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Zusmarshausen

11.01.2017

Neuer Pächter fürs Lagerhaus

Hubert Meixner (rechts) betreibt künftig das Lagerhaus in Zusmarshausen. Die Raiffeisenbank Augsburger Land West, im Bild Vorstand Hermann Scherer, hat es an ihn verpachtet.
Bild: Marcus Merk

Die Firma Meixner übernimmt das Raiffeisen-Warenhaus in Zusmarshausen. Was das für die Kunden bedeutet.

Die Bauern laden mit ihren Schleppern dort Dünger ein, Gartenbesitzer kaufen Erde, Tierbesitzer Nahrung für Hunde, Katzen, Hühner: Im Raiffeisen-Lagerhaus Zusmarshausen gibt es Produkte für Landwirtschaft, Haus und Garten. Seit Jahrzehnten hat die örtliche Raiffeisenbank den Handel betrieben. Das ändert sich nun. Rückwirkend zum 1. Januar hat ihn die Firma Hubert Meixner übernommen, die direkt gegenüber Geschäft und Werkstatt hat.

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Raiffeisen-Lagerhäuser gibt es schon seit etwa 130 Jahren. Sie gehörten früher zum Kerngeschäft, wurden die Genossenschaftsbanken doch einst zur Unterstützung der Landwirte gegründet. Schon seit Jahren werden allerdings immer mehr Lagerhäuser umfunktioniert, weil die Banken das Geschäft abgeben. In Freihalden (Jettingen-Scheppach) zum Beispiel ist dort die Feuerwehr untergebracht, in Walkertshofen soll das Lagerhaus demnächst zum Bürgersaal umgebaut werden. Nach Angaben des Genossenschaftsverbands gibt es noch 99 Raiffeisen-Warenbetriebe in Bayern.

Die Zukunft des Zusmarshauser Lagerhauses habe ihn und die Gremien schon viele Jahre lang beschäftigt, sagt Hermann Scherer, Vorstand der Raiffeisenbank Augsburg Land West. „Das Ziel war, dass wir das Haus langfristig halten, aber nicht mehr selbst betreiben.“ Im Bereich der Raiffeisenbank Augsburger Land West war das Lagerhaus Zusmarshausen das einzige, das die Bank noch selbst betrieb. Das wesentlich kleinere in Dinkelscherben sei seit Jahren verpachtet, erklärt Scherer; in Zusamzell und Unterschöneberg seien die Schützenvereine eingezogen.

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Nun hat die Bank also auch den Betrieb in Zusmarshausen abgegeben. Ein Verkauf des Gebäudes – es steht hinter dem Feuerwehrhaus – sei aber nicht infrage gekommen, betont Scherer: „Eigentum geben wir in der Regel nicht her, es ist ja das Vermögen der Mitglieder.“ Doch das Lagerhaus weiter selbst zu betreiben, das sei schwierig: „So einen kleinen Warenbetrieb als eigenständige Abteilung zu betreiben, ist für eine Bank mit 150 Mitarbeitern schwer.“ Die Vorschriften seien streng, Vertrieb und Verwaltung aufwändig. Auch die Urlaubsvertretung sei bei nur zwei Mitarbeitern kompliziert. In der Firma Meixner gegenüber, die bisher fünf Mitarbeiter hatte, gibt es dagegen diese Strukturen schon, das neue Angebot passe zum bestehenden, sagt Hubert Meixner. Er führt den Betrieb schon in dritter Generation.

Sein Großvater hatte ihn 1933 als Landmaschinenwerkstatt gegründet. Mittlerweile nähmen aber Fahrräder, Forst- und Gartengeräte den größeren Teil des Geschäfts ein. Meixner betont, dass er das Lagerhaus langfristig weiterbetreiben will. Zurzeit baut er innen ein bisschen um. Dazu ist gerade ein guter Zeitpunkt, denn der Hochbetrieb beginnt erst wieder im Frühjahr. Das Angebot werde gleich bleiben, eher sogar größer werden. Auch die Öffnungszeiten bleiben. Die beiden Mitarbeiter Christian Eberhardt und Klemens Krebs hat Meixner von der Bank übernommen.

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