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Bezirksliga Süd

16.11.2019

Keine Verbeugungen machen

Keine Verbeugung wollen Fabian Krug und Torhüter Dzemal Abazi vom SV Cosmos Aystetten vor dem TSV Friedberg. Der Spitzenreiter will keinen Schlendrian einreißen lassen und den Gegner nicht unterschätzen.
Foto: Oliver Reiser

Aystettens Trainer Marco Löring hat Grund zum Strahlen, warnt aber vor Überheblichkeit, den TSV Friedberg zu unterschätzen

Noch nie ist es ihm leichter von den Lippen gegangen. „Was soll ich sagen? Derzeit passt wirklich alles“, schmunzelt Coach Marco Löring nach dem 2:0-Sieg seines SV Cosmos Aystetten im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Süd gegen den unmittelbaren Verfolger TV Erkheim. Nach neun Siegen in Folge und neun Punkten Vorsprung auf den Rest der Liga herrsche bei den Cosmonauten aktuell „völlige Zufriedenheit“.

In der Suppe, die für den Höhenflug des Landesliga-Absteigers verantwortlich ist, schwimmen laut Löring gleich mehrere Zutaten. Zum einen sei es die enorme Qualität, die der Kader aufgrund minimalster Verletzungssorgen derzeit konstant auf den Rasen bringe. Zum anderen aber auch der Anreiz, der Wille und der Ehrgeiz, nach den anfänglichen Schwierigkeiten und Punktverlusten wieder in die Spur finden zu wollen. „Und natürlich die kurze Hose“, erfreut sich der 37-Jährige trotz sommerlichem Dresscode bei winterlichen Temperaturen bester Laune.

Und dennoch ist der Ex-Profi vorsichtig und mahnt, die Erfolgswelle bringe viele Tücken mit sich. „Man muss vorsichtig sein, nicht in Überheblichkeit zu verfallen“, appelliert Löring. Gerade gegen Gegner, wo man meine, diese am Vorbeigehen schlagen zu können, müsse man noch mehr für den Erfolg arbeiten. Gemeint ist damit auch der TSV Friedberg. Denn der abstiegsbedrohte Aufsteiger kommt nach dem Trainerwechsel mit Markus Specht allmählich in Fahrt. Jüngster Coup war der 2:1-Sieg gegen Türkgücü Königsbrunn.

„Ich habe bereits nach dem Hinspiel gesagt, dass sie keine schlechte Mannschaft sind. Jetzt bekommen sie die Qualität allmählich auf den Platz. Das wird eine harte Nummer“, ist sich der 37-Jährige sicher.

Im Hinspiel gab’s für die Friedberger eine 0:5-Klatsche. „Aber vielleicht ist gerade diese haushohe Favoritenrolle der Aystetter ein Ansporn“, hofft TSV-Trainer Markus Specht. Denn gegen hoch eingeschätzte Mannschaften hat sein Team oft gut ausgesehen. „Es wird Zeit, dass wir auch mal zu Hause wieder überraschen.“ Denn vor eigenem Publikum haben die Friedberger nur vier von 19 Punkten geholt. „Wir werden uns nicht verstecken“, verspricht der TSV-Coach.

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