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"Fridays for Future"

22.02.2019

700 Schüler stehen in Augsburg nachmittags für das Klima ein

Die Demo für mehr Klimaschutz begann am Freitag um 14 Uhr.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die zweite Augsburger Schülerdemo für eine bessere Klimapolitik findet ebenfalls großen Anklang. Es kommen auch Lehrer.

An Sprüchen mangelte es den Schülern nicht. „Das Klima - aussichtsloser als unser Mathe-Abi“, hieß es auf einem Schild – „Wäre nur die Luft so rein wie unser Bier“ auf einem anderen. Auch bei der zweiten Augsburger Schülerdemo machten die Teilnehmer schnell klar, um was es ihnen geht: um eine bessere Klimapolitik, um eine bessere Zukunft. Rund 500 Schüler waren gegen 14 Uhr auf den Rathausplatz gekommen, später waren es laut Polizei in der Spitze 700 junge Menschen, die sich an der Demo beteiligten.

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Mit dem Termin am Nachmittag hatten die Schüler auf Kritik reagiert. 1500 Schüler waren zur ersten Demo am 18. Januar gekommen und hatten, nachdem diese um 11 Uhr angegangen war, dafür geschwänzt. In den sozialen Netzwerken wurden sie dafür kritisiert. Ihnen wurde vorgehalten, dass sie nur protestieren würden, um auch schwänzen zu können. Es gehe ihnen nicht um die Sache, hieß es bei Facebook und Twitter.

Schülerdemo #FridaysforFuture auf dem Rathausplatz. Mehr zur Demo lest ihr unter azol.de/53556526. (Video: Silvio Wyszengrad)

Pubblicato da Augsburger Allgemeine - Augsburg su Venerdì 22 febbraio 2019

"Fridays for Future" in Augsburg: "Wir werden die Welt retten"

Deshalb legten die Organisatoren den zweiten Termin auf den Nachmittag und wollen künftig abwechselnd – mal vormittags, mal nachmittags – auf die Straße gehen. Jürgen Denzel, Schulleiter des Maria-Theresia-Gymnasiums, stand ebenfalls unter den Demonstranten. „Ich haben meinen Schülern gesagt, dass ich auch kommen werde, sobald sie den Termin außerhalb der Schulzeit legen“, sagte er. An vielen Schulen wurden mit den Teilnehmern der ersten Demonstration Workshops abgehalten. Am Gymnasium bei St. Anna gab es eine Klimakonferenz, in der Realschule und am Gymnasium Maria Stern beschlossen Lehrer und Schüler, als Schulgemeinschaft am „Klimafasten“ der evangelischen Landeskirche teilzunehmen.

Am Maria-Theresia-Gymnasium findet am 2. April ein Aktionstag für die Schüler statt, die sich bei der Bewegung „Fridays for Future“, Freitage für die Zukunft, engagiert haben. Dann dürfen die Umweltaktivisten unter anderem in die Pedale treten, um beim Fahrradkino Strom für einen Film zu produzieren.

Um Strom ging es bei der Demo natürlich auch. „Mit Abschalten ist nicht ein Hirn gemeint“, hieß es auf einem Schild. Jedem, der sich auf den Weg zur Demo gemacht habe, sei die Zukunft nicht egal, schwor Lorena Lungu vom Holbein-Gymnasium ihre Mitstreiter ein. „Wir werden die Welt retten“, sagte die 18-Jährige.

Schülerdemo
10 Bilder
Hunderte Schüler demonstrieren in Augsburg für mehr Klimaschutz
Bild: Silvio Wyszengrad

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Sarah Ritschel: "Fridays for Future" haben den Klimawandel in die Köpfe gebracht

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.02.2019

Ein wenig frische Luft schadet den jungen Leuten sicherlich nicht. Beim Betrachten der Fotos finde ich es allerdings sehr bedenklich, dass sich linksextremistische Gruppierungen ("Antifa") kritiklos mit partizipieren dürfen.

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23.02.2019

(edit/mod/bitte kommentieren Sie sachlich)

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23.02.2019

Da kann man nur hoffen, daß die Teilnehmer auch umweltfreundlich zur Demo angereist sind.
Unterstellungen, daß sich die Teilnehmer am Wochenende das Hirn wegballern, lässt Rückschlüsse auf die geistige Verfassung des Kommentators zu.

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23.02.2019

Den Kommentar von Rainer finde ich sehr gut! Die anderen drei sind - für mich - für die Tonne! Klasse Jugend! Und auch sehr gut, das Lehrkräfte mitmachen! Wir - vielen Erwachsenen - sind doch meist für solche Themen nicht zu gebrauchen! Frag doch mal diese "Heli-Eltern" die am Montag ihr Kind wieder mit dem "AUTO" (damit die SUV-Fahere nicht beleidigt sind) ins Klassenzimmer bringen!
Jugend, Ihr seit schwer in Ordnung! Christian Krüger, Ried

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23.02.2019

Oje oje, die schwänzen die Schule?
Gehts noch?
Die Welt geht deswegen nicht unter!
Die jungen Leute machen auf ein Problem aufmerksam, das den "Erwachsenen" offensichtlich völlig egal ist:
Die Zerstörung/Ausbeutung der Natur bedeutet auch das Ende der Menschheit!
Dachte nicht, dass ich das noch erleben muss...
Hauptsache, ihr habt euren Spass...

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22.02.2019

Hoffentlich denken die jungen Leute daran , daß jedes Jahr "ein neues Handy oder Tablet kaufen" mit absoluter Sicherheit sich nicht besonders gut mit Umweltschutz , sogenannter "sozialer Gerechtigkeit" und "Anti-Globalisierung" verträgt ?!

Schließlich erscheint mir die Gewinnung der Rohstoffe ("der seltenen Erden) -oft mit viel Wasserverbrauch und von Kinderarbeitern geschürft , ohne Schutzausrüstung und Umweltstandards) , der Zusammenbau der Geräte -entlohnt im mittlerweile zigfach milliardenschweren China weit unter Mindestlohn- und transportiert aus dem fernen Asien um den ganzen Globus herum sicher nicht mit der heute vielfach zur Schau getragenen "Klimawandel-Angst" vereinbar ....

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22.02.2019

Man sollte diese Demonstrationen auf den Samstag verschieben, da haben sie viel mehr Publikum.
Freitags müssen doch noch die meisten arbeiten und bekommen gar nicht mit, wie selbstlos sich unsere Jugend für die Umwelt einsetzt.
Aber das mag der Tatsache geschuldet sein, dass diesen Schulschwänzern die Umwelt am Wochenende nicht so wichtig ist.
Übrigens auch Lärm ist ein Umweltproblem, also bitte daran denken, wenn Ihr "Umweltaktivisten" am Wochenende rotzbesoffen durch die Straßen zieht und Eure Bluetooth-Boxen bis zum Anschlag hochdreht.

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22.02.2019

Ich bin mir ziemlich sicher das genau diese Jugendlichen denen ihre Zukunft offensichtlich NICHT sch...egal ist auch genau diejenigen sind, die sich am Wochenende lärmend in der Stadt das Hirn wegballern. Garantiert. Allen voran diese von ihren Ökoeltern indoktrinierte Greta aus Schweden. Das haben sie wirklich gut analysiert sie Sherlock.

Man kann es auch so sehen, das diese Freitagsdemos von weit aus mehr Reife zeugen, als sie so mancher Erwachsene vorzuweisen hat, der es als Schulschwänzen bezeichnet.

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