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Augsburg

27.03.2015

Klinikum: In der Notaufnahme gelten jetzt neue Regeln

Der Augsburger Stadtrat hat der Klinikumsleitung den Rücken gestärkt.
Bild: Marcus Merk

Der Stadtrat hat gestern dem Vorstand des Klinikums den Rücken gestärkt und den Sanierungskurs bekräftigt. In der Notaufnahme gelten jetzt neue Regeln.

Der Stadtrat hat gestern dem Vorstand des Klinikums den Rücken gestärkt und den Sanierungskurs bekräftigt, nachdem die Krankenhausleitung einen Bericht zu den Problemen in der Notaufnahme gegeben hatte. CSU-Fraktionschef Bernd Kränzle sprach von „Kampfmitteln“ im Hinblick auf Äußerungen des früheren Ärztlichen Direktors und Stadtrats Prof. Rolf Harzmann, der angesichts des Kostendrucks etwa Repräsentationskosten des Klinikums kritisiert hatte und von einer „Schwarzen-Null-Mentalität“ gesprochen hatte.

Oberbürgermeister Kurt Gribl ( CSU) und Klinikums-Vorstandsvorsitzender Alexander Schmidtke setzten dem entgegen, dass das Haus dieses Jahr Verluste schreiben werde (knapp vier Millionen), wobei Stadt und Landkreis Augsburg als Träger damit nicht direkt belastet werden. Wer nur auf die „schwarze Null“ blicke, behandle das Thema sehr oberflächlich, so Gribl. Für die Frage, ob der Freistaat das Klinikum als Uniklinik übernimmt, sei diese Zahl allein nicht erheblich.

„Das Thema ist, ob das Haus wirtschaftlich strukturell gut geführt ist“, so Gribl. Es sei Vorgabe der Träger, dass das Klinikum in der Mittelfrist-Betrachtung ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht, Defizite in einzelnen Jahren seien aber nicht ausgeschlossen. Vorstand Schmidtke wies darauf hin, dass er von den Trägern mit der Maßgabe geholt worden, war das in der Vergangenheit defizitäre Haus zu sanieren. Das Patientenwohl werde gewahrt. Ein Haus, das dauerhaft Verluste schreibe, sei nicht zukunftsfähig.

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Der Ärztliche Vorstand Prof. Michael Beyer und Pflege-Vorstand Susanne Arnold nahmen Stellung zu den Problemen in Notaufnahme und Intensivstation. Man versuche, die Probleme auch durch Personalaufstockungen in den Griff zu bekommen. Teils sei der Stellenmarkt aber leer gefegt. Beyer brachte auch zur Sprache, dass er angesichts des Patientenansturms und der Personalprobleme zuletzt eine Anweisung herausgegeben habe, laut der Patienten, die kein ersichtlicher Notfall sind, abgewiesen werden sollen. „Bisher ist nichts passiert, aber das ist rechtlich nicht Ohne“, so Beyer.

Personalratsvorsitzende Hildegars Schwering saß während des Berichts im Publikum. Als sie von Gribl begrüßt wurde, sagte Schwering öffentlich, dass sie „nicht alles so unterschreiben“ könne. Der Personalrat kritisiert Arbeitsverdichtung beim Personal.

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