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Schule

07.11.2019

Vom friedlichen Schulklima bis hin zum Schwimmcamp

Andreas Tepper ist der neue Konrektor an der Mittelschule in Meitingen.
Bild: Steffi Brand

Andreas Tepper ist nun Konrektor an der Mittelschule in Meitingen. Was er mit Jura zu tun hat und was er vorantreiben will

Andreas Tepper, der neue Konrektor an der Meitinger Mittelschule, ist ein waschechter Meitinger. Der 44-Jährige kommt aus dem Ortsteil Langenreichen. Sein Referendariat nach dem Studium hat er in Dillingen absolviert. Auch in Höchstädt hat Tepper einst unterrichtet, bevor er nach zwei Jahren als mobile Reserve eine Stelle an der Meitinger Mittelschule angeboten bekam. Mittlerweile ist Tepper nicht nur im achten Jahr Lehrer an der Schule, sondern seit diesem Schuljahr auch Konrektor.

Was wie ein klassischer Lebenslauf klingt, verbirgt auf den zweiten Blick doch etwas, was nur wenige wissen. Tepper hat – bevor er beschlossen hat, Lehrer zu werden – acht Semester Jura studiert. Erst dann habe er gemerkt, dass ihm der Job als Lehrer eigentlich viel mehr Spaß machen würde, ein Lehramtsstudium begonnen und abgeschlossen. Parallel zum Lehramtsstudium hat er ein Magisterstudium absolviert mit der Fächerkombination aus Geschichte, evangelischer Theologie und Politikwissenschaften. Abgeschlossen hat er dieses Magisterstudium allerdings nicht. „Es fehlt ein Hauptseminarschein, meine Magisterarbeit sowie die Abschlussprüfung“, erklärt er und verweist auf die Zeit, die ihm dafür fehle.

Inhaltlich ist Tepper seinen Themenschwerpunkten treu geblieben – und diese liegen fernab von den klassischen MINT-Fächern. Der 44-Jährige unterrichtet an der Mittelschule die Fächer Deutsch, GSE (Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde), Englisch, Ethik, Kunst sowie Wirtschaft und Technik – aktuell 19 Unterrichtsstunden. Über die Lehrer an der Mittelschule Meitingen gerät Tepper beinahe ins Schwärmen. Vor allem der menschliche Umgang miteinander und die niedrige Hierarchieschwelle im Kollegium an der Schule gefallen ihm. „So stelle ich mir Schule vor“, erklärt er.

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Als neuer Konrektor an der Mittelschule will Tepper vor allem das weiterführen, was er von seiner Vorgängerin, Rosmarie Gumpp, sowie von Bernhard Berchtenbreiter, dem Rektor der Mittelschule, der im Jahr 2017 in den Ruhestand gegangen ist, über Jahre hinweg gelernt hat. Sie bezeichnet er als seine „pädagogischen Vorbilder“.

Wichtig sind dem 44-Jährigen ein friedliches Schulklima, das Werteerziehungskonzept, das sich an die fünften und sechsten Klassen richtet, und die politische sowie historische Bildung, die allein schon seines Studiums wegen ein Steckenpferd des Langenreichers ist. Eine Bildungsexkursion nach Berlin mit zahlreichen Eindrücken unter dem Motto „von der Diktatur zur Demokratie“, ein Besuch in Dachau sowie politische Inhalte in den Fächern Deutsch und GSE einfließen zu lassen – das ist sein persönlicher Anspruch für seine Lehrertätigkeit.

Darüber hinaus hat er es sich zur Aufgabe gemacht, die Initiativen zu unterstützen, die aus dem engagierten Kollegium stammen. So möchte sich Tepper für die Idee eines Schwimmcamps starkmachen, das Konzept der Mattenpädagogik weiter im Unterricht anbieten und die P-Klassen intensiv betreuen. Auch die Digitalisierung liegt Tepper am Herzen. Die Idealvorstellung von Unterricht basiert für den Lehrer allerdings mitnichten rein auf der Nutzung des Tablets. „Man kann nicht nur mit dem iPad kreativ sein, sondern auch mit Wachsmalkreide und Pinsel“, erklärt der Konrektor. Auch grundlegende Dinge, wie das Anlegen einer E-Mail-Adresse oder das Verschicken einer PDF-Datei, seien deutlich wichtigere Bausteine im Zuge der Digitalisierung als beispielsweise das bei Schülern so beliebte „Daddeln“ oder die Nutzung eines Hotspots, um online zu sein.

Privat schlägt Teppers Herz vor allem für den Fußball. Seit 30 Jahren ist er Mitglied beim FC Bayern München. Beim FC Langenreichen ist Tepper im Vorstand aktiv, trainierte einst die Jugend und nun die Erwachsenen. Und wenn darüber hinaus noch Zeit bleibt, verbringt der 44-Jährige diese beim Lesen von englischen Krimis. In seinem Bücherregal stehen sowohl Klassiker wie Sherlock Holmes als auch Werke von Ian Rankin.

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