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Augsburg

03.08.2020

Bus und Bahn in Augsburg: Pro Bahn kritisiert lange Wartezeiten

Der Fahrgastverband Pro Bahn wünscht sich eine bessere Verzahnung zwischen Straßenbahnen und Regionalbussen, hier an der Tram-Endhaltestelle Friedberg-West.
Bild: Sascha Geldermann (Archiv)

Plus Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert, dass Stadt- und Regionalverkehr in Augsburg nicht besonders gut verzahnt sind. So ergäben sich teils deutliche Wartezeiten.

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert mangelnde Abstimmungen von Fahrplänen bei den Stadtwerken und zwischen Stadtwerken und dem Regionalverkehr des AVV. Errol Yazgac, Sprecher von Pro Bahn in Schwaben sagt, durch den Ferienfahrplan und die damit einhergehende Ausdünnung des Tram-Taktes von 7,5 Minuten auf zehn Minuten ergebe sich eine völlig neue Situation. Ein konkreter Kritikpunkt ist, dass beim Fahrplan der Buslinie B3, die wegen der Gleisarbeiten in den Ferien die Straßenbahn ersetzt, die Anschlüsse zur Linie 41 nach Göggingen nicht berücksichtigt wurden. So ergäben sich teils deutliche Wartezeiten.

Grundsätzlich sei zu kritisieren, dass es bei den Stadtwerken nur eine Anschlusssicherung innerhalb des eigenen Liniennetzes gebe, nicht aber zu den AVV-Regionalbussen, so Pro Bahn. Nahverkehr könne nur dann funktionieren, wenn es durchgängige Mobilitätsketten zwischen Stadt und Land ohne Hindernisse gebe, so Michael Leimböck von Pro Bahn.

Stadtwerke Augsburg: Anschlüsse funktionieren

Die Stadtwerke wollen die Kritik so nicht stehen lassen. Stadt- und Regionalverkehr seien sehr wohl aufeinander abgestimmt. Es gebe auch immer wieder kleinere Fahrplanänderungen, um Anschlüsse zu sichern. „Unsere Anschlüsse funktionieren zu rund 90 Prozent. Das ist schon ein sehr guter Wert für Busse und Straßenbahnen, deren Pünktlichkeit ja auch vom allgemeinen Verkehrsaufkommen abhängen – anders als etwa bei U-Bahnen“, so Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg.

Probleme gebe es vor allem bei Verspätungen, so Fergg. Tagsüber seien auch diese mit dem relativ dichten Tramtakt einigermaßen zu verschmerzen, sagt Fergg. Dies gelte auch für die Ferienzeit mit dem Zehn-Minuten-Takt. Vor allem abends könne es aber für Fahrgäste bei Verspätungen und dadurch verpassten Anschlüssen unangenehme Wartezeiten geben, gestehen die Stadtwerke zu. Damit Busse und Straßenbahnen aufeinander warten könnten, müssten die Fahrer jeweils voneinander wissen, wann sie an einem Umsteigeknoten ankommen.

Diverse Löcher auf einigen AVV-Buslinien

Die Stadtwerke haben ein entsprechendes elektronisches System, das in der Vergangenheit auch mit den wichtigsten AVV-Buslinien kommunizierte. Nach den Betreiberwechseln auf einigen AVV-Linien hat dieses System aber diverse Löcher bekommen, etwa an der Endhaltestelle der Linie 6 in Friedberg.

Was den Anschluss zwischen B3 und Linie 41 betrifft, würden beide Linien entweder zeitgleich am identischen Bahnsteig abfahren oder eine Umsteigezeit von fünf Minuten benötigen, so die Stadtwerke. Man prüfe, ob der B3 in der Regel vor der Linie 41 abfährt, sodass der Umstieg unmittelbar klappe, so Fergg.

Wie profitieren Fahrgäste von der Mehrwertsteuersenkung?

Pro Bahn kritisiert außerdem, dass der gesenkte Mehrwertsteuersatz auch nach den Tariferhöhungen zum 1. Juli nicht an die Kunden weitergegeben werde. Dies sei besonders für Abobesitzer als treueste Kunden ärgerlich. „Wir fordern hier eine Möglichkeit, für treue Fahrgäste, die ihre Abos während des Lockdowns meist kaum benutzen konnten, einen Ausgleich zu schaffen“, so Leimböck. Aktionen des Stadtmarketings, das Parken in Augsburg zu verbilligen, seien für die Nutzung des Nahverkehrs kontraproduktiv.

Wie berichtet hat der AVV offen- gelassen, wie man konkret mit der Mehrwertsteuersenkung umgehe. Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) kündigte zuletzt an, dass man sich Gedanken machen werde, wie man sie in geeigneter Weise an die Fahrgäste weitergeben könne. Um sie mit der Tariferhöhung zum 1. Juli zu verrechnen, sei die Steuersenkung zu kurzfristig gekommen. Unter anderem hätten flächendeckend Fahrkartenautomaten umgestellt werden müssen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

05.08.2020

Wir sind auf den Anschluss der Linie 41 von Maria Stern nach Göggingen-Süd angewiesen.
Es passierte nicht das erste Mal, dass ein Busfahrer wartete, bis die Straßenbahn aus der Innenstadt ankam. Die Fahrgäste stiegen aus, liefen zum Bus und der Busfahrer fuhr dennach los.
Auch wenn dort bei Maria Stern kein direkter Umstieg seitens der VGA vorgesehen ist,
kann ein Busfahrer doch noch die eine Umsteigeminute warten, bevor losfährt und dann schon 2 Stationen später 2 - 3 Minuten wartet,
da er vor der Zeit an der dieser Haltestelle war und schlicht "zu früh dran" war.
Sowas kann man nicht verstehen und es ist auch nicht hinehmbar.
Bitte eine bessere Schulung der Busfahrer in diesem Punkt (Sensilibität!)

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03.08.2020

Nein, die Anschlüsse funktionieren nicht unbedingt. Beispiel Haunstetten Nord. Wartezeit für die 24er-Linie manchmal 20 Minuten.
Zu Fuß in die Rentmeisterstraße ist man da schneller oder man muss sich ein Taxi nehmen. Deswegen ist das Fahrrad das schnellere und umweltfreundlichere Mittel vor dem Auto und der ÖPNV. Jedoch macht Fahrradfahren in dieser Stadt nicht unbedingt Spaß.

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