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Augsburger Zoo

17.11.2016

Stadt ebnet den Weg für neues Elefantenhaus

Nur noch die beiden Elefantendamen Targa und Burma leben im Augsburger Zoo. Nun gibt es einen Plan, wie das neue Elefantenhaus finanziert werden kann.
Bild: Silvio Wyszengrad

Mit zwei Millionen Euro will sich die Stadt Augsburg an der Finanzierung des neues Elefantenhauses im Zoo beteiligen. Wie jetzt der Fahrplan aussieht.

Die Elefanten gehören zu den Lieblingen der Besucher im Augsburger Zoo. Das soll auch so bleiben, selbst wenn die beiden älteren Elefantenkühe Targa, 61 Jahre, und Burma, 47 Jahre, einmal nicht mehr am Leben sein sollten. Der Zoo will mit dem Bau eines neuen Elefantenhauses die Voraussetzungen schaffen, um ein dauerhaftes Überleben der Elefanten zu garantieren. Dafür ist das jetzige Gehege nicht geeignet, da die Anlage nicht aktuellen Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren entspricht. Targa und Burma dürfen ihren Lebensabend zwar in Augsburg verbringen, neue Elefanten darf der Zoo nicht aufnehmen. Zuvor muss ein neues Gehege errichtet werden.

Elefantenhaus soll sechs Millionen kosten

Die Planungen dafür laufen seit Längerem. Knackpunkt war zuletzt die Finanzierung für ein Vorhaben, das ursprünglich 8,3 Millionen Euro gekostet hätte. Staatliche Zuschüsse wird es nicht geben. Es gab Abstriche bei der Planung, die nach Auskunft des Zoos nicht zulasten der Elefanten gehen. Jetzt liegt die Konzeption für ein Elefantenhaus vor, das sechs Millionen Euro kostet. Die Finanzierung scheint zu klappen. Denn die Stadt wird sich mit zwei Millionen Euro daran beteiligen. Das ist der Anteil, den die Stadt übernehmen möchte. Sofern die Mittel im Haushalt bereitgestellt werden, wovon allerdings auszugehen ist. In einer gemeinsamen Sitzung haben Stadträte aus dem Wirtschaftsförderungs- und dem Umweltausschuss am Mittwoch ihr Ja zum neuen Elefantenhaus signalisiert.

Eine erste Rate von 360000 Euro ist im ersten Nachtragshaushalt 2016 verankert worden. Der Rest ist für den Doppelhaushalt 2017/2018 vorgesehen. In der Debatte um den Stellenwert von Elefanten empfahl Christian Pettinger (ÖDP) empfahl den Weg in den Tierpark München-Hellabrunn, sollte es keine Dickhäuter mehr in Augsburg geben. Die Grünen fordern unabhängig vom Elefantenhaus eine Debatte über die Zukunftsperspektiven des Zoos. SPD-Fraktionsvorsitzende Margarete Heinrich betonte, dass die SPD für den Neubau des Elefantenhauses stehe. Fraktionsvize Stefan Quarg (SPD) sieht in einem attraktiv gestalteten Zoo einen Beitrag für ein stimmiges Gesamtkulturangebot der Stadt. Zum Beschluss kommt es in der Sitzung des Stadtrats, der nächsten Donnerstag tagt.

Zwei Millionen Euro kommen von der Stadt

Was die Finanzierung anbelangt, gibt es eine aussagekräftige Berechnung: Zwei Millionen Euro kommen von der Stadt. Der Zoo bringt einen Eigenanteil von 500000 Euro ein und nimmt ein Darlehen von zwei Millionen Euro auf. 1,5 Millionen Euro kommen aus Spenden und möglichen Zuschüssen von Dritten. Dazu zählt unter anderem der Freundeskreis. Bei der Refinanzierung geht der Zoo davon aus, dass der dauerhafte Verbleib von Elefanten in Augsburg sich positiv auf die Besucherzahlen auswirke. In diesem Jahr kamen bereits jetzt mehr als 600000 Besucher. Die Zahl deutet auf ein neues Rekordergebnis hin. Planung und Kostenermittlung für das neue Elefantenhaus stammen von Frank Kirsten. Er ist Zooarchitekt, zuletzt hat er die Elefantenanlage im Erfurter Zoo geplant. In Augsburg soll das neue Gehege im Jahr 2019 bezogen werden – wenn sich alles problemlos umsetzen lässt.

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