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Briefzentrum Gersthofen

31.03.2009

Das Rätsel um das Pulver ist gelöst

Ein leerer Feuerlöscher sorgte am Postzentrum Gersthofen für einen Großeinsatz.
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Ein leerer Feuerlöscher sorgte am Postzentrum Gersthofen für einen Großeinsatz.

Wegen eines ominösen Pulvers ist das Briefpostzentrum in Gersthofen Dienstagabend evakuiert worden. Jetzt ist klar, was dahinter steckt.

Gersthofen (gol/ina) - Das Briefpostzentrum in Gersthofen ist Dienstagabend evakuiert worden. Mitarbeiter hatten ein grau-blaues Pulver gefunden. Mehrere Menschen mussten ins Krankenhaus. Am Abend wurde das selbe Pulver auf einer Straße in Neusäß entdeckt, dort ist es auch an einem Briefkasten aufgetaucht.

Erste Untersuchungsergebnisse, wonach es sich um Düngemittel gehandelt haben soll, wurden am Mittwoch revidiert. Die Polizei teilte indessen mit, dass es sich bei der Substanz um den Inhalt eines Trockenfeuerlöschers handelt. Nicht bekannt ist, wann der unbekannte Täter das Feuerlöschpulver versprühte.

Das Pulver wurde offenbar am oder in einem Briefkasten in Neusäß entleert. Es hatte bei Mitarbeitern des Briefzentrums Irritationen an Haut und Augen ausgelöst. Zehn Angestellte mussten zur Behandlung ins Zentralklinikum gebracht werden. Sie konnten das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung bis zum Abend wieder verlassen.

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Als sie gegen 19 Uhr Transportkisten mit Briefen leerten, entdeckten Mitarbeiter nach Polizeiangaben das chemische Gemisch. Die Angestellten schöpften zunächst keinen Verdacht und reinigten mit einem Staubsauger die Anlage. Kurz darauf klagten mehrere Menschen über Haut- und Augenreizungen.

Das Briefpostzentrum wurde evakuiert, rund 80 Mitarbeiter zeitweilig in der Betriebskantine untergebracht. Etliche Funkstreifenbesatzungen und Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort. Um 23.15 Uhr konnten die Postangestellten wieder ihre Arbeit fortsetzen.

Spur des Pulvers führt nach Neusäß

Nachtschicht für die

Polizei

: Die Beamten überprüften nach dem Vorfall sämtliche

Briefkästen

auf der Suche nach Spuren des Pulvers. Kurz vor 22 Uhr wurde die

Polizei

nach

Neusäß

gerufen. In der

Von-Rehlingen-Straße

wurde das selbe Pulver auf der Fahrbahn entdeckt. Die Straße wurde zeitweilig gesperrt. Die

Feuerwehr

beseitigte die Chemikalie.

Bei den Ermittlungen wurden die Ermittler dann auch an einem Briefkasten im Bereich Lohwald-/Goethestraße in Neusäß fündig. Wie Polizeisprecher Manfred Gottschalk berichtet, wurde hier die größte Menge des Pulvers gefunden. Die Substanz sei regelrecht über und in den Briefkasten gekippt worden.

Bei der Leerung des Briefkastens ist das Pulver dann in die Transportkiste der Post und auf diesem Weg in das Briefzentrum gelangt. Laut Manfred Gottschalk wird in alle Richtungen ermittelt. Auch ein schlechter Aprilscherz könne nicht ausgeschlossen werden.

Der Briefkasten wurde am Dienstag gegen 16.15 Uhr geleert. Die Polizei sucht daher Zeugen, die vor dieser Zeit ungewöhnliche Beobachtungen gemacht haben oder auch Hinweise auf ein vielleicht verwendetes Fahrzeug geben können. Informationen nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

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