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Handel

13.02.2015

Augsburg will das Umland anlocken

So sollen die unterschiedlichen Plakate aussehen, mit denen die Stadt Augsburg für den Standort Innenstadt im Umland werben wird. Die Werbekampagne soll im April starten, am 3. Mai findet ein großes Fest in der Innenstadt statt.

Im Frühjahr startet eine Werbekampagne, die Appetit auf Augsburgs Innenstadt machen soll. Die Stadt gibt eine Anschubfinanzierung von 100000 Euro. Was mit einem flotten Spruch erreicht werden soll

Es waren Nachrichten, die im Vorjahr Handel und Politik regelrecht aufschrecken ließen: Auswärtige Besucher und Kunden verspüren immer weniger Lust, nach Augsburg zu fahren, um hier zu bummeln und Geld auszugeben. Jeder Zweite, der ein Stück von Augsburg entfernt lebt, gab an, überhaupt nicht ins Oberzentrum zu kommen. Was also tun? Schon von langer Hand geplant war eine Werbekampagne, die die Innenstadt retten soll. Argumente, mit denen Augsburg punkten könne, gibt es genügend: das neue Straßenpflaster in der Fußgängerzone, offen gestaltete Plätze und ein attraktiver Nahverkehr. „Augsburg ist eine attraktive Einkaufsstadt. Shoppen, Genießen und Verweilen – dieses neue urbane Lebensgefühl gilt es nun, an die Menschen in Stadt und Region zu vermitteln“, sagt Wirtschaftsreferentin Eva Weber ( CSU).

Eine Werbekampagne, die im Frühjahr startet, soll ihren entscheidenden Beitrag dazu leisten. Gestern Abend wurde dieses Vermarktungskonzept bei einer Veranstaltung interessierten Händlern vorgestellt. Was hier ausgearbeitet wurde, ist kein Alleingang der Stadt. Frühzeitig waren Innenstadt-Gewerbebeirat, City Initiative, Handelsverband sowie Industrie- und Handelskammer eingebunden. Unisono klingt durch, dass die Kampagne auf Zustimmung, ja fast grenzenlose Begeisterung stößt. „Man mag es nicht glauben, aber wir Händler sind so richtig begeistert“, sagt Marcus Vorwohlt, Chef des Modehauses Rübsamen. Man habe jetzt die einmalige Chance, die neue Innenstadt toll zu präsentieren. „Die Kampagne ist eine historische Chance, gemeinsam Stadt und Region anzusprechen und auf die neuen Qualitäten Augsburgs hinzuweisen“, sagt Wolfgang Puff, Geschäftsführer des Einzelhandelverbands. „Wir müssen uns als Augsburger nach außen als Einheit präsentieren“, erläutert Ulrich Mayer, Chef des Geschäfts „No 7“ und Vorsitzender des Innenstadtgewerbebeirats. Heinz Stinglwagner, Geschäftsführer der City Initiative Augsburg (CIA), unterstreicht ebenfalls die Bedeutung einer gemeinsamen Werbung: „Die Innenstadtakteure zu vernetzen, ist ein Grundgedanke der CIA.“

Konzipiert hat die Kampagne die Augsburger Agentur „team m&m“, die auch für das Projekt Augsburg City (PAC) verantwortlich ist, das unter anderem den Innenstadtumbau begleitet hat. Mit Radiospots, Plakaten, Zeitungsanzeigen, Werbung auf Regionalbussen sowie einem großen Internetauftritt soll für Augsburgs Innenstadt geworben werden. Und dies alles unter einem Slogan, der jeden Besucher direkt ansprechen soll: „Und jetzt kommst Du.“ Eine sehr persönliche Anrede, die aber laut Wirtschaftsreferentin Weber in allen Vorgesprächen auf breite Akzeptanz gestoßen ist: „Das Wort ,Du‘ wird positiv gesehen.“

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Der Erfolg der Kampagne hängt aus Sicht der Wirtschaftsreferentin nun entscheidend davon ab, in welcher Form sich Handel, Gastronomie und Dienstleister engagieren. Die Stadt geht jedenfalls in finanzielle Vorleistung. Für 2015 stellt sie 100000 Euro zur Verfügung. Man gehe davon aus, heißt es, dass insgesamt 300000 Euro benötigt werden, um die Kampagne und das Webportal („und-jetzt-kommst-du.de“) bekannt zu machen. Über den Internetauftritt soll auf Augsburgs Vorzüge hingewiesen werden. Auf Plakaten wollen gut gelaunte Menschen für den Standort werben. Ein Baustein des Plakats sind unterschiedliche Zahlen mit Augsburg-Bezug. Aufgeführt werden zum Beispiel „377 leckere Adressen“ oder „3016 Läden zum Lieben“.

Großes Fest findet am Marktsonntag statt

Was die neue Innenstadt zu bieten hat, soll am 3. Mai gezeigt werden. Es ist der traditionelle Marktsonntag. Dass es dann wieder eine Großbaustelle in Augsburg gibt, sieht Wirtschaftsreferentin Weber nicht als Nachteil. An der B17 drohen Verkehrsbeschränkungen. „Hier bauen wir auf unser Baustellenmanagement“, sagt sie. "Kommentar

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