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Augsburg

11.12.2013

Kirchen-Schmierer sitzt in U-Haft

Der Satz "Allah ist groß" wurde unter anderem auf die Portale dreier Kirchen geschmiert.
Bild: Anne Wall

Der islamische Kirchenschmierer sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Muslime wollen für Reinigung der Kirchentüren spenden.

Der islamische Kirchenschmierer, der am Montag von der Polizei in Augsburg festgenommen wurde , sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Gestern wurde vom Amtsgericht ein Haftbefehl gegen den 30-jährigen Asylbewerber aus Jordanien erlassen. Ein Motiv war dem Mann aber nach wie vor nicht zu entlocken. Er spricht weiterhin nur in arabischer Sprache – offensichtlich vor allem in Form von Gebeten und Gesängen.

Der mutmaßliche Täter spricht nur in arabischer Sprache

Die Polizei geht davon aus, dem Mann sechs Schmierereien in Augsburg nachweisen zu können. Er schrieb mit weißer Farbe den Satz „Allah ist groß“ auf Arabisch an die Portale dreier Kirchen, aber auch an ein Autohaus, ein Asylbewerberheim und eine Moschee. Zudem soll er in München eine Kirche bemalt und einen Passanten in den Bauch getreten haben. Da der Mann einen teils verwirrten Eindruck macht, wird die Staatsanwaltschaft wohl auch seine Schuldfähigkeit untersuchen, ehe er angeklagt wird.

Unterdessen gibt es bei Muslimen den Plan, sich an den Kosten zu beteiligen, die für die Beseitigung der Schmierereien an den Kirchentüren anfallen. Abdul Hakim Lichtenberg ist Augsburger und fand mit 17 Jahren zum Islam. Er ist ein Anhänger des Sufismus, einer mystisch geprägten Strömung. Mit rund 25 Muslimen hat er einen „Sufitreff“ ins Leben gerufen. Er sagt: „Die Bemalung der Kirchentüren stellt eine dem Islam widersprechende Verletzung des Rechts anderer dar.“ Er hat Kontakt zu viele Muslimen, die entrüstet seien. Lichtenberg ist derzeit im Austausch mit mehreren muslimischen Vereinen, um mit einer Spende die Reinigung der Türen zu unterstützen.

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