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Augsburg

18.01.2016

Roncallihaus soll abgerissen werden, doch es gibt Zweifel

Pfarrer Nikolaus Wurzer stellte die Pläne für den Neubau vor. Im Vordergrund ist das Modell des geplanten Pfarrheims zu sehen.
Bild: Foto: Annette Zoepf

Die Kirchengemeinde hat die Pläne für das neue Gögginger Roncallihaus veröffentlicht. Das alte soll abgerissen werden - die Pfarrjugend geht auf die Barrikaden.

Die Pläne für das neue Roncallihaus in Göggingen haben Pfarrer Nikolaus Wurzer, Kirchenverwaltung und die beteiligten Planer nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie berichtet, soll das Haus der Kirchengemeinde St. Georg und Michael am Klausenberg noch in diesem Jahr abgerissen und neu gebaut werden. Gegen die Pläne gibt es teilweise Widerstand aus der Bevölkerung. Entsprechend gut besucht war die Informationsveranstaltung.

Neues Zentrum wird zweistöckig

Das neue Gemeindezentrum wird zweistöckig und soll neben den Gemeinderäumen auch die Verwaltung der erweiterten Pfarreiengemeinschaft enthalten, erklärte Architekt Werner Eberle. Der Haupteingang des „Roncallihauses 2.0“, wie das Projekt kirchenintern getauft wurde, liegt in Richtung Innenhof, der autofrei als Grünfläche gestaltet sein soll. Im linken Bereich des Erdgeschosses entsteht auf 200 Quadratmetern der Verwaltungsbereich für die Pfarreiengemeinschaft St. Georg und Michael, St. Peter und Paul (Inningen), St. Johannes Baptist sowie künftig auch Zum Heiligsten Erlöser und St. Remigius (Bergheim), auch ein Empfangsbereich sowie Mitarbeiterräume sind hier geplant.

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250 Quadratmeter großer Saal

Rechts vom Eingang entsteht auf 250 Quadratmetern ein großer Saal, der durch Trennwände abgeteilt werden kann, sodass zwei Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden können, so der Architekt. Der Saal lässt sich zum Vorplatz hin öffnen, sodass er für Veranstaltungen wie Kirchenfeste mit einbezogen werden kann.

Ein Aufzug führt ins Obergeschoss und in den Keller, somit wird das ganze Haus barrierefrei sein, betonte Eberle. Im Obergeschoss wird es sechs Gruppenräume mit einer Größe zwischen 25 und 28 Quadratmetern geben. Dabei sollen zwei Räume für die Jugendarbeit reserviert bleiben. Ebenfalls im Obergeschoss soll ein 60 Quadratmeter großes Archiv untergebracht werden, in dem die Verwaltung ihre Unterlagen lagern kann.

Gesamtkosten belaufen sich auf über 4,5 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für das Projekt inklusive dem Abbruch und dem Umbau der Sakristei belaufen sich auf über 4,5 Millionen Euro, von denen 65 Prozent die Diözese übernimmt. 395000 Euro sind noch nicht finanziert. Die Pläne sind bei der Stadt eingereicht, informierte der Architekt, in den nächsten Wochen soll der Abbruch ausgeschrieben werden, sodass die Arbeiten im März 2016 begonnen werden können. Baubeginn soll im Juli oder August sein, es wird mit 20 Monaten Bauzeit gerechnet. Pfarrer Nikolaus Wurzer betonte, dass für alle Aktivitäten im Roncallihaus für die Bauzeit Übergangsräume in der Kuratie St. Johannes Baptist und bei der Gemeinde Zum Heiligsten Erlöser zur Verfügung stehen.

Die Veranstaltung wurde immer wieder durch Einwände gegen das Projekt unterbrochen. So hatte die Pfarrjugend ihre Mitglieder mobilisiert, die im Eingangsbereich des Roncallihauses Unterschriften für einen Planungsstopp sammelten. 93 Unterschriften konnten die jungen Leute für ihr Anliegen sammeln. Aus dem Publikum heraus wurde immer wieder die Notwendigkeit eines Neubaus angezweifelt.

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