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Wirtschaft

20.03.2013

Mehr Platz für alte und neue Unternehmen

Mehr Platz für alte und neue Unternehmen
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Neues Gewerbegebiet richtet sich an kleinere und mittlere Firmen

Neusäß Es ist das erste seit 20 Jahren: Die Stadt Neusäß hat jetzt den ersten Spatenstich zu einem neuen Gewerbegebiet getan. Die rund 13 Hektar (130000 Quadratmeter) große Fläche liegt im Stadtteil Täfertingen zwischen Entlastungsstraße und Nord-Süd-Spange ganz in der Nähe der Autobahnausfahrt Neusäß. Das neue Gewerbegebiet soll vor allem heimischem Gewerbe Platz für Betriebserweiterungen bieten. Die Grundstücke würden aber auch Interessenten von außerhalb angeboten werden, so Bürgermeister Hansjörg Durz beim symbolischen ersten Spatenstich.

Insgesamt fünf Gewerbegebiete gibt es in der Stadt Neusäß, doch freie Flächen haben Unternehmen hier schon lange nicht mehr gefunden. Im zentralen Gewerbegebiet Neusäß-Mitte halten lediglich noch einige der Firmen Erweiterungsflächen vor. In Vogelsang können noch 5000 Quadratmeter auf der Fläche der ehemaligen Firma Löflath-Erdbewegung verpachtet werden, in Täfertingen-Nord stehen zudem vier Grundstücke, allerdings aus privater Hand, zum Verkauf.

Logistik sitzt zentral im Güterverkehrszentrum

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Im benachbarten Güterverkehrszentrum (GVZ) Augsburg, einem Gemeinschaftsprojekt von Neusäß mit Gersthofen und Augsburg, können sich ausschließlich Logistik-Unternehmen ansiedeln. Das jetzige neue Gewerbegebiet hingegen wird sich vor allem an Firmen aus dem handwerklichen Bereich wenden. Gerade aus dieser Branche hat es in den vergangenen Jahren auch immer wieder Nachfragen um Erweiterungsflächen gegeben. Schon im April soll dort der Erschließungsausbau mit Kanal- und Straßenbau beginnen, insgesamt bringt die Stadt Neusäß dafür rund zwei Millionen Euro auf. Ab dem Herbst könnten die ersten Betriebe mit dem Bau ihrer Gebäude beginnen, so Bürgermeister Hansjörg Durz – ernsthafte Interessenten gebe es, einige sind sich mit den derzeitigen Eigentümern der Flächen schon einig.

Kein Einzelhandel an der Entlastungsstraße

Einzelhandel wird es im Gewerbegebiet „Nördlich der Entlastungsstraße“ übrigens nicht geben. „Da ist sich der Stadtrat einig, dass der Handel im Stadtzentrum bleiben soll“, erklärt der Bürgermeister. Mehr als ein Drittel der gesamten Gewerbefläche der Stadt liegt direkt im Zentrum. Hier finden sich zwei große Einkaufsmärkte, ein Bekleidungs- und Sportspezialist sowie kleinere und handwerkliche Einzelhandelsgeschäfte und -betriebe. Direkt daneben sind aber auch galvanische Werke, ein Druckfarbenhersteller oder eine große Klimatechnik-Firma zu finden. Weitere Gewerbegebiete gibt es in Neusäß an der Piechlerstraße sowie in Ottmarshausen auf dem Hausergelände, in Täfertingen-Nord gegenüber der Gailenbacher Mühle sowie in Vogelsang an der B300. Hauptsächlich kleinere und mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe sind in der Stadt zu Hause – „ein ausgewiesenes Industriegebiet haben wir nicht“, so Susanne Mullack, in der Stadt Neusäß für die Wirtschaftsförderung zuständig.

Das sieht in der Nachbarstadt Gersthofen ganz anders aus. Auf 350 Hektar Fläche, das sind 3500000 Quadratmeter, finden hier Industrie- und Gewerbefirmen sowie viele Einzelhandelsunternehmen ihren Platz und bieten aktuell 12000 Arbeitsplätze. Im Mai wird der Automobilzulieferer Borscheid+Wenig mit Sitz in Diedorf zwischen Autobahn und Staatsstraße seine neue Produktionsstätte mit 130 Arbeitsplätzen eröffnen. „Die gewerbliche Entwicklung in Gersthofen ist momentan sehr gut“, sagt Stadtbaumeister Thomas Berger. Ein Wermutstropfen könnte der Abzug von 250 Arbeitsplätzen des Roboterherstellers Kuka nach Augsburg sein. „Das würde ich sehr bedauern“, so Bürgermeister Jürgen Schantin. "Kommentar

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