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Augsburg

05.01.2019

Was 2019 in den Stadtteilen passieren soll

Der Flößerpark aus der Vogelperspektive: Während des Jahres 2019 soll der Wasserspielplatz in Betrieb gehen. Ganz Lechhausen wartet jedoch auf den Bau der Floßlände mit Gastronomie. Für eine umweltverträgliche Umsetzung in Holz setzt sich der Investor, die Brauerei Kühbach, ein.
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Der Flößerpark aus der Vogelperspektive: Während des Jahres 2019 soll der Wasserspielplatz in Betrieb gehen. Ganz Lechhausen wartet jedoch auf den Bau der Floßlände mit Gastronomie. Für eine umweltverträgliche Umsetzung in Holz setzt sich der Investor, die Brauerei Kühbach, ein.
Bild: Ulrich Wagner

Die Arbeitsgemeinschaften von Vereinen und Organisationen haben einen Blick darauf, dass es vorwärts geht. Themen wie Wohnungsmarkt, Verkehr und Umwelt liegen ihnen am Herzen.

Wenn sich in den Stadtteilen etwas bewegt, sind es oft die Arbeitsgemeinschaften der Vereine und Organisationen (Arge), die den Anstoß geben. Ob Brauchtumspflege oder der Blick auf die großen und kleinen Nöte im Quartier – die Arges setzen sich für die Menschen in ihrem Stadtteil ein. Mit großem ehrenamtlichem Engagement gestalten sie „ihre“ Stadtteile. Wir haben mit Arge-Vertretern gesprochen, wie es in ihrem Bereich steht und worauf sich die Bürger dieses Jahr einstellen können.

Großes Thema bleibt die Kaufkraft

Für Peter Fischer, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Lechhausen, ist es mit den beiden Großprojekten Flößerpark und Stadtplatz am Schlössle beileibe nicht getan. Zum einen beginne im kommenden Jahr erst einmal die Optimierung der Verkehrsströme, auch wenn sie durch den Stadtteil auf der Neuburger Straße nun in geregelteren Bahnen verlaufen. Die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer seit Einbringen des Fahrradstreifens stadteinwärts bedürfe an den Einmündungen Elisabethstraße und Blücherstraße noch der Feinabstimmung per Ampelschaltung. Das große Thema ist und bleibe jedoch die Kaufkraft und deren Erhalt. Und Kaufkraft, so Peter Fischer, könne nur über hochwertigen Wohnraum zurückgewonnen werden. Sozialwohnungen seien richtig und wichtig, dürften sich aber nicht allein in Lechhausen konzentrieren. In Abstimmung mit der Stadt will sich die Aktionsgemeinschaft darum bemühen, einen „vernünftigen Mix“ hinzubekommen.

Will Lechhausen die Kaufkraft steigern, setzt Hochzoll auf sein kulturelles Potenzial. Das lässt sich nach Auskunft von Gregor Lang, Michael Friedrich und Anne Breidenbach damit begründen, dass der Stadtteil „wenig Wirtschaft“ hat. Aus diesem Grund sei man gewissermaßen gezwungen, auf andere Prädikate den Schwerpunkt zu setzen. Weil das an der Bahnlinie nach München gelegene Hochzoll kaum andere Identifikationsmomente biete, konzentriere man sich – siehe Hochzoller Kulturtage – auf kulturelle Talente. Für 2019 sei deshalb geplant, Bücherschränke aufzustellen. Die Aktionsgemeinschaft mit ihrer neuen Vorsitzenden Anne Breidenbach und dem Bürgertreff-Vorsitzenden Gregor Lang schwebt vor, eine alte Telefonzelle umzufunktionieren und auf der öffentlichen Fläche bei der Neuen Hochzoller Mitte zu installieren. Einig ist man sich darüber, dass es eine „gut erhaltene gelbe“ werden soll.

In Kriegshaber Wunsch nach öffentlichen Toiletten

Der Vorstand der Arge Kriegshaber – Andreas Schlachta, Birgit Ritter und Rolf Schnell – muss bei der Frage nach den dringendsten Anliegen im Stadtteil nicht lange überlegen. Das sei zum einen die fehlende Nahversorgung und zum anderen ein Platz für Stadtteilfeste im künftigen Zentrum. Die Arge könnte sich diesen auf dem Reese-Gelände an der Ecke Ulmer Straße/ Langemarckstraße in unmittelbarer Nähe zum geplanten Nachbarschaftszentrum vorstellen. Was den stark frequentierten Reese-Park anbelangt: Hier werde immer wieder der Wunsch nach öffentlichen Toiletten und weiteren Sitzgelegenheiten laut. Die Bürger in Kriegshaber ärgern sich laut Arge besonders über abgestellte Lastwagen und Transporter in den Wohngebieten. „Dies muss dringend unterbunden werden.“ Gelegenheiten, sich kennenzulernen und zu feiern, gibt es 2019 unter anderem bei der Stadtteil-Rallye am 23. März, beim Maifest am 1. Mai und beim Adventsmarkt.

Auch bei der Arge Oberhausen um Vorsitzende Hannelore Köppl füllt sich bereits der Veranstaltungskalender: Marktsonntag ist am 1. September, und es gibt wieder den Oberhauser Advent. Spätestens zum Marktsonntag müsse es eine stabile Stromversorgung für die Stände in der Ulmer Straße geben, damit man nicht mehr auf privaten Strom zurückgreifen müsse. Dies gelte auch inklusive der Wasserversorgung für den Helmut-Haller-Platz. Als Problem wird in Oberhausen laut Köppl das Thema Wohnen gesehen: „Es gibt jetzt schon zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Diese Situation wird durch die neuen Arbeitsplätze an der Uniklinik nicht besser werden.“

Auch Peter Emil Monz von der Arbeitsgemeinschaft der Pferseer Vereine und Organisationen (AGP) betrachtet bezahlbaren Wohnraum in seinem Stadtteil als große Herausforderung. Seiner Meinung nach nutze die Stadt die gesetzlichen Möglichkeiten für den Bau von günstigen Wohnungen nicht ausreichend. Gleich mehrere Projekte, die dringend angepackt werden müssen, fallen dem AGP-Chef ein: „Die Umsetzung der Linie 5, der Beginn der Nutzung der Halle 116 für Ausstellungen und Konzeption der Halle als Museum der Zeitgeschichte sowie die Neugestaltung des Platzes vor St. Michael.“ Dringend umzusetzen seien die Fahrradstraße Pfersee-Süd und die Verkehrsberuhigung Pfersee-Nord sowie Tempo 30 auf der Chemnitzer Straße hinter der Hans-Adlhoch-Schule.

Bürgerbüro für Göggingen als Wunsch

Ein ganzes Bündel an Projekten und Wünschen stehen in diesem Jahr in Göggingen an, sagt Arge-Vorsitzender Herbert Götz. „Das wichtigste Projekt aus unserer Sicht ist sicherlich die Errichtung eines Bürgerbüros für den Stadtteil, wobei sich das vom Bezirk Schwaben erworbene Nachbargrundstück vom Kurhaus ideal anbietet“, so Götz. Auch die Jugendarbeit soll in diesem Jahr im Fokus stehen. Man wolle das Gögginger Luftbad als Freizeit- und Erholungseinrichtung unter dem Gesichtspunkt „Jugendtreffpunkt“ betrachten – auch der Gögginger Park müsse stärker für die Jugend zugänglich gemacht werden. Besonderes Highlight für Göggingen werden im Mai die Feierlichkeiten zur Erinnerung an die 1969 erfolgte Stadterhebung Göggingens sein. Die Skimeisterschaft „BIG-Ski-Cup“ findet heuer zum 50. Mal statt. Das Maibaumfest kann auf 20 Jahre zurückblicken.

Die Situation auf den Straßen brennt den Haunstettern unter den Nägeln, sagt Arge-Vorsitzender Robert Scharmacher. Konkret geht es um die regelmäßigen Staus auf der Inninger Straße und um den Wunsch nach einer Linksabbiegerspur am Unteren Talweg. Auch die Ortsentwicklung habe in diesem Jahr weiterhin Priorität.

„In Inningen sind wir in der glücklichen Lage, dass eigentlich alle Infrastrukturprobleme in den letzten Jahrzehnten gelöst werden konnten“, sagt Arge-Mitglied und SPD-Politiker Willi Leichtle. Aber ganz wunschlos sei man auch im Stadtteil nicht. So bestehe nach wie vor Bedarf an einem Drogeriemark mit Schreibwaren – und ein Eiscafé könnte man sich gut vorstellen. Auch der Arge-Vorsitzende Peter Oßwald ist mit der Entwicklung im Stadtteil recht zufrieden. „Nur beim Helferkreis für unsere Flüchtlinge könnten sich noch ein paar mehr engagieren“, findet er.#

Winterglühen in Bergheim

In dem kleinen Stadtteil finden 2019 so viele Aktivitäten statt, dass ihre Aufzählung diesen Artikel sprengen würde. Vom Winterglühen bis Bergmesse sind es 19 öffentliche Veranstaltungen, die die Arge-Vorsitzende Beate Schabert-Zeidler vermelden kann. Die Jugendarbeit soll verstärkt gefördert werden, dazu wird es auch eine neue Jugendgruppe ab zwölf Jahren geben. Auch das Ortsentwicklungskonzept und der Kampf um Bauland beschäftigen Bergheim.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:

Den Vereinen gebührt Dank

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