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Region Augsburg

17.03.2016

Diese Straßen und Schienen will der Bund bauen

Details aus dem Bundesverkehrswegeplan sind jetzt bekannt geworden. Staufallen in der Region werden demnach entschärft.
Bild: Archivfoto: Marcus Merk

Im Osten Augsburgs soll die umstrittene vierspurige Tangente kommen, im Westen die Diedorfer Staufalle entschärft werden. Was der Bund sonst noch in der Region Augsburg bauen will.

Seit gestern ist offiziell bekannt: Drei Projekte aus dem Großraum Augsburg stehen im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans, dessen Entwurf Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gestern in Berlin vorgestellt hat. Das bedeutet: Sie sollen innerhalb der kommenden 15 Jahre verwirklicht oder zumindest begonnen werden.

Noch ist nichts fix

Noch aber ist nichts fix: Erst Ende des Jahres soll der Plan in Gesetzesform gegossen werden, davor gibt es eine sechswöchige Beteiligung der Öffentlichkeit, einen Kabinettsbeschluss und die Beratung im Parlament. Dabei sind Änderungen möglich. Dennoch sei davon auszugehen, dass der gestern vorgestellte Entwurf aus dem Verkehrsministerium in wesentlichen Zügen Gesetz wird, so der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz.

Aus dem Wahlkreis des CSU-Politikers, der die größten Teile der Landkreise Aichach-Friedberg und Augsburg umfasst, sind drei millionenschwere Vorhaben aufgeführt.

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Osttangente Augsburg Die vier Teilabschnitte der Osttangente finden sich allesamt in der höchsten Stufe, dem sogenannten Vordringlichen Bedarf. Damit hatte Durz nicht gerechnet. Er hätte erwartet, dass nur Teile der umstrittenen vierspurigen Straße als vordringlich eingeplant und der Rest auf spätere Zeiten verschoben werden. Durz plädiert dafür, „auf die Realisierung des vierspurigen Ausbaus von der A 8 bis zum Chippenham-Ring sowie die Umfahrung Kissing/Mering-St. Afra zu drängen, um die Entlastung der Menschen in Friedberg, Kissing und Mering zu erreichen.“ Berücksichtig werden müssten bei dem Ausbau zudem die Belange der Region.

B-300-Umfahrung-Diedorf Schneller sichtbare Ergebnisse erzielen lassen sich nach Einschätzung des Politikers westlich von Augsburg. Für die Umfahrung von Diedorf – bislang eine gefürchtete Staufalle – wurde bereits mit den Planungen begonnen. Das Vorhaben stockte, weil unklar war, wie es mit der parallel verlaufenden Bahnlinie weitergehen sollte.

Auch das ist seit gestern klar. Für Durz steht fest: „Nun ist der Weg geebnet.“ Zudem ist vorgezeichnet, wie es mit weiteren Umgehungswünschen entlang der B 300 weiter geht. In Gessertshausen, Ustersbach und Ried wird so schnell nichts passieren. Immerhin: In Gessertshausen können die Pläne weiter vorangetrieben werden.

Bahnausbau  Augsburg-Dinkelscherben Der Bahnausbau Ulm-Augsburg befindet sich für die Region als dreigleisiger Ausbau zwischen Dinkelscherben, Gessertshausen und Augsburg im „Vordringlichen Bedarf“. Damit ist die große Neubaustrecke über Burgau aus dem Rennen, die vor allem im westlichen Landkreis Augsburg ein Schreckgespenst war. So lange diese Trasse als mögliche Variante galt, blockierte sie den Ausbau der bestehenden Gleise westlich von Augsburg. Mit diesem Ausbau aber verbinden die örtliche Politik und tausende Pendler große Hoffnungen. Ihnen geht es dabei weniger um mehr ICE-Züge für Augsburg, die so auch möglich sein sollen. Der Ausbau der bestehenden Strecke und ihrer Bahnsteige ermöglicht auch einen besseren Nahverkehr und mehr Lärmschutz für Anlieger.

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18.03.2016

Und so sieht man wieder, was für Prioriäten gesetzt werden:

- Der Bau einer Quasi-Autobahn mit Ersetzen der "alten" Osttangente, die erst vor einigen Jahren fertiggestellt wurde. Die dafür gebrauchten Steuergelder sind also zum Fenster rausgeworfen worden...

- Der Ausbau der Bahnstrecke hilft zwar zur Sanierung der Bahnhöfe, aber für den Fernverkehr bringt das rein gar nichts, denn es muss weiterhin durch viele Kurven fahren und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass dadurch die geplante Fahrzeitverkürzung Augsburg-Ulm und eine Geschwindigkeit von 200km/h für Fernverkehrzüge möglich ist - Die Bahnhöfe auf der alten Strecke hätte man ja trotzdem sanieren können. Zudem wäre die Neubaustrecke zwischen Burgau und Gersthofen flächensparend parallel zur A8 angelegt worden, also kein zusätzliches Durchschneiden der Westlichen Wälder...

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