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Firmenlauf 2018

17.05.2018

Ein Wettrennen unter Kollegen: Der Augsburger Firmenlauf 2018

Eine Veranstaltung, die die Massen bewegt: Rund 12000 Teilnehmer joggen und walken beim Firmenlauf um die Wette. Das Wetter spielt am Ende auch mit: Der vorhergesagte Regen bleibt aus.

12.000 Männer und Frauen gingen beim 7. Augsburger Firmenlauf an den Start. Es gibt Chefs, die beeindrucken, und einen Gewinner, der den Sieg schon abonniert hat

Er hat den Sieg schon abonniert. Zum dritten Mal in Folge gewinnt Johannes Hillebrand, 39, den Firmenlauf. Als er nach 18 Minuten und 44 Sekunden über die Ziellinie spurtet, laufen die letzten Teilnehmer erst los. So knapp wie dieses Jahr war sein Sieg aber nie. Es gab ein Kopf-an-Kopf-Rennen, der Zweite folgte nur vier Sekunden später. Nächstes Jahr will er den vierten Sieg angehen. „Dann bin ich 40“, sagt er. „Das passt ganz gut.“

Die besten drei Platzierungen aller Kategorien und weitere Informationen finden Sie hier.

Es ist nicht so, dass Chefs einen immer beeindrucken. Beim Firmenlauf kann’s aber vorkommen: „Der Boss ist ’ne Rakete“, bricht es nach dem Zieleinlauf aus einer Läuferin heraus. Er habe sie einfach überholt, mit Segeltuchschuhen. „Ich möchte nicht wissen, was er läuft, wenn er Joggingschuhe trägt.“

Im wahren Leben sind Lisa, Kyra, Sandra und Josefine Polizistinnen. Die müssen von Haus aus schnell sein. Beim Firmenlauf sind die vier von der Polizeiinspektion Augsburg-Süd als amerikanische „Walking Cops“ unterwegs. Da möchte man (k)ein Verbrecher sein...

Sie hat den ganzen Tag über den Wetterbericht gecheckt. Nach zwei verregneten Jahren hoffte Organisatorin Katja Mayer auf besseres Wetter. Was sie sah, stimmte sie glücklich. Es gab dicke Wolken, starke Schauer – aber alles zog östlich und westlich knapp an Augsburg vorbei. Das Thermometer zeigt 15 Grad beim Start. Sogar die Sonne kommt hinter den Wolken hervor. Ideales Laufwetter. Für die große Party danach ist es zwar etwas kühl. Aber Katja Mayer weiß: Die Augsburger können trotzdem feiern.

Rico Valentinetti und Max Hofmann könnte es heiß geworden sein in ihren Kostümen. Aber ein bisschen Show gehört eben auch dazu...

Sie haben Holzschwerter dabei, einer trägt einen Helm mit Visier. Sechs junge Männer vom Finanzamt beweisen Humor. Sie treten bei dem Lauf über die 6,3 Kilometer als Raubritter an. Einer von sagt lachend: „Wir nehmen es den Reichen und geben es den Armen.“ Ihr Ziel: zusammenhalten, durchkommen. Passionierte Läufer sind sie nicht. Doch sie zeigen Kampfgeist.

Johannes Hillebrand siegte bei den Männern. Organisatorin Katja Mayer freut’s.

Wo so viel gelaufen wird, da kann es dem ein oder anderen auch mal zu viel werden. 28 Helfer der Johanniter stehen bereit, um Verletzte und Erschöpfte zu versorgen. Es bleibt ein ruhiger Einsatz. Um 19 Patienten müssen sie sich kümmern.

Diese Männer vom Finanzamt beweisen Humor: Sie treten beim Lauf als Raubritter an. Und sie zeigen Kampfgeist.

Von jedem Teilnehmer-Beitrag gehen zwei Euro an einen guten Zweck. Jeweils gut 11000 Euro erhalten so das Frère-Roger-Kinderzentrum und das Krebs-Zentrum des Klinikums. Professor Thomas Kröncke nimmt für das Klinikum die Spende entgegen – und geht dann schnell selbst auf die Strecke. Er schafft sie in gut 36 Minuten.

Nach der sportlichen Anstrengung gibt’s für alle eine Party.

Vor der Siegerehrung auf der Bühne haben noch drei andere Läufer ihren großen Auftritt: Sie bekommen Handy, Führerschein und Autoschlüssel zurück, die sie verloren hatten. Die drei wirken so glücklich, als hätten sie einen Pokal gewonnen.

Pia Schneider (rechts) hatte Geburtstag. Nach dem Firmenlauf schenken ihre Freundinnen Laura Brummer (l.) und Pia Schulz ihr einen „Wurststrauß“.

Vorher: eine Startnummer, so hoch wie die Regenwahrscheinlichkeit – sehr hoch. Genauer: 12.777. Aber dann: Kein Regen und die über 12.000 Leute sind nach zehn Minuten irgendwie auf die Straße verteilt. Und die Zahlen in einer Reihe quer über das pochende Herz. Das immer noch Mehr von Füßen, Farben, Trikots und Schuhen, macht den Lauf zu einem Erlebnis der besonderen Art. Weil auch immer wieder Gruppen, die lieber verschmitzt als verschwitzt unterwegs sind – wie die Mädels in schwarz, die sich „Walking Cops“ nennen. Kein regen – das bedeutet auch: gelassener Plaudern im Ziel, weniger Aufbruch, mehr Firma, größerer Abend.

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Glückliche Läufer und strahlende Sieger: Der Firmenlauf 2018
Bild: Andreas Lode
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