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Augsburg

28.08.2018

Inningen: Was auf dem Speiseplan der Flüchtlinge steht

Der Alltag in der neuen Asylunterkunft in Augsburg-Inningen hat sich eingespielt.
Bild: Bernd Hohlen

Ab Mittwoch kommen weitere Asylbewerber nach Inningen. Ein Caterer beliefert die Außenstelle des Ankerzentrums. Was dort angeboten wird.

Der Alltag in der neuen Asylunterkunft in Inningen hat sich eingespielt. Dazu gehört die tägliche Versorgung der Flüchtlinge durch einen Caterer, also eine Firma, die Lebensmittel liefert. Zuständig für die Betreuung der Einrichtung ist die Regierung von Schwaben. Pressesprecher Karl-Heinz Mayer sagt auf Anfrage, dass als Caterer nach vorausgegangenem Wettbewerb ein Unternehmen mit Sitz in Oberbayern beauftragt: „Diese Firma ist derzeit nur in Inningen für uns tätig.“ Man habe mit dem Unternehmen in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gesammelt.

Zum Frühstück werden beispielsweise Weiß- und Schwarzbrot, Honig, Marmelade, Nuss-Nougat-Creme, Joghurt, Frühstücksflocken und Obst angeboten. Es gibt laut Meyer täglich eine warme Mahlzeit zur Mittagszeit. Es stehen stets ein vegetarisches Gericht und ein Fleischgericht zur Auswahl. Zum Beispiel gibt es Hühnerfleisch, Fisch oder Gemüse; als Beilage Nudeln, Reis oder Kartoffeln. Abends wird Brotzeit mit Weiß- und Schwarzbrot, Käse, Wurst, Gemüse sowie verschiedene Salate angeboten. Tagsüber stehen zudem Kaffee, Tee und Milch im Eingangsbereich zur Verfügung.

13 Türken und zehn Gambier werden nach Inningen verlegt

Ab Mittwoch dieser Woche wird der Caterer zusätzliche Bewohner versorgen. Voraussichtlich am Mittwoch werden 23 Männer (13 Türken und zehn Gambier) aus Donauwörth nach Inningen verlegt. Seit zwei Wochen sind 30 Männer in der Unterkunft in der Hohenstaufenstraße untergebracht. Flüchtlingsunterkünfte in Augsburg sind nicht neu, doch im Fall von Inningen gibt es eine Premiere. Es ist eine Zweigstelle des Ankerzentrums Donauwörth. In Ankerzentren leben Flüchtlinge, die vor der Rückführung in ihr Heimatland stehen oder diejenigen, die auf eine Entscheidung warten, ob sie vorerst in Deutschland bleiben können. Ziel ist es, die Einrichtung in Donauwörth zu entlasten.

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20 Bilder
Erste Bilder: Das Ankerzentrum in Inningen öffnet seine Türen
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Augsburger Landtagsabgeordnete Christine Kamm (Grüne) hält diesen Weg für falsch: „Es kommt nicht nur darauf an, ob Augsburg das Ankerzentrum Donauwörth entlasten kann, sondern ob Augsburg ja sagen soll, zu einem diametral falschen Konzept, in dem die Menschen an den Bedingungen zugrunde gehen, und das obendrein wesentlich teurer ist als das bisherige Konzept der dezentralen Gemeinschaftsunterkünfte.

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