Sie trägt die Vereinsfarben rot-grün-weiß. An der Seite sieht Daniel Baier den Fahrgästen ernst in die Augen und ein Zeitstrahl mit den wichtigsten Ereignissen seit der Gründung des FC Augsburg ziert ihre Außenbemalung. Die FCA-Tram fährt seit einigen Tagen durch Augsburg. Sie soll ein Jahr lang linienübergreifend Fahrgäste transportieren - auch zu den Heimspielen des FC Augsburg.
Die AEV-Tram fährt ab September durch Augsburg
Nun hat unsere Redaktion erfahren, dass sich Eishockey-Fans ebenfalls freuen können. Denn die Augsburger Panther sollen eine Straßenbahn bekommen - die AEV-Tram. Laut dem Pressesprecher der Stadtwerke Augsburg, Jürgen Fergg, soll die AEV-Tram ab September auf Augsburgs Schienen fahren. Das Design soll anders sein als das der FCA-Tram. "AEV-Spieler und Mitarbeiter der Stadtwerke sollen zu sehen sein", sagt Jürgen Fergg auf Nachfrage unserer Redaktion.
Busse und Straßenbahnen der Stadtwerke können für Werbung für verschiedene Zeiträume gemietet werden. Abgewickelt wird die Vermarktung von der "Bayerische Verkehrsmedien GmbH". Sie kümmert sich um die Werbeflächen der rund 90 Straßenbahnen der Stadtwerke Augsburg. Aktionen wie die FCA-Tram oder die AEV-Tram seien Ausnahmen, erklärt der Geschäftsführer Henrik Bauer.
Eine Werbefläche an einer Straßenbahn kostet mindestens 300 Euro
Normalerweise ist eine Straßenbahn mit Werbebannern von mehreren Unternehmen poliert. Kunden müssen mit mindestens 300 Euro im Monat rechnen, wenn sie eine Werbefläche an einer Straßenbahn wollen. Für eine komplette Straßenbahn, wie etwa die FCA-Tram oder die AEV-Tram, zahlen Unternehmen monatlich Eurobeträge im unteren vierstelligen Bereich.
Grundsätzlich können Firmen jeglicher Art Werbung auf den Straßenbahnen oder an Bussen schalten. Es sind meist Firmen aus der Region, die ihre Sichtbarkeit in der Stadt und den Bekanntheitsgrad steigern wollen. Bei der Werbung muss Bauer auch das Wohl der Fahrgäste im Blick behalten. Deshalb gebe es beispielsweise keine anzügliche Werbeanzeigen. Auch Werbung für Schnaps oder Zigaretten gibt es nicht auf Augsburgs Straßenbahnen. Politische Werbung unterstützt Bauer auch nicht. "Wir wollen uns neutral halten", sagt er.
Die meisten Werbungen entstehen laut Bauer aus Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen. Theoretisch könnten auch Privatmenschen Werbeflächen mieten. Das komme allerdings nicht vor. "Das ist aber hauptsächlich für Gewerbetreibende interessant", sagt Bauer.
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