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Bildung

26.07.2018

Erste Entwürfe für Ausbau der Helen-Keller-Schule

Kreisräte diskutieren über Pläne für Klassenräume und Mensa

Eine Mensa, zusätzliche Klassenzimmer und Fachräume für Ganztagsangebote, Werken und Musik: Die Helen-Keller-Schule in Dinkelscherben soll um diese Räumlichkeiten erweitert werden. Die Pläne, wie der Ausbau aussehen könnte, wurden im Kreisbauausschuss in einer Machbarkeitsstudie vorgestellt.

An dem sonderpädagogischen Förderzentrum des Landkreises ist grundsätzlich ausreichend Platz vorhanden, um in alle Richtungen zu erweitern. Doch Architekt Frank Lattke aus Augsburg, der die Studie betreut, sagt: „Nach Süden geht es nicht. Nach Westen gibt es eine freie Wiese, doch das ist ein wichtiger Spielraum für die Kinder. Deshalb haben wir den Anbau an der Ostseite angelegt.“ Diese Variante favorisiert auch die Gemeinde.

An der Nordseite könnte die einstöckige Mensa für die Helen-Keller-Schule gebaut werden. Das Gebäude schließt direkt an die Aula und die Pausenhalle an. Weil der Platz wegen der Hanglage begrenzt ist, könnten Küche und Nebenräume in den Hang eingeschoben werden. Ulrike Höfer (CSU) merkte an: „Im Norden auf dem Hang befindet sich der neue Bienenlehrpfad. Ich hoffe, dass ihn das Mensa-Gebäude nicht tangieren könnte.“

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Östlich des Hauptgebäudes der Schule befindet sich derzeit noch eine Freifläche mit Parkplätzen. Dort könnte der zweigeschossige Erweiterungsbau errichtet werden. In dem Neubau wäre dann unter anderem Platz für die Ganztagsschule, einen IT-Raum, Werkräume, ein SMV-Zimmer, fünf neue Klassenzimmer und einen Musiksaal. An dieser Stelle fragte Joachim Schoner (Grüne) nach: „Wieso kann das bestehende Gebäude nicht aufgestockt werden?“ Architekt Lattke erklärte: „Das hatten wir anfangs auch überlegt, aber es funktioniert nicht. Für eine Aufstockung ist das Tragwerk des alten Gebäudes nicht ausgelegt.“

Wird die Helen-Keller-Schule nach Osten erweitert, entsteht allerdings ein Problem. Durch den Neubau entfallen 27 Parkplätze, die man bisher aus nördlicher Richtung erreicht. Für die 34 Lehrer und das Schulpersonal müssen deshalb neue Parkplätze geschaffen werden. Außerdem wünscht sich der Markt Dinkelscherben zum Schulgelände und zum Kindergarten eine Zufahrtsstraße, die im Südosten von der Kreisstraße zum Areal hinführen soll. Am Rande dieser Zufahrt könnten dann neue Parkplätze für die Grund- und Mittelschule und die Helen-Keller-Schule, aber auch für Kindergarten und Sporthalle geschaffen werden.

Bisher gehören die Grundstücke des Areals allerdings noch nicht dem Landkreis, sondern der Marktgemeinde. „Bevor mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann, muss deshalb die Grundstücksübertragung mit Dinkelscherben abgesprochen sein“, sagte Kreisbaumeister Frank Schwindling. „Städtebaulich sitzen wir mit der Gemeinde in einem Boot.“ Aber laufe das nicht auf irgendeinen Deal hinaus, dass sich der Landkreis an der Zufahrtsstraße beteilige, wollte Franz Neher (SPD) wissen. Schwindling antwortete: „Natürlich will Dinkelscherben seine Kosten niedrig halten. Genauso will der Landkreis auch nur die Kosten tragen, die er übernehmen muss.“ Wenn sich Landkreis und Gemeinde einigen, könnte nach bisherigem Stand im Frühjahr 2022 mit dem Bau begonnen werden, im Herbst 2024 könnte die Erweiterung fertig sein. Etwa 5,4 Millionen Euro sind in der Machbarkeitsstudie dafür veranschlagt.

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