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Augsburg: Corona-Fälle bei Abi-Reise: 22 Augsburger Schüler müssen in Quarantäne

Augsburg

Corona-Fälle bei Abi-Reise: 22 Augsburger Schüler müssen in Quarantäne

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    Nach einer Abi-Reise nach Kroatien gibt es Corona-Fälle –  und rund 20 Augsburger Schüler müssen in Quarantäne.
    Nach einer Abi-Reise nach Kroatien gibt es Corona-Fälle – und rund 20 Augsburger Schüler müssen in Quarantäne. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

    Sie wollten Entspannung, Spaß und Party nach dem Abi-Stress. Für eine Gruppe von Augsburger Schülern endete eine Abi-Reise nach Kroatien nun aber in der Corona-Quarantäne. Die 22 Schüler, Teil eines Abitur-Jahrgangs eines Augsburger Gymnasiums, mussten sich isolieren, weil es bei der Reise eines kommerziellen Anbieters zu Corona-Fällen gekommen ist. Zwei Schüler wurden bislang positiv auf das Virus getestet.

    Corona-Fälle nach Abi-Reise: Party ohne Maske und Abstand

    Die Stadt Augsburg bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion den Fall. Hintergrund der Quarantäne ist, dass die Augsburger Schüler zusammen mit Abiturienten aus Geretsried (Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen) in einem Bus aus Kroatien zurückfuhren. Es handelte sich um eine privat organisierte Fahrt auf die Halbinsel Lanterna. Auf der Facebook-Seite des Münchner Anbieters sind viele feiernde junge Menschen zu sehen. Abstände werden keine eingehalten, Masken sind ebenfalls nicht zu sehen. In einem aktuellen Video freut sich ein Mitarbeiter darüber, dass auch 2021 „Tausende Abiturienten“ dort feiern konnten.

    Bei der Schülergruppe aus Oberbayern hatten sich im Urlaub zwei Infektionsfälle ergeben, nach der Rückkehr wurden dann mehr als 20 Gymnasiasten positiv getestet, bei acht wurde das Delta-Virus nachgewiesen. Nach bisherigen Erkenntnissen des dortigen Landratsamtes hatten sich die beiden Abiturienten aus Geretsried wohl schon vor der Reise angesteckt und fuhren dann mit den anderen Abiturienten nach Kroatien. Die Rückfahrt lief dann zusammen mit der Augsburger Gruppe, zu der es sonst keinen Bezug gab.

    Corona-Fälle bei Abi-Reise: „Mulmiges Gefühl“ bei der Rückfahrt

    Laut einem Bericht des Münchner Merkur trugen die Schüler aus Geretsried nach eigenen Angaben allesamt FFP2-Maske während der achtstündigen Busfahrt nach Hause und waren vorher negativ getestet worden. Die beiden Infizierten seien gesondert zurück nach Deutschland gebracht worden. Man habe aber dennoch ein „mulmiges Gefühl“ gehabt, sagte eine Geretsrieder Schülerin. Ein Schüler der Augsburger Gruppe erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass man beim Einsteigen in den Bus nicht darüber informiert worden sei, dass in der Geretsrieder Gruppe in Kroatien zwei Infektionen nachgewiesen wurden.

    Man habe sich noch gewundert, dass die Gruppe sehr still gewesen sei und sie die Masken kein einziges Mal abgenommen hätten. Auf den Veranstalter sind die Schüler aus Augsburg nicht gut zu sprechen. Man frage sich, warum der Rest der Geretsrieder Gruppe in Kroatien nicht auch als Kontaktpersonen eingestuft wurde und warum die zwei bekannten Infektionen bei der Busabfahrt nicht thematisiert wurden. „Die Information über die lauernde Gefahr hätte zwar nicht vieles besser gemacht, uns aber dazu veranlasst, vorsichtiger zu sein und die Masken nicht einmal zum Trinken aus Angst vor Mutationen abzunehmen“, so der Schüler. Insgesamt habe der Veranstalter, anders als angekündigt, die Corona-Regeln vor Ort nur eher lückenhaft durchgesetzt.

    30 Abiturienten der Augsburger Schule saßen in dem Bus

    Insgesamt saßen 30 Abiturienten der Augsburger Schule mit im Bus. Sie gelten jetzt als Kontaktpersonen, wobei acht von ihnen wegen ihrer vollständigen Impfung von der Quarantäne befreit wurden. Zwei Schülern, beide leben im Augsburger Umland, seien bislang positiv auf das Virus getestet worden und hätten zumindest leichte Symptome entwickelt, so die Angaben.

    Auf die Corona-Inzidenz in der Stadt Augsburg hat der Vorfall daher zumindest bisher noch keine Auswirkungen. Allerdings stieg der Wert am Mittwoch auf 19,6 und entwickelt sich damit seit einer Woche nach oben. Am Mittwoch wurden 15 Neuinfektionen bekannt. Laut Stadt liegt der Anteil der Virus-Mutationen inzwischen bei etwa 90 Prozent, wobei die Zahl der Infektionen mit der ansteckenderen Delta-Variante schneller steige als erwartet. „Somit steht zu befürchten, dass wir am sehr frühen Anfang einer vierten Infektionswelle sind“, heißt es aus dem Augsburger Gesundheitsreferat. Aktuell sei das Infektionsgeschehen in der Stadt breit gestreut und lasse sich keinen besonderen Herden zuordnen, so die Stadt. Insofern sei es nicht eingrenzbar. Im Bereich Reiseverkehr und Tourismus sei aber ein gewisser Schwerpunkt zu erkennen.

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