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Augsburg

31.01.2019

„Verbindlich im Ton, aber hart in der Sache“

Beim Neujahrsempfang im Hochzoller Pfarrsaal Heilig Geist erläuterte Sozialministerin Kerstin Schreyer, was Menschen brauchen, um in Bayern gut leben zu können.

CSU-Ortsvorsitzender Max Weinkamm war mit dem Auftritt seines prominenten Gastes beim Neujahrsempfang des Kreisverbands Augsburg-Ost sehr zufrieden: „Offen, authentisch und ehrlich – so wollen wir unsere Politiker haben“, bescheinigte er der bayerischen Sozialministerin Kerstin Schreyer nach ihrer Rede im vollbesetzten Pfarrsaal von Heilig Geist.

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Schreyer ist seit knapp einem Jahr im Amt. Mit dem neuen Ministerpräsidenten Markus Söder kam sie ins Kabinett und blieb dort auch nach dem enttäuschenden Abschneiden der CSU bei der Landtagswahl im vergangenen Herbst. Sie ist ausgebildete Sozialpädagogin und brachte ihre Erfahrungen in ihre Ausführungen ein. Weinkamm hatte ihre Rede quasi unter das Motto „Die CSU muss sich neu bewähren“ gestellt. Schreyer zeigte auf, dass ihr Ressort, zu dem auch die Themen Familie und Arbeit gehören, jeden Bürger betrifft. Das sollte verdeutlichen, dass ihre Partei sich verstärkt um die normalen Bürger, die kleinen Leute kümmern will, um verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Familie in unterschiedlichen Formen

Als ihren Leitgedanken gab Schreyer an: „Was brauchen die Menschen, um in Bayern gut leben zu können?“ Das erläuterte sie dann anhand der Familie, der Kinderbetreuung, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Arbeitsschutz, Medienkompetenz und der Menschen mit Behinderung. Wichtig war ihr, dass Familie unterschiedliche Formen annehmen kann und man sich in diesen Formen gegenseitig respektieren sollte. Vehement verteidigte sie zudem das bayerische Familiengeld, das nach dem Willen des Bundessozialministeriums auf Hartz IV angerechnet werden soll. Dagegen wolle sie jetzt klagen, sagte sie, denn „wir subventionieren nicht Berlin“. Es sei höchst ungewöhnlich, dass ein Sozialminister Leuten Geld wegnehmen wolle. Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Andreas Jäckel warnte vor Parteien am rechten und linken Rand – sprich den Grünen und der AfD.

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Von ihrem Streit, mit dem sie sich jeweils nur an ihr Klientel wendeten, profitierten diese Parteien gegenseitig und höhlten so die politische Mitte aus. Die CSU wolle Probleme dagegen differenziert betrachten. Sie müsse verbindlich im Ton, aber hart in der Sache sein. Jäckel sah sie nach wie vor als „die bayerische Volkspartei“. Der CSU-Europakandidat Matthias Fink machte klar, warum ein geeintes Europa gebraucht werde und nicht isolationistischen Bestrebungen zum Opfer fallen dürfe.

Viele Bekannte unter den Gästen

Unter den Gästen waren viele bekannte CSU-Politiker wie Bernd Kränzle, Benedikt Lika, Rolf Rieblinger, Erwin Gerblinger, Klaus-Dieter Huber, Horst Hinterbrandner und Juri Heiser und die Vorsitzende der Frauenunion Hochzoll, Christine Winkler. Oberbürgermeister Kurt Gribl, Bürgermeisterin Eva Weber und Landtagsabgeordneter Johannes Hintersberger fehlten entschuldigt. Gekommen waren ferner der Vorsitzende der Sozialstation Hochzoll, Friedberg-West und Umgebung, Wolfgang Asam, Landgerichtspräsident Herbert Veh und Vertreter vieler Hochzoller Vereine. Einen festlichen musikalischen Rahmen steuerte das Trio Christoph Menacher, Geige, Linus Braun, Cello, und Julia Menacher, Klavier, bei.

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