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Neusäß

27.06.2019

Georg Heinloth ist seit 50 Jahren gerne Pfarrer

Georg Heinloth hat die Priesterweihe vor 50 Jahren erfahren. Zum goldenen Weihejubiläum am Sonntag ist eine kirchliche Feier geplant. Für Heinloth ist wichtig, dass es ein Fest des Glaubens und der Kirche wird.

Am Sonntag wird das Fest zum goldenen Weihejubiläum in St. Thomas Morus in Neusäß gefeiert. Was der Priester über die heutige Kirche denkt.

Es ist ein nicht allzu häufiges Freudenfest der Kirche und der Gläubigen, das am kommenden Sonntag, 30. Juni, in St. Thomas Morus in Neusäß begangen wird. Pfarrer Georg Heinloth feiert dann sein goldenes Weihejubiläum. Ein Tag, an dem vor allem die Treue und Verbundenheit zur Kirche im Mittelpunkt stehen sollte, findet der Jubilar.

Erst seit knapp vier Jahren ist Georg Heinloth übrigens ein Täfertinger. Aus Thannhausen stammend, hat er sein Berufsleben in Mittelfranken verbracht. Gleich nach dem Abitur habe er sich noch als junger Mann für den Weg des Theologiestudiums und des Priesteramts entschieden. „Das war damals der klassische Weg.“ Wobei er diese Entscheidung fürs Leben mit seiner lebenslangen Treue und Bindung durchaus mit der Entscheidung für einen Ehepartner vergleicht: Auch da hoffe und wolle man, dass es für immer halte. Auch wenn man am Anfang nicht wisse, was einen denn nun wirklich erwarte. Nach 50 Jahren als Priester sagt der 76-Jährige: „Ich habe es nicht bereut und würde mich wieder so entscheiden.“ Wobei er durchaus meint, dass die katholische Kirche nicht unschuldig daran sei, dass sie heute einen schwereren Stand habe als noch vor 50 Jahren zu Beginn seiner Tätigkeit. Doch die oft wahrgenommene „Problemkirche“ sei nur eine Seite. Was er auch sieht: „Es gibt eine bodenständige Kirche, die deshalb nicht rückständig, sondern nah bei den Menschen ist.“

„Der Schuldienst ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig“

Nach ersten beruflichen Stationen in Nürnberg, Wassertrüdingen und einer Zwischenstation in Ingolstadt kam der Pfarrer Anfang der 70er-Jahre in jene Stadt, in der er schließlich bis zu seinem Ruhestand bleiben sollte, nämlich nach Schwabach. Der Priester studierte noch einmal und war schließlich hauptamtlich als Religionslehrer am Adam-Kraft-Gymnasium tätig, einer mit bis zu 1500 Schülern sehr großen Schule. „Der Schuldienst ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig“, sagt er über diese Jahre. Dennoch: Immer wieder habe es auch überraschende und bereichernde Begegnungen mit den jungen Leuten gegeben.

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Der Schuldienst, am Ende war Georg Heinloth Studiendirektor, war jedoch nicht seine einzige Aufgabe. Ab 1985 baute er als Pfarrer eine neu gegründete Kirchengemeinde in Schwabach auf. 30 Jahre war er dort tätig, ab 2005 betreute Pfarrer Heinloth nebenamtlich als Kirchenrektor die Filialkirche Maria Königin des Friedens in Schwabach-Eichwasen. Und auch heute, in seinem Ruhestand, ist er noch Pfarrer zur Mithilfe in der Pfarreiengemeinschaft Neusäß. Seinen Ruhestand muss Georg Heinloth nicht allein verbringen. Heute lebt er mit seiner langjährigen Haushälterin, Ingeborg Sumser, in deren Elternhaus. Schon vor 30 Jahren haben Heinloth und Sumser das Anwesen dafür umgebaut. „Sie war nie die klassische Pfarrhaushälterin“, betont Georg Heinloth, sondern habe ihm den Haushalt ehrenamtlich als Oberstudiendirektorin geführt.

Das goldene Priesterjubiläum beginnt am Sonntag, 30. Juni, um 10 Uhr in St. Thomas Morus mit einem Gottesdienst. Die Predigt hält Professor Ludwig Mödl aus München. Im Anschluss an den Festgottesdienst gibt es einen kleinen Stehempfang im Pfarrsaal.

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