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Gemeinderat

24.12.2019

Ein neue Rettungswache in Emersacker

Um die schnelle Versorgung der Bevölkerung mit Rettungsdiensten zu verbessern, soll eine neue Rettungswache in Emersacker entstehen.
Bild: Florian Ankner

Eine Untersuchung kommt zu dem Schluss: Es gibt zu wenig Rettungswagen im Holzwinkel. Offenbar soll deshalb eine neue Wache entstehen. Außerdem wird im Gemeinderat über Legionellen in der Krippe diskutiert

Eigentlich sollten Rettungskräfte spätestens nach zwölf Minuten bei ihrem Patienten sein. Häufig – insbesondere auf dem Land – dauert es aber länger. Im Holzwinkel soll das künftig anders werden.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Michael Müller, dass Emersacker offenbar für die Einrichtung einer Rettungsstation vorgesehen ist, damit die Rettungskräfte im Notfall schneller vor Ort sind. Offizielle Unterlagen habe er bisher nicht, jedoch hätten die Malteser ein Gespräch mit ihm geführt, so Müller. Demzufolge soll in Emersacker ab Oktober 2020 an sieben Tagen der Woche und zwölf Stunden am Tag ein Rettungswagen mit Team stationiert werden. Benötigt werden dafür Garage, Aufenthaltsraum und Toilette.

Bereits im Sommer wurde bekannt, dass der Bedarf für eine neue Rettungsstation im Holzwinkel groß ist. So das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) in München. Regelmäßig erstellen die Experten Trend- und Strukturanalysen, um auf Defizite aufmerksam zu machen.

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Kommt es momentan zu einem Notfall in diesem Gebiet, eilen meist die Rettungskräfte des Roten Kreuzes in Zusmarshausen oder die Helfer vor Ort aus Welden herbei. Letztere sind ehrenamtliche Ersthelfer, welche vom Roten Kreuz der Feuerwehren eingesetzt werden. Sind die Retter in der näheren Umgebung im Holzwinkel verhindert, schickt die Leitstelle andere Rettungsmittel oder Helfer aus den anliegenden Gebieten. Je nach Einsatzort kommen sie zum Beispiel aus Gersthofen, Neusäß, Zusmarshausen oder Wertingen.

Können die vorgeschriebenen zwölf Minuten zwischen Eingang des Notrufes und Ankunft der Helfer nicht eingehalten werden, muss das Team die Ursache gegenüber der Leitstelle begründen können. Wenn es zeitlich eng wird, sorgt ein Hintergrundsystem des Roten Kreuzes in der Regel dafür, dass sich parallel mehrere Helfer auf den Weg machen.

Weniger erfreulich waren Müllers Nachrichten aus der Kinderkrippe. Dort gibt es nach Wasseruntersuchungen eine erhöhte Legionellen-Konzentration. Betroffen seien zwei wenig genutzte Waschbecken. Legionellen sind Bakterien, die gesunden Menschen in der Regel nichts anhaben. Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie aber gefährlich werden. Die Bakterien vermehren sich bevorzugt bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Genau das könnte laut Bürgermeister das Problem sein, denn für die Sicherheit der Kinder ist in den Waschbecken ein Verbrühungsschutz eingebaut, damit das Wasser maximal 37 Grad Temperatur erreichen kann. Auf diese Schutzfunktion würde der Rathauschef auch nur ungern verzichten. Eine Lösung könnte sein, den Boiler abzuklemmen, sodass künftig nur noch kaltes Wasser aus dem Hahn kommt. Die Eltern sollen in einem Informationsschreiben über das Bakterienvorkommen informiert werden.

Finanziell kann die Gemeinde Emersacker wieder durchatmen. Derzeit befinden sich fast 1,5 Millionen Euro auf den Konten. Ein Teil des im Frühjahr benötigten Kassenkredites wurde bereits zurückgezahlt, eine weitere Million Euro soll noch in diesem Jahr abgewickelt werden. Außerdem stehen noch 900000 Euro an Einnahmen aus Bauplatzverkäufen aus. Nachdem mittlerweile alle Bauplätze verkauft sind, sind hier auch noch weitere Einnahmen zu erwarten. „Die Finanzen sehen also ganz gut aus. Gleichwohl stehen wir vor neuen Herausforderungen“, so Michael Müller.

Besprochen wurde im Gemeinderat in der Weihnachtssitzung der Investitionsplan für 2020. Unter anderem sollen im neuen Haushalt 20000 Euro für ein Kanalkonzept, 150000 Euro für die Sanierung der Sportplatzstraße, 80000 Euro für Brückensanierungen, 300000 Euro für die Sanierung des Kindergartens, 500000 Euro für das Mansardengebäude, 20000 Euro für den Hochwasserschutz und 15000 Euro für ein Blockheizkraftwerk eingestellt werden.

Der Musikverein Emersacker erhält – unter anderem für die musikalische kostenlose Umrahmung zahlreicher gemeindlicher Veranstaltungen – einen kulturellen Zuschuss von 2500 Euro. „Die Musikschule würde uns mehr kosten“, argumentiere Gemeinderat Markus Hafner. (mit kinp)

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