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Projekt

09.08.2018

E-Mobilität: Was Dinkelscherben sparen könnte

Gemeinderäte beschäftigten sich mit Strategien für die Zukunft und stellen Förderanträge

Wird Dinkelscherben ein Vorreiter in Sachen E-Mobiliät? Was hinter dem Megathema steckt, erklärte in der jüngsten Gemeinderatssitzung Frank Steinbacher vom gleichnamigen Consulting-Büro aus Neusäß. Er ist davon überzeugt, „dass der elektrifizierten Mobilität die Zukunft gehören wird“. Das Gefährt der Zukunft werde mit Strom laufen, so Steinbacher. Und die Kommunen hätten die Aufgabe, sich um diese Infrastruktur zu kümmern. Dafür müsste aber zunächst ein kommunales Elektromobilitätskonzept erstellt werden, was der Bund fördert. Dinkelscherben stellt jetzt einen entsprechenden Antrag.

Wie das strategische Projekt aussieht und was es beinhalten kann, versuchte Steinbacher den Gemeinderäten darzustellen. Er sagte: E-Mobilität sei mehr als nur ein E-Auto oder eine Steckdose. Sie müsse als große Vernetzung verstanden werden. Welches Potenzial sich daraus ergibt – nämlich eine regionale Wertschöpfung – erklärte Steinbacher am Beispiel der Gemeinde. In Dinkelscherben gebe es rund 4100 Privatfahrzeuge, die jährlich etwa 56 Millionen Kilometer zurücklegen. Steinbacher errechnete dafür Spritkosten von 5,6 Millionen Euro im Jahr. Und kam zu dem Schluss, dass mehr als 50 Prozent dieser Treibstoffkosten mit der E-Mobilität eingespart werden könnten. Unter dem Strich stünden in der Region über vier Millionen Euro zusätzlich an Kaufkraft zur Verfügung. Die Stromerzeugung und -verteilung werde so ein noch stärkerer regionaler Wirtschaftsfaktor. Derzeit werden in Dinkelscherben von Photovoltaikanlage rund 13,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Steinbacher ist davon überzeugt, dass die Elektrifizierung im ländlichen Raum ein größeres Potenzial als in der Stadt habe. Denn: „Dort kann sie besser und wirtschaftlicher funktionieren.“ Apropos Photovoltaik: Auf dem Dach der Reischenauhalle und dem südlichen Nebengebäude wurde eine neue Anlage errichtet. Die Gemeinde nimmt dafür rund 104000 Euro in die Hand. Wie Kämmerer Georg Vill erläuterte, würden sich Kosten in 15 bis 16 Jahren amortisieren.

In Zukunft gerichtet ist auch die Förderinitiative Innen statt Außen, die Gunther Wild von „Die Städtebau – Kommunalberatung“ aus Gersthofen erläuterte. Im Kern geht es ums Flächensparen: Gemeinden sollen sich vorrangig der Entwicklung von Flächen in den Orten verschreiben. Dadurch erhöht sich beispielsweise die Städtebauförderung. Wild erklärte: „Das heißt aber nicht, dass sich in den Außenbereichen nichts mehr tut.“ Mit den neuen Fördermöglichkeiten soll der Markt konkret die Entwicklung des Bahnhofareals angehen.

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