Newsticker
Erster Prozess: 21-jähriger Russe wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt
  1. Startseite
  2. Augsburg
  3. Augsburger Nahverkehr: Neues Tarifsystem für Bus und Tram - Das ist in Augsburg geplant

Augsburger Nahverkehr
28.04.2016

Neues Tarifsystem für Bus und Tram - Das ist in Augsburg geplant

Wer mit Bus und Tram unterwegs, wird sich bald auf ein neues Tarifsystem einstellen müssen.
Foto: Silvio Wyszengrad

Stadt und Stadtwerke wollen das umstrittene Tarifangebot einstellen. Darüber können sich Familien mit Kindern freuen. Sie fühlen sich bisher ungerecht behandelt.

Das Tarifsystem im Nahverkehr in Augsburg steht vor massiven Änderungen: Zu den Gewinnern dürfen sich Familien zählen, die für die Fahrt ihrer Kinder mit Bus und Tram bislang tief in den Geldbeutel greifen müssen – sofern sie für die Kinder keine kostenlose Fahrkarte erhalten. Schülertickets sollen deutlich günstiger werden. Zahlen Eltern bislang 31 Euro im Monat, werden es künftig nur noch 19,90 Euro sein. Dies gilt für Fahrten in der Zone 10 oder 20. Wer durch beide Zonen fährt, zahlt künftig 29,90 Euro (derzeit 46,80 Euro).

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen. Wenn Sie bereits PLUS+ Abonnent sind, .

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

29.04.2016

Gerade erst eingeführt wird das Sozialticket in Augsburg schon wieder in Frage gestellt. Arme Menschen und Familien mit schulpflichtigen Kindern werden gegeneinander ausgespielt. Aber sind die Kosten für das Sozialticket tatsächlich so hoch?

Hier die Position der Augsburger LINKEN im Stadtrat.

Permalink
29.04.2016

"Schön zu sehen, dass sich CSU, SPD, Die Grünen, Pro Augsburg und CSM für die Nöte dieser Menschen nicht interessieren - von der AfD ganz zu schweigen. Erwerbslose, Geringverdiener, Flüchtlinge und Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen haben von diesen Parteien nichts zu erwarten, außer Geringschätzung, Zynismus und Vorurteile," stellt Stadtrat Alexander Süßmair fest.

.

Etwas zurückhaltender wäre vielleicht zielführender; so sieht das sehr nach politschem Krawall aus.

.

Insgesamt geht mit der Maßnahme nach meinem Verständnis kein Sozialabbau einher; Sozialleistungen werden nur anders verteilt - hauptsächlich an Familien. Unzweifelhaft ist mit der neuen Regelung aber eine nennenswerte Härte für Hartz-IV Aufstocker bei Arbeitswegen vor 9 Uhr verbunden. Für diesen Kreis würde ich ein gesondertes Ticket befürworten. Es muss aber einfach einen Unterschied machen, ob man zur Arbeit oder zwecks Zeitvertreib zum Oberhauser-Bahnhof fährt.

.

Schade dass die Linke den Nachteil aus dem Wegfall der 1. Preisstufe bei Einzelfahrten in ihrer Erklärung nicht weiter berücksichtigt. Das würde die politische Diskussion durchaus bereichern.

Permalink
28.04.2016

100 % mehr für Gelegenheitsfahrer ! Wilhelm Hauffstr. bis Mozarthaus aktuell 1,35 € in Zukunft 2,70 € .Ok dann eben 3 Monate im Winter mit Monatskarte der Rest mit dem Fahrrad und wenn es mal im Sommer regnet dann wird eben schwarz gefahren.Und hinhalten werde ich die Fahrscheinkontrolleure solange es irgendwie geht .Als Gegenangebot : Rentnerkarten auf 60 Jahre reduzieren !

Permalink
28.04.2016

100 % mehr für Gelegenheitsfahrer !

.

Aussage richtig bei heutiger Nutzung der Preisstufe 1 über 4 Haltestellen hinaus.

Aussage falsch bei heutiger Nutzung der Preisstufe 2 oder des Mini-Tickets bis 4 Haltestellen an der Zonengrenze.

.

... und wenn es mal im Sommer regnet dann wird eben schwarz gefahren.

.

Damit räumen Sie eigentlich nur ein, dass man die Preiserhöhung schon machen kann, weil Sie keine Alternative nützen wollen/können.

.

Natürlich ist die Abschaffung der 1. Preisstufe bei (Einzelfahr- und Streifenkarten) eine happige Sache; unklar ist auch, wie die Sache außerhalb des Augsburger Stadtgebietes gelöst wird. Da würden ja z.B. Innerortsfahrten mit dem Bus in Gersthofen, Stadtbergen, Neusäß oder Friedberg auch doppelt so teuer. München hat das so gelöst, dass Bus-Fahrten innerhalb einer Umlandgemeinde stets nur einen Streifen/Kurzstreckentarif kosten.

.

Auch unklar ist die Regelung für AVV Busse mit langen Haltestellenabständen in der Stadt. Dann könnte man mit dem AVV Bus mit einem Streifen vom Oberhauser Bahnhof zum HBF fahren, während des mit der Tram 2 Streifen kosten würde.

.

Natürlich wird es zu Verlusten im Einzelfahrverkauf der 1. Preisstufe kommen; wie groß die sind wird sich zeigen. Genau so wie sich es an anderer Stelle zu Entlastungen und Gewinnen kommen wird. Grundsätzlich ist das Vorhaben in einer Stadt mit kostenlosem Parken/Semmeltaste nicht ganz unproblematisch. Es gibt da schon einen nennenswerten Bereich, wo vielleicht mal auf das Auto zurückgegriffen wird. Selbst mit Vollkostenrechnung sind da schnell mal 8 bis 10 Km gefahren.

Permalink