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Landkreis Augsburg

14.01.2020

Wo lohnt sich Sonnenstrom wirklich?

Wo auf Dachflächen im Landkreis Aichach-Friedberg eine Photovoltaikanlage sinnvoll ist, lässt sich jetzt im Internet ablesen. 
Bild: Marcus Merk (Symbol)

In Augsburg und Aichach-Friedberg gibt es ein interessantes Beratungsangebot. Weshalb dieses im Landkreis Augsburg noch auf sich warten lässt.

Wer sich die Stadt Aichach im Solardach-Atlas des Landkreises aus der Vogelperspektive ansieht, der entdeckt viele grüne Häuser. Grün ist in diesem Fall sehr gut, denn es bedeutet „gut geeignet“ für Photovoltaik-Anlagen. So wie in Aichach sieht es auch in allen anderen Kommunen im Landkreis aus. Dieses Potenzial, auf erneuerbare Energien auf den Dächern zu setzen, soll jetzt noch stärker genutzt werden.

Deshalb hat der Landkreis jetzt den Solardach-Atlas vorgestellt und hofft, dass diesen möglichst viele Bürger nutzen. Wer die Seite im Internet aufruft, kann sein eigenes Haus im Wittelsbacher Land suchen und prüfen, ob es für eine Photovoltaik-Anlage zur Stromgewinnung oder sogar für Solarthermie zur Gewinnung von Wärme geeignet ist. Jedes Gebäude im Landkreis ist in dem Verzeichnis erfasst. Auch die Stadt Augsburg hat ein ähnliches Angebot.

Und der Landkreis Augsburg: Hat ein derartiges Kataster schon vor zwei Jahren beschlossen. Personelle Engpässe verhinderten aber bislang die Umsetzung, andere Punkte erhielten den Vorzug. nach Auskunft des landratsamtes soll es aber in diesem Jahr soweit sein – im herbst soll auch für das Augsburger Land ein Solarkataster vorliegen.

Wo lohnt sich Sonnenstrom wirklich?

Regelmäßig Solarberatungen und Solarvorträgen im Landkreis

Nach dem Ausschreibungsprozess und der letztendlichen Auftragsvergabe wird es geschätzt rund vier Monate dauern, bis das Projekt abgeschlossen sein wird. Im Bereich Solar war der Landkreis bisher zudem nicht untätig: Neben den regelmäßigen Solarberatungen und Solarvorträgen feierte im vergangenen Jahr der Tag des offenen Stromspeichers Premiere - auch dieses erfolgreiche Konzept soll dieses Jahr neu aufgelegt werden.

Im Nachbarlandkreis Aichach-Friedberg betreut Stefanie Schmaus von der Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt das Projekt federführend. Sie ist sich sicher, dass neue Solaranlagen auf den Dächern für eine erhebliche CO2-Einsparung sorgen könnten. Die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen liege heutzutage im Eigenverbrauch, nicht mehr in der Einspeisungsvergütung.

So funktioniert der Solardach-Atlas

Schmaus demonstrierte, dass sich der Nutzer beim Solardach-Atlas ein einfaches, unverbindliches „Angebot“ erstellen lassen kann. Dazu kann er beispielsweise angeben, ob er einen Speicher für die Solarenergie einbauen oder Solarthermie zur Heizungsunterstützung nutzen will. Zudem erfährt er, wo genau auf seinem Dach Module angebracht werden könnten. Schmaus verwies aber darauf, dass es sich bei all den Informationen nur um Ersteinschätzung handle, die nicht die konkrete Planung von Fachleuten ersetzten. Bundesweit gibt es bereits mehrere hundert Solarkataster. Das in Aichach-Friedberg hat knapp 70000 Euro gekostet und gilt auch als Beitrag zum Klimaschutz.

In diesem Bereich gibt es auch im Augsburger Land eine ganze Reihe von Initiativen der öffentlichen Hand. Ob es nun die schon erähnte Solarstromberatung ist, ob es die Tage des Passivhauses sind oder das Stadtradeln. In diesem Jahr soll es unter anderem in Gersthofen einen Energiecheck geben: Dabei werden Eigentümer genauso wie Mieter eine Stunde lang kostenlos von einem neutralen Experten beraten.

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