Fußball

25.05.2019

Nochmals aufstehen!

Steh auf, wenn du Aystetter bist! Xevalin Berisha, der hier von Betreuer Michael de Bur behandelt wird, ist einer der angeschlagenen Spieler beim SV Cosmos Aystetten. Am Sonntag im Rückspiel gegen den SVN München müssen jedoch nochmals alle Alles geben.
Bild: Marcus Merk

Kann der SV Cosmos Aystetten gegen den SVN München einen 0:3-Rückstand wettmachen? Wie Trainer Marco Löring das Wunder bewerkstelligen will

Die Vorbereitung auf das Rückspiel gegen den SVN München begann bereits unmittelbar nach dem Schlusspfiff in der Kabine. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich jetzt ärgern, dass sie trauern oder Frist schieben können – aber am nächsten Tag muss alles vergessen sein“, plauderte Trainer Marco Löring, was nach der 0:3-Niederlage im ersten Relegationsspiel zur Landesliga im Allerheiligsten des SV Cosmos Aystetten vor sich gegangen ist. „Jetzt gilt die ganze Konzentration dem Rückspiel“, so der Coach, dem der Appetit noch nicht gänzlich vergangen war. „Wir können diese Mannschaft 3:0 schlagen“, sagte er trotzig und biss herzhaft in die mitgebrachte Schnitzelsemmel.

Auch am nächsten Tag war Marco Löring davon überzeugt, dass man noch nicht in der Bezirksliga angekommen ist: „Es ist nicht so, dass ich sage, wir haben keine Chance mehr. Im Fußball kann viel passieren.“ Natürlich klammert man sich da an Fußball-Wunder, wie erst kürzlich in den Halbfinalspielen der Champions League geschehen, als der FC Liverpool und Tottenham Hotspurs nach schier aussichtslosen Rückständen noch zurückgekommen sind.

Das Spiel im Münchner Osten sei einmal mehr ein Spiegelbild der abgelaufenen Saison gewesen. „Es läuft alles perfekt gegen uns. Wir machen vernünftige Spiele, dann passiert ein individueller Fehler oder der Gegner schießt Sonntagstore“, erinnert sich Marco Löring an die drei Gegentreffer innerhalb einer Viertelstunde. „Ansonsten waren wir gleichwertig. Lediglich ein Tor hat uns gefehlt.“

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Dabei wäre ein Auswärtstreffer in diesem Europapokal-Modus so wichtig gewesen. Doch es war wie verhext. Schon vor dem 0:1 verfehlte Thomas Hanselka per Kopf das Ziel und Florian Linder traf zweimal in bester Position den Ball nicht. In der letzten Viertelstunde schoss Maximilian Heckel seinen eigenen Mannschaftskameraden an und Julian Bergmeir versagten frei vor dem Torhüter die Nerven. Löring raufte sich die Haare. Im Tor der Neuperlacher wird in der kommenden Saison übrigens Lukas Hohenberger stehen. Der Aystetter Aufstiegskeeper, der vom FC Deisenhofen zum SVN München wechselt, hielt natürlich seinen künftigen Kameraden die Daumen.

Am heutigen Samstagvormittag absolviert Marco Löring mit den Seinen eine lockere Einheit zur Regeneration. Dann wird sich auch zeigen, wie es sich mit den Verletzungen von Stefan Schnurrer und Xhevalin Berisha verhält. Nicht mehr rechnen kann Löring mit Benedikt Schmoll, der sich in den Urlaub verabschiedet hat, und Gheorge Gosa, von dem man sich getrennt hat. „Mit seiner Erfahrung aus der Champions League könnten wir ihn gut gebrauchen, aber er ist einfach nicht mehr da“, will sich Löring nicht näher über den rumänischen Routinier auslassen. Angesichts des dünnen Aystetter Kaders wären weitere Ausfälle fatal.

Ins Risiko gehen, aber einen Gegentreffer vermeiden

„Wir geben nicht auf und wir geben Gas“, verspricht Marco Löring den Zuschauern nochmals eine bis in die Haarspitzen motivierte Aystetter Mannschaft. „Wir werden alles reinhämmern und das Schicksal erzwingen. Und wir werden dran glauben!“ Um zumindest ein 3:0 und ein damit verbundenes Elfmeterschießen zu erreichen, müsse man ins Risiko gehen, aber trotzdem einen kühlen Kopf bewahren: „Ein Gegentor wäre fatal.“

Fast aussichtslos erscheint auch die Situation des SC Bubesheim, der sein Heimspiel gegen die über 200 Kilometer weit angereisten Gäste des FC Garmisch-Partenkirchen vor 200 Zuschauern mit 2:5 verlor. Das Resultat eröffnet für das Rückspiel am Sonntag natürlich denkbar trübe Aussichten. Vor allem der dreifache Torschütze Maximilian Berwein war für die Bubesheimer zu schnell. Und zu allem Übel handelte sich auch noch Mario Lacic nach einem Frustfoul die Rote Karte ein. Gut im Rennen liegt der TV Erkheim, der den BCF Wolfratshausen mit 3:1 besiegte.

Im Falle eines Sieges würde der SV Cosmos Aystetten übrigens auf den Sieger der Partie TSV Jetzendorf – FC Moosinning treffen, die sich im ersten Spiel 1:1 trennten. Doch dazu muss man erst einmal am Sonntagnachmittag über sich hinauswachsen.

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