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Gessertshausen

08.04.2016

Eine Gemeinde startet in den Wahlkampf

Claudia Schuster, Bürgermeisterin von Gessertshausen, tritt im September wieder an.
Bild: diverse

Im September sind Bürgermeisterwahlen. Heute Abend will die CSU nominieren. Klar ist: Claudia Schuster will weitermachen.

Die Gemeinde Gessertshausen startet in den Bürgermeister-Wahlkampf: Heute Abend wird der CSU-Ortsverband als erste Partei ihren Kandidaten nominieren. Und doch kommt der erste Name, der als Kandidat bereits genannt ist, von einer anderen Gruppierung: Bereits auf dem Neujahrsempfang hatte Bürgermeisterin Claudia Schuster angekündigt, für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Die offizielle Nominierung solle Ende April oder Anfang Mai folgen, sagte sie jetzt auf Nachfrage, der genaue Termin sei aber noch nicht bekannt.

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Am 18. September wird es in Gessertshausen Bürgermeistewahlen geben. Der Grund, warum dort völlig außer der Reihe gewählt wird, immerhin waren die Wahlen zum Gemeinderat vor zwei Jahren gemeinsam mit den Kommunalwahlen in ganz Bayern, reicht bis ins vergangene Jahrhundert zurück. Damals war 1986 Bürgermeister Georg Lautenbacher aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Sein Nach-Nachfolger Anton Mayer, heute Gemeinderat, erwog zwar einmal die Rückkehr zum üblichen Wahltermin, schließlich blieb es aber doch beim außertourlichen Rhythmus.

Bei der Wahl 2010 hatte Claudia Schuster, übrigens die erste Frau an dieser Stelle in Gessertshausen, mit einem Ergebnis von 50,61 Prozent der gültigen Stimmen ihre Konkurrenten Otto Hochmuth (CSU; 34,18 Prozent) und Roman Winnerl (SPD; 15,2 Prozent, heute Gemeinderat) hinter sich gelassen. Damals wie heute hat Claudia Schuster als Bürgermeisterin keine FW-Mehrheit im Gemeinderat hinter sich. Im Unterschied zu 2010 hat jedoch auch die CSU ihre absolute Mehrheit im Gemeinderat eingebüßt.

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Noch unklar ist, wie sich beiden anderen aktuell im Gemeinderat vertretenen Fraktionen, SPD und Grüne, verhalten werden. „Wir haben uns bereits grundsätzlich Gedanken um die Bürgermeisterwahl gemacht“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Karl Bauer, der auch dritter Bürgermeister ist. Die seien aber noch nicht abgeschlossen. Bei den Grünen zeichne sich laut Gemeinderätin Karin Kowalke ab, dass es keinen eigenen Kandidaten geben werde. Die Grünen stellen mit Werner Pux aktuell den zweiten Bürgermeister.

Orstverbandsvorsitzender Jürgen Mögele stellt sich unterdessen auf eine ruhige Versammlung heute Abend ein: Bislang sei nur ein einziger Kandidat bekannt. Vor sechs Jahren hatte es noch mit Wolfgang Buhl und Otto Hochmuth zwei Bewerber um den Kandidatenposten gegeben, wobei sich Hochmuth damals durchgesetzt hatte. „So eine Nominierung darf auch mal ohne Streit abgehen“, meint Mögele.

Kontroverse Themen, die den Wahlkampf voraussichtlich bestimmen werden, gibt es derzeit ohnehin in der Gessertshauser Kommunalpolitik: Wie berichtet, sucht der Gemeinderat nach einem Weg, doch noch in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans mit den Plänen für eine Umfahrung der Ortsdurchfahrt zu kommen. Für Diskussionen uns sogar die Bildung einer Interessengemeinschaft sorgt auch das Vorhaben des Gemeinderats, den Weiherhof zu sanieren und als Unterkunft für Flüchtlinge an das Landratsamt zu vermieten.

Termin Die CSU trifft sich am heutigen Freitag, 8. April, um 19.30 Uhr zur Jahreshauptversammlung und zur Nominierung des Bürgermeisterkandidaten in den Zech-Stuben. Dabei werden auch Landrat Martin Sailer aus dem Kreistag und Landtagsabgeordnete Carolina Trautner aus dem Landtag berichten.

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