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Gersthofen

13.09.2019

Ist das wieder die Flutlichtallergie?

Das Bild täuscht. Nicht der SC Bubesheim (links Hakan Polat) wurde vom TSV Gersthofen in die Knie gezwungen, sondern die Lechstädter (rechts Rudi Kine) vom Spitzenreiter, der nun zu einem Alleingang anzusetzen scheint.
Bild: Marcus Merk

TSV Gersthofen kann im Spitzenspiel den Alleingang des Tabellenführers SC Bubesheim nicht verhindern

„Wenn es in der Liga weiter spannend bleiben soll, dann sollten wir nicht verlieren“, meinte Klaus Assum, der Abteilungsleiter des TSV Gersthofen, vor dem Gipfeltreffen der Fußball-Bezirksliga Nord zwischen dem Tabellenvierten und dem aktuellen Spitzenreiter SC Bubesheim. Dieses Vorhaben ist gestern Abend nicht gelungen. Die Gersthofer scheinen wieder an ihrer Flutlichtallergie zu leiden, denn schon zum zweiten Mal in Folge verloren sie unter dem künstlichen Licht mit 0:2.

„Wir sind der Jäger“, verfrachtete Assum seine Mannschaft in die Außenseiterrolle. Immerhin waren die Gäste mit der Empfehlung der besten Abwehrreihe (sechs Gegentreffer) und des zweitbesten Angriffs (20 Einschüsse) angereist. Doch dieser Rolle wurde man nicht gerecht. Wenn man der Jäger sein will, genügt es nicht, sich nur auf die Lauer zu lagen. Dann sollte man schon eine gewisse Aktivität bei der Pirsch an den Tag legen. So war in der Halbzeitpause auf der Tribüne statt von „Halali“ von „Angsthasenfußball“ die Rede.

Beide Mannschaft waren zunächst sehr auf Ballbesitz angelegt. Der Tabellenführer machte das allerdings wesentlich besser, entwickelte daraus wesentlich mehr Gefahr, während die Platzherren das Quergeschiebe übertrieben und nach vorne keine Ideen entwickelten. Ein Einwurf ging dann nach hinten los. Hakan Polat nutzte den Fehler, zog auf und davon, seine Flanke legte Patrick Merkle für Baris Aciköz quer, der unbehelligt zum 0:1 einschießen konnte (31.) . Mit dieser schönen Kombination hatte der Spitzenreiter eiskalt zugeschlagen.

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Kurz vor der Pause die erste Gelegenheit für den TSV Gersthofen. Der Kopfball von Nico Baumeister nach Flanke von Sebastian Lux hatte jedoch nicht genügend Schmackes dahinter, so dass SCB-Schlussmann Simon Zeiser glänzend parieren konnte. Das 0:2 verhinderte anschließend TSV-Torhüter Niklas Gordy gegen Baric Aciköz nach einem klassischen Konter über Hakan Polat (45.).

Nach dem Wechsel erhöhte der TSV Gersthofen endlich die Intensität. Der Schuss von Rudi Kine war jedoch zu schwach, um Zeiser zu gefährden (51.), Nico Baumeister köpfte eine Flanke von Ibrahim Neziri vorbei (53.) und nur eine Minute später hätte er auf den besser postierten Ricardo Anzano abspielen müssen. Der langsam erwachte Jagdinstinkt des TSV Gersthofen wurde aber schnell im Keim erstickt. Steffen Hain nickte nach einer Ecke zum 0:2 ein (58.). Unmittelbar zuvor hatte Gordy gegen den brandgefährlichen Polat pariert.

Mit einem Doppelwechsel reagierte das Gersthofer Trainergespann auf den Rückstand. Doch auch Spielertrainer Mario Schmidt und Torjäger Ferkan Secgin konnten dem Spiel keine Wende mehr geben. Der TSV drückte zwar permanent, doch fand man gegen den nur noch auf Konter lauernden SC Bubesheim, der stehend K.o. war, den Weg nicht ins Tor. Ferkan Secgin traf nur den Pfosten (88.), Schmidt schoss auf der Linie den Torwart an (90.).

„Unglaublich! Der Ball wollte einfach nicht rein“, stöhnte Klaus Assum, „aber die Erde dreht sich deshalb trotzdem weiter.“

TSV Gersthofen: Gordy – Lux, Gai, Wagemann, Wiesmüller (62. Schmidt) - Okan Yavuz – Anzano (59. Durner), Kine, Oktay Yavuz, Neziri (62. Secgin) – Baumeister.

SC Bubesheim: Zeiser – Glöckle, Schäfer, Lacic, Demir, Seibold, Aciköz, Schnell, Hain, Polat (78. Schmidt), Merkle (70. Tugay).

Tore: 0:1 Aciköz (31), 0:2 Hain (58.). – Schiedsrichter: Felix Wagner (JFG Aschberg). – Zuschauer: 250.

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