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Gablingen

26.02.2020

Auf den neuen Gablinger Bürgermeister warten große Aufgaben

Das Ortszentrum von Gablingen ist ein zentraler Punkt in der anstehenden Kommunalwahl.

Plus In Gablingen tritt der amtierende Bürgermeister nicht mehr an. Wir stellen die drei Kandidaten vor, auf die nach der Wahl große Aufgaben warten.

Die Kommunalwahl am 15. März wird, das ist jetzt schon abzusehen, große Veränderungen mit sich bringen. Dabei warten auf die Kommunalpolitiker große Herausforderungen für die kommenden Jahre.

Der erste Umstand, der eine Veränderung bringen wird, ist, dass der amtierende Bürgermeister Karl Hörmann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl antritt.

Ebenso stehen die Wählervereinigungen Lützelburger Liste und Bürgerunion Gablingen nicht mehr zur Wahl und werden daher im künftigen Gemeinderat nicht mehr vertreten sein. SPD und Junge Bürger Gablingen treten aber wieder an.

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Dafür schicken erstmals die Freien Wähler sowie die Grünen Kandidaten für den Gemeinderat ins Rennen. Bei den Freien Wähler will Günther Reichherzer Bürgermeister werden. Für die CSU kandidiert die bisherige Zweite Bürgermeisterin Karina Ruf und als parteiloser Bewerber für den Chefposten im Gablinger Rathaus tritt der frühere Gersthofer Bürgermeister Jürgen Schantin an – mit Unterstützung durch die CSM, welche mit Karl Hörmann bisher auch den Bürgermeister stellte.

Ganz vorne steht das Gablinger Ortszentrum

Eine Reihe von Herausforderungen erwarten die künftige Rathausspitze und die Gemeinderäte. An vorderster Stelle dürfte dabei das Ortszentrum stehen. Zehn Jahre rang der Gemeinderat um die künftige Nutzung des „Gablinger Lochs“ und beschloss am Jahresende 2019, für einen Teil der Fläche Grundstücksverhandlungen mit einem Investor zu führen. Daraufhin starteten die Freien Wähler ein Bürgerbegehren gegen den Verkauf des Grundstücks, dem nun der Gemeinderat ein Ratsbegehren entgegenstellt, das die aktuellen Verkaufspläne bestätigen soll. Am 26. April sollen die Bürger über beide Vorschläge entscheiden. Ein zentraler Wunsch, der in den vergangenen zehn Jahren immer geäußert wurde, ist, dass dort auch Wohnraum für ältere Menschen geschaffen wird.

Eine Aufgabe hat der scheidende Gemeinderat dem Nachfolgegremium aufgetragen: In der Februarsitzung wurde beschlossen, in den nächsten Jahren mehr als eine Million Euro zu investieren, um Wasserleitungen und Abwasserkanäle auf den neuesten Stand zu bringen.

Wie geht‘s mit der Nahversorgung weiter?

Ein Thema, das den Bürgern auf den Nägeln brennt, ist auch die Nahversorgung. So wurde im Sommer die gemeinsame Bankfiliale von Kreissparkasse und VR-Bank geschlossen. Erst nach großem Bürgerunmut und monatelangen Verhandlungen gelang es, die Banken zu bewegen, einen rund um die Uhr zugänglichen Bankautomaten am Rathaus anzubringen. Dieser wurde in der vergangenen Woche eröffnet. Ein zunächst angebotener Automat im Edeka-Markt, der nur zu den Öffnungszeiten des Nahversorgers zugänglich gewesen wäre, reichte den Bürgern als Angebot nicht aus.

Die Gemeinde Gablingen will ihr Ortszentrum aufwerten und deshalb diese Fläche im Ortszentrum bebaut haben. 
Bild: Marcus Merk


Immer wieder moniert wurde in den Ratssitzungen, dass zwar für viele Projekte Geld in den Haushalt eingestellt worden sei – dies aber nicht abgerufen, die Projekte nicht realisiert wurden. Sorgen macht den Gablingern auch, dass es zu wenig erschwinglichen Wohnraum für einheimische Interessenten gibt.

Ebenfalls nicht abschließend geklärt ist, wie die Staatsstraße 2036 in Richtung Heretsried ausgebaut werden soll. Der Ausbau sorgt seit Oktober 2017 für große Aufregung in Gablingen und den Nachbargemeinden. Ein erster Planfeststellungsbeschluss scheiterte nicht zuletzt, weil Gablinger Bürger den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags einschalteten. Der neue Gemeinderat wird sich nun voraussichtlich mit einer zweiten Planfeststellung befassen müssen.

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