch bei einzelnen Rennen das Podest angreifen, aber ich habe da keinen Druck.“ Zwar seien die Erwartungen gestiegen, doch Schormair konzentriert sich auf sich und seine Maschine. „Dabei profitiert der Aichacher aus seinem ersten Jahr: „Ich werde künftig taktischer fahren. das macht viel aus. Ich will aggressiv bleiben, darf aber nicht übermütig werden.“ Erneut tritt Schormair für das Team Südbayern an. Das hilft dem Aichacher. „Ich kenne jetzt die Maschine und kann viel besser an den Kleinigkeiten arbeiten.“ Begleitet wird der 19-Jährige bei den Rennen von Vater Manfred und Mutter Angelika.

Der Motorradliebhaber, der drei Maschinen besitzt, bezeichnet sich selbst als „Perfektionist“. „Ich will immer das optimale rausholen.“ Mittlerweile geht er auch im Vorfeld der Rennen die Strecken ab: „Dann sieht man etwa, wo Bodenwellen sind und weiß einfach bescheid.“ Von April bis September geht es um Punkte. Drei Mal sind die Nachwuchsfahrer dabei im Vorprogramm der Königsklasse, der Moto-GP. An den rennfreien Wochenenden steht Training auf dem Programm. Am meisten freut sich der 19-Jährige auf die Strecke im tschechischen Brünn. „Da kann ich meine Stärken im Eins-gegen-Eins ausspielen.“ Mit Regen hätte der Aichacher auch kein Problem. „Das liegt mir. Dann spüre ich meine Maschine erst richtig.“

Schnellste Rennrunden und besonders elegantes Fahren spielen dabei für Schormair keine Rolle mehr. „Es zählt nur die Platzierung.“ Erst recht, wenn das Visier runter klappt und die Ampel aus geht.

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