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Landkreis Augsburg

13.07.2010

Süße Fruchtfolge

Luise Tietze, Verkäuferin am Erdbeerstand. Fotos: Mirela Delic
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Luise Tietze, Verkäuferin am Erdbeerstand. Fotos: Mirela Delic

Die letzten Erdbeeren warten darauf, gegessen zu werden. Nachschub folgt: Die Himbeersaison hat schon begonnen. Von Mirela Delic

Saftig, groß und tiefrot sollen sie sein: Auf den Himbeerfeldern in Neusäß und Stadtbergen des Gessertshauser Obstbauern Josef Kraus haben schon die ersten Feinschmecker mit dem Selbstpflücken angefangen. Die Himbeersaison habe vor einer Woche begonnen, sagt Kraus, seit 27 Jahren Obstbauer und Besitzer von 14 Feldern voll der süßen Früchte. Die Saison für Erdbeeren dagegen neigt sich zu Ende - Kraus schließt seine Felder bis Ende der Woche.

Sonnenbrandgefahr

Die Erdbeersaison habe dieses Jahr wegen der starken Regenfälle und des kalten Wetters ungefähr zehn Tage später angefangen. Dazu kam das "andere Extrem", die starke Hitze, sagt Kraus. Denn das heiße Wetter wäre nicht nur für Menschen eine Belastung, sondern auch für die Pflanzen. Sie könnten "Sonnenbrand bekommen", welcher an weißen Flecken erkennbar wird.

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Kraus spricht von einem "schwachen Erdbeerertrag" in diesem Jahr. Aber das sei nicht so schlimm, "denn wer mit der Natur arbeitet, muss mit solchen Widrigkeiten klarkommen." 2003 sei es ähnlich schlecht gewesen, das passiere immer mal wieder. "So wird es doch erst spannend", sagt er.

Galine Ernst nutzt die letzten Tage, um ihre Familie mit frischen Erdbeeren zu versorgen. Sie pflückt fast jede Woche, so viel sie kann. Das sind meistens fünf bis zehn Kilo. Zur großen Freude ihrer Kinder, denn Galine Ernst macht gerne und regelmäßig Erdbeereis. Dass diese Woche mit dem Erdbeersegen Schluss ist, überrascht sie. "Ich finde doch noch genug Beeren. Sie sind nur etwas klein und weich, aber sehr süß."

Das erste Mal in dieser Saison ist Friederike Schulz nach Neusäß zum Himbeerenpflücken gekommen. Sie wohnt in Augsburg, aber macht sich gerne auf den Weg, um sich die "ganz frischen" Früchte selbst zu holen. Erdbeeren pflückt sie regelmäßig, "immer so ein bis zwei Kilo", um daraus Marmelade und Gelee einzukochen oder sie einfach nur pur zu essen.

Ebenfalls Himbeer-Liebhaberin ist Angelika Vogtmann. Sie pflückt gern selbst, "weil die Beeren dann frischer sind". Ihr Motto: "Frisch pflücken und gleich essen." Allerdings bäckt sie auch gerne mal einen Kuchen oder kocht Marmelade. Für die Kinder gebe es zum Frühstück dann nur eins: Muttis selbst gemachte Marmelade.

Irmgard Graf steht in einem Erdbeerstand der Firma Kraus bei Neusäß. Seit zwei Jahren verkauft sie Beeren. Obwohl die Saison zu Ende geht, kommen am Morgen vor der starken Mittagshitze um die 30 Kunden, die sich die letzten süßen Beeren nicht entgehen lassen. Sie selbst genießt die Erdbeeren am liebsten pur oder als Kuchen. "Aber Erdbeerlimes schmeckt uns auch gut." Das beliebte Rezept gibt sie ihren Kunden mit.

Ein paar Tipps hat auch Beerenexperte Josef Kraus auf Lager:

Beim Pflücken die Beeren nicht zu stark drücken und ganz vorsichtig pflücken.Die Himbeeren nicht waschen, sonst werden sie zu weich. Kühl gelagert sind sie lange haltbar. Und wie isst er die süßen Früchte am liebsten? "In allen Variationen und jeden Tag." Von Mirela Delic

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