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Nach Gesprächen im Landratsamt

10.01.2015

Notärzte: Dienste jetzt alle besetzt

Das ging überraschend schnell: Nach Gesprächen im Landratsamt sind alle noch offenen Schichten nun besetzt.
Bild: Foto: Annette Zoepf

Wende im Streit um die notärztlichen Versorgung in der Region

Das ging überraschend schnell: Nach dem Gespräch im Landratsamt zwischen Notärzten und Kassenärztlicher Vereinigung (wir berichteten) sind nun so gut wie alle der zuletzt 25 noch offenen Schichten besetzt. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KVB) gestern auf Anfrage mit. Sowohl am Klinikum als auch in Haunstetten und Friedberg habe man einen vollen Dienstplan hinbekommen.

Seitens der KVB betont man, dass die notärztliche Versorgung sichergestellt gewesen sei. Die neue Honorarsystematik sei „ein erster Schritt“ gewesen, um eine fairere Vergütung von Notärzten hinzubekommen, so der Vorstand. Nachjustierungen sollen möglich sein.

Hintergrund: Für Notärzte auf dem Land war der Dienst bisher weitaus weniger lohnend als für die Kollegen in der Stadt. Nachwuchssorgen waren die Folge. Der Großteil der Notarzt-Standorte profitiert von der neuen Regel, in Ballungsräumen verdienen Notärzte pro Schicht künftig aber weniger, auch wenn eine vorerst befristete Verlustbegrenzung ausgehandelt wurde. In Augsburg war es zu einer Zuspitzung der Lage gekommen, weil einige Ärzte sich weigerten, Schichten zu fahren. Dass man die noch offenen Dienste nun besetze, sei als „Vorausleistung“ und Zeichen des guten Willens zu sehen, heißt es seitens der Notärzte. Man hoffe, dass eine Lösung auch für Großstädte komme. Zuvor hatten sie betont, dass es sich um keinen „Streik“ gehandelt habe, sondern manche Kollegen es sich nicht hätten leisten können, noch als Notarzt zu fahren.

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