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Aichach

13.11.2020

Warum die Ringer des TSV Aichach doch nicht in der Liga starten

Keine Wettkämpfe gibt es in dieser Saison für die Ringer des TSV Aichach (links Daniel Walecki, rechts Obaid Besmella) aufgrund der Corona-Pandemie. Dennoch haben die Athleten viel vor im Training.
Bild: Sebastian Richly

Plus Erst wollten die TSV-Athleten am Ligabetrieb teilnehmen, dann haben die Paarstädter abgesagt. Was dahintersteckt und warum die Trainer trotzdem viel vorhaben.

Groß war die Vorfreude bei den Ringern des TSV Aichach auf die Saison. In der Bayernliga hätte am Wochenende der erste Wettkampf angestanden. Der fand aber nicht statt, genauso wenig wie die insgesamt 14 geplanten Duelle. Schon vor einigen Wochen nahmen die Paarstädter ihre ursprünglich getätigte Zusage zurück. Warum?

Im Sommer sah das noch anders aus. „Für eine Sportart wie unsere ist es wichtig, wahrgenommen zu werden“, so begründete Trainer Moritz Oberhauser die damalige Entscheidung, am Ligabetrieb teilzunehmen. Nun klingt das anders. „Wir hätten gerne mitgemacht, aber wir konnten die Auflagen nicht erfüllen. Der Aufwand wäre viel zu groß gewesen.“ Zum Zeitpunkt der Zusage wäre das Ausmaß noch gar nicht klargewesen, so Oberhauser: „Da war noch alles offen und wir haben uns vorbehalten, im Fall nicht zu melden.“ Dass dies nun eingetreten ist, bedauert Oberhauser: „Wir haben auch ein Konzept ausgearbeitet, aber es hat sich nicht mit den Rahmenbedingungen vereinbaren lassen. Sehr schade, aber es ging nicht.“

Dabei hatte sich das Trainerteam um Oberhauser und Tobis Mustafa sehr auf den Wettbewerb gefreut: „Das wäre sportlich sehr interessant gewesen. Die Bayernliga-Mannschaften wären ohne teure Zukäufe auf die Matten gegangen. Da hätten wir mit unseren heimischen Ringern bestimmt sehr gut mithalten können.“ Doch dann kam es anders. Mittlerweile ist der Ligabetrieb in Bayern komplett abgesagt. Oberhauser: „Vermutlich ist es anderen Vereinen genau gegangen wie uns.“ In der Kontaktsportart Ringen lasse sich der Körperkontakt eben nicht vermeiden. Trotz des fehlenden Ligabetriebs gingen die Ringer seit Ende August wieder auf die Matte. Zunächst wurde in Fünfergruppen trainiert, mittlerweile ist der Kader bis zu viermal pro Woche wieder komplett.

So kämpfen die Aichacher Ringer gegen Corona

Auch das Jugendtraining hat nun wieder begonnen. Oberhauser: „Die Trainingsbeteiligung ist fast besser als in einer normalen Saison. Da merkt man, dass der Sport vielen wichtig ist.“ Die wettkampffreie Saison ist aber auch eine Herausforderung für die Trainer. Oberhauser: „Wir müssen uns nicht spezifisch auf den nächsten Wettkampf vorbereiten, sondern können auch an der Technik feilen. Das ist auch mal ganz schön.“ Seit Anfang November müssen die Aichacher Ringer pausieren.

Moritz Oberhauser und seine Ringer nehmen nicht am Ligabetrieb teil.
Bild: Peter Thurner

Zwar könne das Training die Wettkämpfe nicht ersetzen, dennoch versuchen Oberhauser und Mustafa das Training abwechslungsreich zu gestalten. Wenn möglich, soll es auch einzelne Kämpfe mit benachbarten Vereinen geben. „Das wäre gerade für unsere jungen Kämpfer gut, die noch wenig Erfahrung haben. Vielleicht ist es möglich, Einzelkämpfe zu machen. Wir werden schauen, was möglich ist“, so Oberhauser, der aber auch für 2021 wenig optimistisch ist: „Wir hoffen das Beste, aber die Einzelmeisterschaften werden wohl auch ausfallen.“

Auch das Wittelsbacher-Land-Turnier, das der TSV Aichach für Nachwuchsringer aus mehreren europäischen Ländern ausrichtet, droht auszufallen. In den vergangenen Jahren kamen bis zu 400 Teilnehmer in die Paarstadt. Eine gute Nachricht gibt es aber für die Aichacher. Der Boden in der Vierfachturnhalle ist mittlerweile fertiggestellt. Oberhauser ist zufrieden: „Das ist richtig gut geworden. Wir freuen uns, wieder trainieren zu können.“ Die Sanierung dauerte von März bis September.

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