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Fischach

15.05.2015

Das „rosa Kampfferkel“ in Reitenbuch

Ein Erlebnis der besonderen Art war für die Teilnehmer der Schwabentrophy das Floßfahren auf dem Kühbach.
Bild: Norbert Haban

Bei der Schwabentrophy machen Jugendliche aus fünf Kinderheimen mit. Es geht um weit mehr als Ausdauer und Geschicklichkeit

Als am Abend ein heftiges Gewitter aufzieht, mussten sie das Flossfahren auf dem kleinen See in Richtung Kühbach kurz unterbrechen. Ansonsten aber verlief bei der Schwabentrophy des Josefsheims in Reitenbuch trotz Unwetter alles wie am Schnürchen.

Bei der Trophy treffen sich alljährlich Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen, um sich miteinander zu messen.

Von Anfang an und somit bereits zum dritten Mal dabei ist die 18-jährige Nina aus dem Frére-Roger-Kinderzentrum in Augsburg. Zusammen mit den anderen Jugendlichen der Gruppe „Die Daltons“ hat sie den ersten Platz beim Wettstreit in Reitenbuch erlangt.

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„Unser Ziel ist es, den Jugendlichen zu zeigen, dass man mit Zusammenhalt und einem guten Team viel erreichen kann“, sagt Norbert Haban, Leiter des Josefsheims in Reitenbuch. Zusammen mit seinen Kollegen aus Memmingen, Kempten, Friedberg und Augsburg, veranstaltete er bereits zum dritten Mal die Schwabentrophy, einen Wettestreit, bei dem über 30 Jugendliche aus verschiedenen Kinderheimen in ganz Schwaben in Disziplinen wie Bogenschießen, Klettern, Radfahren oder Geschicklichkeitsaufgaben gegeneinander Antreten.

Im Mittelpunkt solle aber das Miteinander stehen, erklärt Norbert Haban. Deshalb gebe es auch jedes Jahr den Preis des „rosa Kampfferkels“, der für besondere Anstrengung verliehen werde. Dieses Mal ging der Ehrenpreis an „Die Spätzle“ vom Gerhardingerhaus in Kempten, die zugleich den zweiten Platz in der Gesamtwertung ergattern konnten.

Angereist sind die Jugendlichen der umliegenden Einrichtungen bereits am frühen Morgen der zweitägigen Veranstaltung. Nach einem gemeinsamen Frühstück machten sie sich auf, um einen spannenden Tag voller Herausforderung, Spannung und Abwechslung zu erleben. „Am meisten Spaß hat mir das Kistenstapeln gemacht“, erzählt die 16-jährige Pia.

Sozusagen als menschlicher Kran musste sie, gesichert von den anderen Teammitgliedern, so viele Kisten wie möglich Aufeinanderstapeln. „Das war nicht leicht und es funktioniert nur, wenn die anderen dich richtig lenken“, sagt Pia. Auch das Zelten am Abend war ein Highlight für sie. Die Jugendlichen trotzten dem durchwachsenen Wetter und ließen sich ihre gute Laune bei Lagerfeuer und Grillwurst nicht vermiesen.

Auch für Norbert Haban war die diesjährige Schwabentrophy wieder ein voller Erfolg. Er ist sich sicher, dass sie auch im nächsten Jahr wieder stattfinden wird. „Dann aber vielleicht mal woanders“, sagt er. Wie wäre es zum Beispiel bei den Kollegen in Kempten?

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