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Augsburg

08.02.2015

Die Zukunft der Wildpferde ist ungewiss

Die Wildpferde weiden seit 2007 in den Kiefernwäldern im Stadtwald. Dieses Jahr stehen wichtige Entscheidungen an.
Bild: Landschaftspflegeverband

Wie geht es weiter mit den Wildpferden im Augsburger Stadtwald? Die Finanzierung durch den Naturschutzfonds läuft in diesem Jahr aus. Ein neuer Vorstand soll darüber entscheiden.

Wie geht es mit den Wildpferden im Stadtwald weiter? Die Antwort auf diese Frage drängt. Das Beweidungsprojekt in den lichten Kiefernwäldern zwischen Augsburg und Königsbrunn wird bislang vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert. In diesem Jahr läuft die Förderung aus. Der städtische Landschaftspflegeverband ist für die Beweidung zuständig. Er muss nach einer neuen Finanzierung suchen. Lösungen soll der neu zu wählende Verbandsvorstand finden. Doch die Wahl des Gremiums verzögert sich.

Vorstandswahl des städtischen Landschaftspflegeverbands vorgezogen

Normalerweise wäre die Vorstandswahl im Sommer dieses Jahres. Sie soll aber auf März vorgezogen werden, weil im Landschaftspflegeverband (LPV) Entscheidungen von großer Tragweite anstehen. Für die Wahl der insgesamt neun Vorstandsmitglieder machen der Stadtrat, der Naturschutz sowie die Land- und Forstwirtschaft Personalvorschläge. Fast alle liegen inzwischen vor. Nur der von der CSU nicht. Deshalb musste das Thema in der letzten Stadtratssitzung vertagt werden.

Aktuell ist der frühere städtische Umweltreferent Rainer Schaal (CSU) Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes. Auch als „einfacher“ Stadtrat wolle er weiter im Vorstand bleiben, heißt es bei der CSU. Innerhalb der Fraktion bekam Schaal nun aber Konkurrenz. Josef Hummel, der den Umweltausschuss leitet, hat ebenfalls Interesse an dem Posten. Die Personalie sei noch nicht entschieden, sagt Hummel. „Eine Kampfabstimmung wird es aber nicht geben.“

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Können die Wildpferde im Stadtwald weiter finanziert werden?

Viele wären froh, wenn Schaal aus dem Landschaftspflegeverband ausscheiden würde. Das ist von verschiedenen Seiten zu hören. Dem früheren Umweltreferenten wird schon seit langem vorgeworfen, er habe einen „nicht integrativen“ Führungsstil. Etliche frühere Mitarbeiter von Schaal kamen damit nicht zurecht und gingen. Als neuer Vorsitzender im LPV ist kraft Amtes Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) im Gespräch. Die SPD will Gabriele Thoma vorschlagen. Die offizielle Vorschlagsliste für die Wahl kann aber erst verabschiedet werden, wenn auch die CSU einen Kandidaten benannt hat. Erst danach kann der neue Vorstand gewählt werden.

Auf die Neuen kommen schwierige Verhandlungen zu, insbesondere zur Zukunft der Wildpferde. Um das Naturschutzprojekt in Augsburg auf ein sicheres Fundament zu stellen, sind verschiedene Finanzierungsmodelle im Gespräch.

Seit dem Jahr 2007 beweiden Przewalskipferde einen Teil der lichten Kiefernwälder und Heiden im Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg. Dass sich die Beweidung im Großen und Ganzen bewährt, wird durch verschiedene Untersuchungen belegt. Die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen im Gehege nimmt zu. Als lebende Rasenmäher und natürlicher Bestandteil des Ökosystems geben die Wildpferde dem wertvollen Naturerbe wieder einen Teil der ursprünglichen Lebensbedingungen zurück.

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