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Kommunalwahl in Augsburg

27.11.2019

Stimmzettel für die Stadtratswahl erreicht Rekordgröße

So sah der Stimmzettel für die Stadtratswahl im Jahr 2014 aus: Er war 98 Zentimeter lang. Für die Wahl am 15. März wird er deutlich größer. Wahrscheinlich ist er 1,20 Meter lang.
Foto: Anne Wall (Archiv)

Plus Am 15. März ist Kommunalwahl. Weil voraussichtlich 15 Parteien und Gruppierungen in Augsburg antreten, muss mehr Platz auf dem Stimmzettel geschaffen werden.

Zur Stadtratswahl am 15. März werden in Augsburg deutlich mehr als 700 Kandidaten antreten. 15 Parteien gehen ins Rennen. Es sind so viele wie noch nie. Dies wirkt sich dann auch auf die Größe des Stimmzettels aus: Er erreicht eine Rekordmarke. Er ist mehr als einen Meter lang. Wahlleiter Dieter Roßdeutscher sagt auf Anfrage: „Wir gehen derzeit von einer Größe von 120 mal 52 Zentimeter für den hellgrünen Stimmzettel Stadtratswahl aus.“ Im Jahr 2014 waren es 98 Zentimeter. Der gelbe Stimmzettel für die OB- Wahl im Hochformat werde 21 mal 45 Zentimeter groß sein.

Stadtratswahl in Augsburg: Zwei Listen fehlen noch

Zwei Gruppierungen haben ihre Liste noch nicht nominiert. Es sind die Polit-WG, die bereits im Stadtrat vertreten ist, und die neue Initiative „Generation Aux“ um den früheren Vorsitzenden des Stadtjugendrings, Raphael Brandmiller. Stadtrat Oliver Nowak (Polit-WG) sagt, dass wohl Ende dieser Woche erste Entscheidungen feststehen. Die Polit-WG hat in der vergangenen Woche Zuwachs bekommen. Der zuvor parteilose Stadtrat Alexander Süßmair (vormals Die Linke) ist gewechselt. Süßmair und Nowak gelten nun als potenzielle Oberbürgermeisterkandidaten.

Die Gruppierung Generation Aux hat bereits angekündigt, dass sie auf einen OB-Kandidaten verzichtet. Man werde lediglich mit einer Stadtratsliste antreten. Brandmiller sagt, dass im Dezember die Liste aufgestellt werde. Ziel sei es, 60 Kandidaten zu präsentieren.

13 andere Parteien und Gruppierungen haben unterdessen ihr Personal ausgewählt. Gegenwärtig sind es exakt 696 nominierte Stadtratskandidaten. Zum Vergleich: Bei der Wahl 2014 waren es 588 Kandidaten. Elf Parteien traten an. Der weiße Stimmzettel war damals 98 mal 43 Zentimeter groß.

Fünf Frauen wollen in Augsburg Oberbürgermeisterin werden

Jeder Partei stehen 60 Plätzen auf der Stadtratsliste zur Verfügung. Nicht alle Gruppierungen nutzen das Kontingent aus. ÖDP (55 Kandidaten), Pro Augsburg (30) und die Satirepartei „Die Partei“ (11) liegen darunter. Der Frauenanteil unter den Kandidierenden liegt derzeit bei knapp 42 Prozent. In absoluten Zahlen sind es 290 Kandidatinnen. Die V-Partei3, die für Veganer, Vegetarier und Veränderung steht, schickt die meisten Kandidatinnen ins Rennen. Es sind 43 Frauen. Mit lediglich zwei Frauen ist „Die Partei“ in dieser Kategorie das Schlusslicht. Im jetzigen Stadtrat sitzen 18 Frauen, das entspricht einem Anteil von rund 30 Prozent.

Doch nicht nur auf den Stadtratslisten werden Frauen stärker berücksichtigt als in der Vergangenheit. Es gibt fünf Oberbürgermeisterkandidatinnen: Eva Weber (CSU), Martina Wild (Grüne), Claudia Eberle (Pro Augsburg), Anna Tabak (WSA) und Lisa McQueen (Die Partei). Bei der Wahl 2014 ging gar keine Frau als OB-Kandidat ins Rennen. OB Kurt Gribl (CSU) setzte sich im ersten Wahlgang gegen acht Mitbewerber durch. Gribl tritt im März nicht mehr an. Er hört nach zwei Amtsperioden auf. Sein Abschied aus der Kommunalpolitik verleiht der Wahl eine besondere Brisanz. Dies dokumentiert nach Einschätzung von Beobachtern die hohe Zahl von Parteien und Gruppierungen, die sich zur Wahl stellen.

Einzelne Gruppierungen benötigen Unterstützerunterschriften

Einzelne Gruppierungen müssen allerdings 470 Unterstützerunterschriften vorlegen. Die Eintragung erfolgt ab Ende Dezember in den städtischen Bürgerbüros. Sie dauert bis Anfang Februar. Betroffen von dieser Regelung sind WSA, Augsburg in Bürgerhand, V-Partei3, Die Partei und Generation Aux.

Mit dem Druck der Stimmzettel kann ohnehin erst begonnen werden, wenn endgültig geklärt ist, wer am 15. März nun tatsächlich kandidiert. Wahlleiter Roßdeutscher nennt hier als Termin ebenfalls Anfang Februar. Sobald die gedruckten Stimmzettel der Stadt vorliegen, können Briefwahlunterlagen verschickt werden. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es bereits mehr als 24.000 Augsburger, die ihre Stimmen per Briefwahl vergaben. Die Wahlbeteiligung lag 2014 bei 41,2 Prozent.

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